Hallo Rosicosy
ja das grosse Volumen der Waren-Terminmärkte, das alte Thema ...
>>> Dabei sind die finanz-politischen Faktoren sehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, die uns hier seit Jahren regelmäßig mit Fed-Terminen in Schach halten.
Die EZB spielt in diesem Spiel ebenfalls mit, geht jedoch eigene Wege.<<<
Die Notenbanken sind Profis, ich denke die spielen sehr koordiniert. EZB-Ziel: Abwertung des EUR, dadurch werden Importe teurer und es lohnt sich im EUR-Raum zu produzieren = neue Arbeitsplätze statt Importe. einfach so.
>>>Ein weiterer Faktor ist die Spekulation, in großem Stil. In meinen Augen hat diese Spekulation den Goldpreis überhaupt nur in Regionen getrieben, die bis dahin fern realer und vernünftiger Vorstellungen waren - eine Blase ist entstanden, die geplatzt ist. >>>
Die Angst-Spekulation war imho wirklich 2011 mehr als real: ganze Dörfer in Frankreich hatten ihre Altersvorsorge in Gold getauscht. Der Zoo-Tierwärter aus Berlin machte das Gleiche und kaufte Goldmünzen … Beispiele … etc.
Der starke Preis-Anstieg kam durch ein Zusammenspiel aus historisch tiefen Lagerbeständen und allgemeiner Euro-Währungangst zustande. Also real.
Der Warenterminmarkt ist im Gegensatz zu Aktienmärkten immer mehr als real.
An der Comex sind Finanzinvestoren auf der Jagd nach Rendite in einer renditarmen Zeit.
Dabei geht jedoch ausschliesslich um die Übernahme des Gold-Preisrisikos, welches die kommerziellen Gold-Händler nicht zu jenem Preis tragen wollen.
Finanzinvestoren können ihr gesamtes Risiko diversifizieren, was die Risikoprämie und damit die Absicherungskosten reduziert.
Lässt sich ein schädliche Einfluss yuf die Preise durch Warenterminspekulation empirisch nachweisen? Nein !
Forscher haben inzwischen tausende Nächte damit verbracht, einen Zusammenhang zwischen spekulativen Geschäften und einem Anstieg der Preise nachzuweisen.
Die Zahl der Studien dazu von Aufsichtsbehörden oder Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds sowie aus den einzelenen Branchen ist sehr gross.
Es konnte kein schädlicher Zusammenhang der Warenterminspekulation auf die Spot-Preise festgestellt werden.
Siehe zum Beispiel:
M. Haase, Y. Seiler und H. Zimmermann (2013): Permanent and Transitory Price Shocks in Commodity Futures Markets and their Relation to Atorage and Speculation"
dievolkswirtschaft.ch/de/2013/11/haase-3/
Bemerkung:
Warenterminspekulation ist daher etwas anderes als Aktienindex-Spekulation, bei letzterer sind nämlich ausschliesslich Finanzakteure am Werk sind.
Waren sind real. Aktien erscheinen virtuell.
;)