Global Fashion Group SA - revival


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Global Fashion Gr. 0,43 € -0,46% Perf. seit Threadbeginn:   -3,80%
 
Chris7x7:

@Katjuscha

 
26.09.26 09:14
deine Rechnung stimmt, wir messen nur zu unterschiedlichen Stichtagen. Du rechnest vom Dezember aus, ich vom Jahresdurchschnitt. Bei den Cashflows liegen wir kaum auseinander, und beim Working Capital 2026 hast du recht: Laut Guidance soll es mehr einbringen als die 3 Mio. von 2025 (Q2/26-Präsentation, S. 21).
Der Dezember ist aber jedes Jahr der Höchststand der Kasse. Das Weihnachtsgeschäft ist dann kassiert, die Rechnungen werden erst danach bezahlt. Im ersten Halbjahr bauten sich die Lieferantenverbindlichkeiten 2024 um 22, 2025 um 37 und 2026 um 29 Mio. ab (Q4/25-Group-Financials, S. 6; Halbjahresbericht 2026, S. 16). Das wiederholt sich jedes Jahr und ist kein Einmaleffekt. Die Nettokasse lag entsprechend bei 85 Mio. im September 2025, 143 Mio. im Dezember, 86 Mio. im März 2026 und 89 Mio. im Juni. Im Schnitt sind das rund 101 Mio., also etwa 40 Mio. unter dem Dezember-Wert (Ergebnispräsentationen Q3/25 bis Q2/26).

Für die Bewertung ist deshalb der Durchschnitt der ehrlichere Wert. Ein Käufer würde die Kasse um ein normales Umlaufkapital bereinigen und die saisonale Spitze nicht mitbezahlen. Mit deinen eigenen Cashflows komme ich so für 2028 auf etwa 90 bis 95 Mio. statt 130 Mio. Das sind je Aktie rund 17 Cent weniger, ändert aber nichts daran, dass die Kasse bei einer schwarzen Null wieder wächst.
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Katjuscha:

Selbst wenn man so rechne würde wie du

 
26.09.26 09:37
Kommt man nicht auf deine Aussage von vorhin (Zwiebelritters 114 Mio nur bei 30 Mio Difal Rückflüssen in diesem Jahr). Und ich kenne auch keinen einzigen Analysten, keine einzige Studie, die nicht das Geschäftsjahresende heranzieht. Aber egal …

Wichtig ist, dass man 2028 netto profitabel wird. Und dafür sieht der aktuelle Trend sehr gut aus.
the harder we fight the higher the wall
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Chris7x7:

Mein Punkt bezog

 
26.09.26 10:43
sich auf den Übernahmefall, um den es in der About-You-Gegenüberstellung ging. Dort zahlt der Käufer nicht die Kasse am Stichtag. Üblich ist die Kasse plus oder minus der Abweichung des Umlaufkapitals von einem Normalwert, meist dem Durchschnitt der letzten zwölf Monate.
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trustone:

@chris7x7

 
26.09.26 10:49
also das sehe ich definitiv anders,
das starke Q4 gehört nun mal zu jedem Geschäftsjahr dazu, und wenn ich eben in den Quartalen davor Cash einsetze um das starke Q4 dann jedes Jahr bewältigen zu können, zählt am Ende für jeden Investor und auch potentiellen Übernehmer immer der Cash Bestand zum 31.12, weil zum 31.12 dann auch alle Einnahmen und Ausgaben eines Geschäftsjahres sauber abgerechnet sind;
alles andere ergibt meiner Meinung nach wenig Sinn und ist eher nur eine Momentaufnahme,
zum 31.12 sind alle schwächeren und stärkeren Quartale eines Geschäftsjahres berücksichtigt,
und damit ist das schon die entscheidende Kennzahl beim Netto Cash bestand,

katjuscha und scansoft haben hier den Netto Cash Bestand die letzte Jahre ja immer schon recht gut und ziemlich genau vorher gesagt,
beide rechnen glaube ich damit, dass dieser Ende 2026 irgendwo bei 123 - 130 Mio. liegen dürfte,
und der Cashburn dann im Jahr 2027-2028 dauerhaft gestoppt sein könnte bei einem Netto Cash Bestand dann von dauerhaft zwischen 120 -125 Mio.

seit kurzem gibt es nun aber diese Aussichten, auf bis zu 40 Mio. an DIFAL Steuerrückerstattungen,
und wie es scansoft hier schon geschrieben hatte, wenn gut die hälfte oder sogar ein Großteil davon zurück fließt ( das erste der 36. Verfahren wurde ja bereits letztinstanzlich gewonnen )
dann könnte die GFG den break even auch mit einer Netto Cash Position von 140-160 Mio. erreichen,

ich selbst hatte ja vor kurzem ähnliche Vergleichsrechnungen zur aktuellen Bewertung von asos verglichen, auch da kam ich auf einen Wert je GFG Aktie von irgendwo zwischen 1,5 - 1,6 Euro je Aktie,
verglichen mit aktuellen asos Bewertung,

auch da hatte ich generell mit Bewertungs - Abschlägen bei der GFG gerechnet, da auf 3. Kontinenten, in Schwellenländern tätig usw.

die Frage ist aber sicherlich angebracht ob diese Abschläge so überhaupt noch gerechtfertigt sind, auch in deinen Berechnungen,
denn eines sollten wir nicht vergessen,
weder About You noch asos ist irgendwo der Marktführer, das Zalando eines Landes,
beide haben in Europa in gesättigten Märkten einen eher niedrigen Marktanteil,

bei der GFG ist es so, dass man mit The Iconic die mittlerweile knapp über 50% des GFG Umsatzes macht, der Marktführer und die Zalando in Australien - Neuseeland ist,
man wächst dort auch und gewinnt Marktanteile von anderen hinzu,
so gesehen könnte man diese Tochter eigentlich eher mit einer Prämie bewerten,

die ganze Diskussion zeigt aber wohl erneut wie unterbewertet die GFG aktuell bei einem Kurs von 0,43 Euro ist, welche klar unter dem Netto Cash Bestand zum 31.12 liegt,
(obwohl die klar größte Tochter schon wieder wächst und einen Nettogewinn erwirtschaftet )

about You war also vor der Übernahme mit einem KUV von 0,2 bewertet, ( ohne irgendwo Marktführer zu sein )
dieses KUV von 0,2 wären bei der GFG rund 140 Mio. Euro, plus sagen wir noch 120 Mio. Netto Cash  wären wir schon bei 260 Mio. Euro an Bewertung was einem Kurs von rund 1,2 Euro je GFG Aktie entspricht,  ( immerhin eine Verdreifachung vom aktuellen Kursniveau aus bei immer noch konservativer Bewertung dann )


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Chris7x7:

Okay...

 
26.09.26 11:16
Das man die Nettokasse zum 31.12. nimmt und Jahr mit Jahr vergleicht ist nachvollziehbar. Bei GFG fällt dieser Stichtag aber genau auf die Spitze der Saison. Das Weihnachtsgeschäft ist kassiert, gleichzeitig standen Ende 2025 noch 155,5 Mio. Lieferantenrechnungen offen (Geschäftsbericht 2025, S. 92). Die Finanzchefin spricht selbst vom starken Cash-Abfluss im ersten Quartal (Q3/25-Call, S. 12).
Wie würden wir GFG eigentlich bewerten, wenn die Saison andersherum liefe und der 31.12. der Tiefpunkt wäre? Würden wir dann auch einfach die niedrigere Zahl ansetzen und das Unternehmen entsprechend geringer bewerten?

Bei Vergleichen wird es noch kniffliger, weil nicht alle zum selben Zeitpunkt abschließen. GFG und Zalando schließen zum 31.12. ab, also direkt nach dem Weihnachtsgeschäft. About You schloss zum 28. Februar ab, gut zwei Monate nach dem Weihnachtsgeschäft (Jahresabschluss 2022/2023). ASOS schließt Ende August ab, also vor dem Herbst- und Weihnachtsgeschäft (Jahresergebnis 2025 vom 20.11.2025). Wie stark das den Kassenstand verschiebt, zeigt About You: Zum 29. Februar 2024 lagen 163,9 Mio. in der Kasse, nach Black Friday Ende November 2024 aber 255,9 Mio.
Antworten
trustone:

das

2
26.09.26 13:33
das ist ein guter Punkt,
und deshalb sehe ich das ja generell etwas anders,
die Netto Cash Spitze wie du sie nennst liegt bei der GFG beim 31.12 jeden Jahres,
aber was passiert denn danach, die GFG verbrennt ja nicht vom 1.1 bis sagen wir 30.9 also bis ende Q3 die 40 Mio. Euro nur weil der Cash Bestand zum 30.9 nur bei 80 Mio. liegt,
man hat dafür ja ganz vereinfacht gesagt zum 30.9 sehr viel an Turnschuhen und Klamotten für das Lager bzw. Weihnachtsgeschäft eingekauft, man geht da in Vorleistung,
man hat also 80 Mio. Cash aber auch viel mehr an Waren und Vorleistung für das Q4 erbracht,
das an sich hat ja auch wieder einen Wert,

am Ende ist die Diskussion darüber aber auch gar nicht so entscheidend,
du nimmst ja eher Cash Abschläge bzw. einen durchschnittswert beim Cash Bestand für deine Bewertung an, und kommst für dich trotzdem auf Kursziele von 2 Euro und darüber,

viel entscheidender ist sowieso dass wir in der Vergangenheit noch starken Cash Burn hatten, der nun in den kommenden 1-2 Jahren auf Null laufen könnte, deshalb war es ja auch gerechtfertig abschläge auf den Netto Cash Bestand vorzunehmen, weil dieser ja stark schrumpfte Jahr für Jahr,
wird das aber gestoppt, wird man den Cash Bestand zumindest zu einem großen Teil in die Bewertung mit rein nehmen, und man wird auch das operative Geschäft wieder positiv bewerten, ob mit KUV von 0,1 0,2 0,3 werden wir sehen, aber in jedem Szenario kommt dann eigentlich ein Kursziel von über 1. Euro raus,

andere zyklische Unternehmen arbeiten da ja nochmals anders,
die haben gar nicht diese Cash Position sondern verschulden sich einige Monate oder Quartale sogar deutlich um anstehende Geschäftsspitzen kurzfristig zu finanzieren, am Ende fließt dann das Geld zurück, die kurzfristigen Verbindlichkeiten werden zurück gezahlt und im Idealfall bleibt ein Plus übrig,  
Antworten
Katjuscha:

Yepp

2
26.09.26 16:28
Nächstes Jahr sind 4,7-5,0% EBITDA Marge recht wahrscheinlich. Und dafür sollte schon ein KUV von 0,3 plus Netcash drin sein. Das wäre ein Kurs von 1,3 bis 1,5 €.
the harder we fight the higher the wall
Antworten
Chris7x7:

Was steckt

 
27.09.26 08:32
hinter deinen 4,7 bis 5 % für 2027? Im Konzern kam die Verbesserung bisher aus den Kosten. ANZ wächst zwar, im ersten Halbjahr 2026 mit 5,3 Mio Euro mehr Bruttogewinn, das hat der Rückgang in SEA mit 5,0 Mio Euro weniger aber fast komplett aufgezehrt. So stieg das EBITDA um 8,5 Mio Euro, obwohl der Bruttogewinn insgesamt leicht unter dem Vorjahr lag. Für das Gesamtjahr erwartet GFG beim Warenwert minus 4 bis 0%. Für 34 Mio Euro fehlen von der Mitte der Guidance aus rund 12,5 Mio Euro, und die Bruttomarge liegt mit 47,2 % schon auf dem Zielwert von mindestens 47 %. Rechnest du damit, dass die weiteren Einsparungen das allein schaffen, oder mit wieder wachsendem Umsatz, etwa weil ANZ weiter zulegt und SEA aufhört zu schrumpfen? Und würdest du das 0,3fache des Umsatzes schon ansetzen, solange GFG noch leicht Geld verbrennt?
Antworten
Katjuscha:

Das EBITDA bei Zalora steigt nicht nur aufgrund

 
27.09.26 12:22
Kostensenkungen, sondern auch aufgrund des höheren Warenkorbwerts bei gleichzeitig veränderter Strategie hin zu höheren MarketPlace Anteil. Dadurch kann das Bruttoergebnis sinken, aber das EBITDA steigen.
Aber ja, teilweise liegt es auch an den Kosteneinsparungen, die man die letzten Jahre vorgenommen hat. Deshalb schrieb ich ja schon häufiger, dass man nicht jahrelang diese starken AEbitda Verbesserungen aus den Jahren 2024/25 erwarten kann. Meine Quartals-Schätzungen waren die letzten 2-3 Quartale daher auch etwas vorsichtig, wurden dann aber jeweils überboten.
Wenn man sich die Sprünge beim EBITDA seit 2023 anschaut, wird das natürlich ohne Umsatzwachstum nicht in dieser Form weitergehen können, da eben auch ein Teil durch Kostensenkungen zustande kam. Deshalb rechne ich ja beispielsweise nur noch mit einem Anstieg von etwa 9 Mio € im nächsten Jahr, also deutlich weniger als in den Vorjahren (dieses Jahr etwa 14-15 Mio). Man muss zudem schauen ob sich der hohe Ölpreis aktuell auswirkt, sowohl auf die Kosten als auch die Nachfrage. Im Q2 hat sich das in Grenzen gehalten. Insgesamt wäre es also schön wenn GFG wieder wächst, aber ich denke auch bei 0-2% Umsatzrückgang nächstes Jahr kann man noch 32-35 Mio EBITDA erzielen.
the harder we fight the higher the wall
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Katjuscha:

Nur zur Verdeutlichung

 
27.09.26 12:28
Wir hatten 2024 einen Anstieg des AEbitda von 41 Mio €
In 2025 von 27 Mio
In 2026 dürften es etwa 15 Mio werden
In 2027 erwarte ich 9 Mio, fast ausschließlich über veränderte Strategie eines höheren Warenkorbs bei höheren MarketPlace Anteil, plus Wachstum in ANZ.
In 2028 hoffe ich dann dass man auch auf Konzernbasis dann 2-5% wächst und dadurch dann auch das EBITDA um nochmal etwas deutlicher steigern kann. Aber das bleibt zugegebenermaßen erstmal eine Hoffnung.
the harder we fight the higher the wall
Antworten
Katjuscha:

Nur noch kurz was zu deiner Aussage der Zielmarge

 
27.09.26 12:38
Ja, man hat 47,2% erreicht, aber heißt denn „mindestens 47%“, dass man bei 47,2% stagnieren muss?
Und wichtig dabei ist, was ich eben schon angesprochen habe. Neben der Zielmarge hat man ja auch eine Steigerung des MarketPlace Anteil von derzeit 41-42% auf mindestens 45% veröffentlicht. Das ist gerade fürs EBITDA nicht zu unterschätzen, vor allem wenn man zusätzlich nicht mehr diese riesigen Umsatzrückgänge bei Zalora hat.
the harder we fight the higher the wall
Antworten
Katjuscha:

Daher ja auch die Zielmarge von 5-6%

 
27.09.26 12:40
the harder we fight the higher the wall
Antworten
Chris7x7:

Die 9 Mio. mehr EBITDA

 
28.09.26 21:41
für 2027 halte ich gar nicht für unrealistisch. Nur kommen die meiner Meinung nach nicht über Warenkorb und Marketplace.

Schau dir mal das erste Halbjahr an. Bruttogewinn 144,9 Mio., im Vorjahr 145,2. Also praktisch gleich. Das EBITDA ist trotzdem um 8,5 Mio. gestiegen (Halbjahresbericht S. 4). Das kam komplett über die Kosten, und das obwohl Warenkorb, Marketplace und ANZ im selben Zeitraum schon alle gelaufen sind.

Beim Marketplace bleibt nach Fulfilment sogar weniger pro Euro Warenwert hängen als im eigenen Handel, 12 zu 14 Prozent (Company Overview August, S. 20). Die Bruttomarge sieht dadurch besser aus, weil nur die Provision als Umsatz zählt, mehr verdient wird dadurch aber nicht.

Beim Warenkorb muss man aufpassen. Eine Bestellung in ANZ bringt im Schnitt 87 Euro, in SEA und LATAM unter 50. Wenn ANZ einen größeren Anteil hat und SEA schrumpft, steigt der Konzerndurchschnitt, auch wenn in keiner Region jemand mehr ausgibt. Nach meiner groben Rechnung macht das etwa 2 der 5,3 Prozent Anstieg aus. Dazu kommt: Die Bestellungen sind im Halbjahr um 6,6 Prozent gefallen, das NMV um 1,7. Weniger Pakete sparen zwar Logistikkosten, aber das ist ein Kosteneffekt bei sinkendem Volumen und kein Wachstum.

Für mich entscheidet sich das im zweiten Halbjahr. Für +9 Mio. im Jahr braucht es im Schnitt gute 2 Mio. Verbesserung pro Quartal, Q2-26 lag noch bei +3,1. Wenn das Tempo hält, passt es. Die Guidance lässt aber beides offen: Am unteren Ende wäre H2-26 mit 17,2 Mio. praktisch auf Vorjahr (17,1), am oberen Ende gut 7 Mio. besser.

ANZ wächst gerade mit 3 bis 4 Prozent, das sind rund 18 Mio. mehr Warenwert im Jahr. SEA verliert beim aktuellen Tempo aber etwa 22 Mio. pro Jahr (Q2-26 minus 10 Prozent auf gut 200 Mio.), LATAM ist flach bis leicht negativ. Unterm Strich schrumpft der Konzern also leicht, obwohl ANZ wächst.

Damit der Free Cashflow 2028 auf null kommt, hängt es deshalb vor allem an SEA und LATAM. Käme SEA nur auf null, wären das rund 20 Mio. im Jahr mehr als heute, das bringt mehr als das ganze ANZ-Wachstum. Bei LATAM wird es wohl eher an Brasilien hängen: Verschuldung, Wahl, Steuervorteil für die Cross-Border-Händler. Die Platform Services, also Logistik und Werbeflächen für Marken, machen heute rund 4 Prozent vom Umsatz aus, knapp 27 Mio. Selbst wenn sie das Ziel von über 5 Prozent erreichen, sind das etwa 7 Mio. mehr Umsatz und nach meiner Schätzung 3 bis 5 Mio. mehr EBITDA, verteilt über mehrere Jahre. Hilft, rettet es aber nicht.

Solange SEA zweistellig verliert, verpufft ANZ im Konzern. Das ist für mich die Zahl, auf die man bei den nächsten Quartalen schauen muss.
Antworten
Katjuscha:

Ich glaub du verstehst einen wichtigen Punkt nicht

 
28.09.26 22:11
Also zumindest habe ich den Eindruck wenn ich deinen ersten Absatz lese.

Du schreibst wieder, dass der Bruttogewinn faktisch gleichgeblieben ist, und schlussfolgerst dann daraus, dass der Anstieg des EBITDA komplett aus den Kosten gekommen sein muss. Und alles weitere was du an sich dann richtig analysierst, wird dann zum Teil aus dieser falschen Schlussfolgerung aufgebaut.

Der Punkt ist, dass bei Zalora nicht komplett das Investieren eingestellt wurde, sondern es wird in gezielte Kundenaquise so investiert, dass in stetige Kunden mit höheren Warenkorb investiert wird. Und die entsprechenden Effekte sieht man eben nicht zwingend im Bruttoergebnis (aber auch, genau wie sonstige Kosteneinsparungen), sondern oft erst im EBITDA über den Hebel der Logistik. Weil ich nicht so viel dazu schreiben will, hab ich dir das hier mal per KI in aller Kürze zusammenfassen lassen. Müsste man aber eigentlich noch etwas weiter ausholen. assets.wallstreet-online.de/_media/3361/...1005-img-8311.jpeg

…
the harder we fight the higher the wall
Antworten
Katjuscha:

Falls ich deinen Punkt, den du machen willst,

 
28.09.26 22:14
falsch verstehe (kann ja sein, dass ich nur auf dem Schlauch stehe), dann bitte nochmal verdeutlichen, sowohl du als auch andere User!
the harder we fight the higher the wall
Antworten
martin30sm:

Rückkauf 21.09. - 25.09.2026

 
29.09.26 07:41
ir.global-fashion-group.com/news-detail/...-8bf1-5bdf2c030602
Antworten
trustone:

ich habe

3
29.09.26 20:51
ich habe im Netz und mit Hilfe der KI ein interessantes Detail entdeckt,
die Grupo Toky ( online Möbelhändler )  hatte laut KI Ihre ganz ähnlichen DIFAL Forderungen an einen Dritten verkauft,
( was durchaus üblich ist, dass man Forderungen in der Firmenwelt gegen einen Abschlag weiter verkauft, vor allem wenn man das Geld schon benötigt )

die Grupo Toky bekam für die Forderungen eine Sofort Zahlung von rund 55% der Gesamtsumme,
und mittlerweile hat die Grupo Toky aufgrund weiterer Klauseln bereits 74% der Gesamtforderungen erhalten,
zumindest ein ganz gutes weiteres Indiz dass am eine ein großteil dieser 43 Mio. Euro an die Global Fashion Group zurück fließen könnte.............

von der KI berechnet:
DIFAL-Forderungen: R$ 8,049 Mio. = 100 %
Sofortzahlung durch Score Capital: R$ 4,609 Mio. = 57,3 %
Zusätzlicher Earn-out: bis ca. R$ 1,61 Mio. = 20 %
Bisher insgesamt erhalten: R$ 5,947 Mio. = 73,9 %

Bei Grupo Toky / Tok&Stok wurden DIFAL-Forderungen tatsächlich an einen Dritten, Score Capital, abgetreten.
Die Zahlen sind dabei ziemlich interessant:
- Die betreffenden DIFAL-Gerichtsguthaben hatten zum Zeitpunkt der Abtretung einen aktualisierten Wert von R$ 8,049 Mio.
- Davon wurden R$ 4,609 Mio. sofort bezahlt. Das entsprach etwa 60 % des Forderungswertes.
- Zusätzlich sah der Vertrag einen variablen Earn-out von bis zu 20 % vor, abhängig davon, wann die gerichtliche Auszahlung tatsächlich erfolgt.
- In den späteren Abschlüssen weist Grupo Toky aus, dass bis zur jeweiligen Berichtsperiode insgesamt R$ 5,947 Mio. aus dieser Transaktion eingegangen waren – also inklusive des variablen Bestandteils.


Damit hat Toky aus den R$ 8,049 Mio. Forderungen mindestens R$ 5,947 Mio. realisiert, also rund 73,9 % des damaligen Forderungswerts.
Wichtig ist aber: R$ 5,947 Mio. ist der zuletzt öffentlich ausgewiesene tatsächlich erhaltene Betrag, nicht zwingend der endgültige Endbetrag des Vertrags. Der Vertrag konnte noch eine variable Zahlung vorsehen. In den bis 30.06.2026 veröffentlichten Zahlen finde ich keinen Hinweis darauf, dass bereits der maximale Earn-out von R$ 1,61 Mio. vollständig ausgezahlt wurde.
Antworten
trustone:

eines

6
29.09.26 20:59
eines sei noch erwähnt,
ich gehe aber nicht von einem Verkauf der 43 Mio. Euro durch die GFG aus,
ganz im Gegenteil,
da die GFG aktuell sowieso mehr als  genug Netto Cash besitzt,
und das erste der 36. Verfahren vor kurzem bereits letztinstanzlich gewonnen wurde,

und die nun noch ausstehenden Forderungen von 43 Mio. Euro entsprechen aktuell 44% der GFG Marktkapitalisierung,
mal sehen falls in den kommenden Quartalen hier noch weitere der 36. Verfahren gewonnen werden könnte auch von dieser Seite etwas Euphorie aufkommen, ;- )
Antworten
Juliette:

GFG morgen auf der

5
29.09.26 21:31
NuWays European Small & Mid-Cap Conference in Paris
ir.global-fashion-group.com/financial-calendar
Antworten
trustone:

und

3
00:06
und noch ein paar positive Indizien habe ich im Netz gefunden,
wo den Unternehmen Geld durch DIFAL wieder zurück geflossen ist, oder man kurz davor steht,

im Oktober 2025 gab es dazu ein Grundsatzurteil des obersten Gerichtshofes in Brasilien,
seit 2026 nehmen die abgeschlossenen Verfahren dazu nun fahrt auf,

Mercado Libre: Neubewertung der DIFAL-Forderungen
Am 21. Oktober 2025 bewertete Mercado Libre die steuerlichen Risiken im Zusammenhang mit DIFAL in Brasilien neu.
Zuvor hatte das Unternehmen das Risiko bestimmter DIFAL-Forderungen als „probable“ (wahrscheinlich) eingestuft und deshalb rund 33 Mio. US-Dollar als Rückstellung gebildet.

Der Grund für die Neubewertung war eine Entscheidung des brasilianischen Obersten Gerichtshofs (STF) im Verfahren Theme 1266. Das Gericht stellte fest, dass DIFAL für 2022 zwar grundsätzlich geschuldet sein kann, jedoch unter bestimmten Voraussetzungen nicht für das gesamte Jahr 2022 erhoben werden darf. Dies betrifft unter anderem Unternehmen, die bis zum 29. November 2023 geklagt und die Steuer für 2022 nicht bezahlt hatten. Mercado Libre fiel nach eigenen Angaben unter diese Voraussetzungen. ( auch die Global Fashion Group fällt darunter )

Daraufhin stufte Mercado Libre das Risiko von „probable“ auf „remote“ herab und löste die entsprechende Rückstellung von etwa 33 Mio. US-Dollar wieder auf.

Bedeutung der Risikostufen
Probable (wahrscheinlich): Mercado Libre ging davon aus, dass ein finanzieller Verlust wahrscheinlich eintreten würde. Deshalb musste das Unternehmen dafür eine Rückstellung in der Bilanz bilden.

Remote (sehr unwahrscheinlich): Nach der Neubewertung hielt Mercado Libre einen finanziellen Verlust für sehr unwahrscheinlich. Deshalb war die bisherige Rückstellung nicht mehr erforderlich und konnte aufgelöst werden.

Kurz gesagt: Die Gerichtsentscheidung verbesserte die rechtliche Position von Mercado Libre in diesem DIFAL-Fall erheblich. Dadurch wurde aus einem als wahrscheinlich eingeschätzten Steuerverlust ein als sehr unwahrscheinlich eingestuftes Risiko, was zur Auflösung der 33-Mio.-US-Dollar-Rückstellung führte.
Antworten
Netfox:

@trustone

 
10:43
Interessante Infos, die unabhängig von der operativen Entwicklung und dem bekannten Cashpolster l, noch für Kursfantasie sorgen sollten. Ja, sollten - aber nicht tun. GFG läuft - zwar auf leicht erhöhtem Niveau- weiter nach dem Schema der letzten Jahre:  Erleichterungsanstieg nach Quartalszahlen und Abverkauf in den folgenden Monaten. YTD steht zwar ein Anstieg von über 50%, aber die Jahresperformance liegt bei gerade mal 28% aktuell. In keiner Weise entspricht das der operativen Entwicklung. GFG bzw Barchewitz hat weiterhin noch keine Reichweite, um Investoren von der Nachhaltigkeit der Gruppe zu überzeugen. Es gibt zwar höhere Aktienumsätze, aber auf noch immer weiter fallendem Niveau gibt es noch Abgeber.
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