Das Gigaset ME Pure ist neun Monate nach der Vorstellung endlich verfügbar und hat nun einen schweren Stand gegen die Smartphone-Konkurrenz.
Gigaset ME Pure:
Was spät kommt, darf auch teuer sein?
Mit dem Gigaset ME Pure erscheint das dritte und letzte Gerät der ersten Smartphone-Serie von Gigaset - ganze neun Monate nach der Präsentation der Geräte. Kein Wunder, dass die - mittlerweile dementierten - Gerüchte über einen Abschied des Herstellers aus dem Smartphone-Markt die Runde machten. Womit aber kann das recht teure Mittelklasse-Smartphone im Metall-Body überhaupt noch gegen die Konkurrenz aufwarten?
Gigaset ME Pure | (c) Gigaset
Fast neun Monate nach der Vorstellung und mehr als ein halbes Jahr nach dem ursprünglich anvisierten Starttermin ist das Android-Smartphone Gigaset ME Pure verfügbar. Auf der Website des durch DECT-Telefone renommierten Herstellers ist das Mittelklasse-Smartphone ab sofort zu einem Preis von 350 Euro bestellbar. Technisch hat das ME Pure aber aufgrund der Verspätung der Konkurrenz kaum mehr etwas entgegenzusetzen. Zur Auswahl steht das Gigaset ME Pure nur in einer schwarzen Ausführung mit dunkelgrauer Metall-Rückseite. Die besser ausgestatteten Gigaset-Smartphones ME und ME Pro gibt es bereits seit mehreren Monaten zu kaufen.
Unter dem handlichen 5 Zoll großen IPS-Display des ME Pure mit Full-HD-Auflösung (443 Pixel pro Zoll) arbeitet der fast zwei Jahre alte Snapdragon 615 mit einer Taktung von bis zu 1,7 GHz und 2 GB RAM. Zum Vergleich: Für 30 Euro weniger bietet Huawei mit dem Honor 7 bereits den leistungsstärkeren Kirin 935 mit 3 GB RAM und eine 20 Megapixel-Kamera. Der 32 GB große interne Speicher lässt sich über den Hybrid-Slot des Dual-SIM-fähigen ME Pure mittels microSD-Karte um bis zu 128 GB erweitern. Zu den weiteren Features des Gigaset-Smartphones gehören LTE-Unterstützung, ein Fingerabdrucksensor, WLAN ac, Bluetooth 4.1 sowie GPS und Glonass.
2,5D-Glas auf der Vorderseite | (c) Gigaset
7,8 Millimeter dünn | (c) Gigaset
Metallrückseite des Gigaset ME Pure | (c) Gigaset
Zum Fotografieren steht am Gigaset ME Pure eine 13-Megapixel-Hauptkamera mit LED-Blitz und eine 8-Megapixel-Frontkamera bereit. Der 3.000 mAh große, fest verbaute Akku wird über den USB-TYP-C-Anschluss geladen und unterstützt Quick Charge. Die Software ist mit Android-Versionsstufe 5.1.1 Lollipop ebenfalls nicht aktuell.
Gigaset ME Pro Unboxing: Neuankömmling mit Verspätung (47 Bilder)
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Diese Smartphones sind empfehlenswerter
Konkurrenzfähig ist das Gigaset ME Pure kaum. Mit dem bereits erwähnten Honor 7 bekommen Käufer neben einem schnelle Prozessor und guter Kamera im Metall-Gehäuse zum Beispiel auch noch eine Smart Key, der mit besonderen Funktion belegbar ist. Das Huawei-Smartphone kostet 320 und ist mit den regelmäßigen Rabatt-Aktionen des Herstellers schon für Preise ab 270 Euro zu haben. Ebenfalls deutlich billiger als das Gigaset ME Pure ist das mit Snapdragon 810, 2 GB RAM und Laser-Autofokus ausgestattete LG G Flex 2, das mittlerweile schon für 250 Euro zu haben ist. Ganz aktuell sind das Huawei P9 Lite und Lenovo Moto G4 Plus. Für knapp 300 Euro bekommt man hier bessere Hardware als beim ME Pure und ein aktuelles Betriebssystem.