Umbaupläne belasten Gewinn von Telefonbauer Gigaset
Freitag, 30. März 2012, 15:11 Uhr Diesen Artikel drucken[-] Text [+] München (Reuters)
- Der Telefonhersteller Gigaset erwartet für das laufende Jahr wegen des Umbaus seines Produktportfolios einen Gewinnknick.
Der Umsatz werde auf dem Niveau von 2011 bei rund 521 Millionen Euro stagnieren, teilte die einstige Siemens-Tochter am Freitag mit. Die Kosten für die Expansion und die Neuentwicklung von Produkten würden allerdings auf den Erträgen lasten, kündigte Finanzvorstand Alexander Blum an.
In fünf Jahren sollen herkömmliche Schnurlostelefone nur noch die Hälfte der Einnahmen ausmachen, sagte der neue Firmenchef Charles Fränkl. Die andere Hälfte solle aus neuer Haustechnik, Internet-Diensten und der Integration von Elementen der Google-Smartphone-Software Android kommen. "Wir werden dafür materiell Geld ausgeben, ohne unsere Bargeldreserven anzupacken", sagte Fränkl. Wie viel wollte er nicht sagen. Jüngsten Analystenschätzungen zufolge dürfte das operative Ergebnis 2012 allerdings um ein Viertel zurückgehen. An der Börse kamen die Pläne nicht gut an: Die Gigaset-Aktie verlor gut zwölf Prozent und war damit der größte Verlierer im Technologiewerteindex TecDax.
Gigaset hatte die Anleger bereits damit enttäuscht, seine Umsatzprognose wegen Akku-Problemen im Weihnachtsgeschäft verpasst zu haben. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Umsatz des europäischen Marktführers für Schnurlostelefone um neun Prozent auf 458,6 Millionen Euro. Das Konzerergebnis aus fortgeführtem Geschäft erreichte dennoch 20,5 Millionen Euro nach einem Verlust von gut sieben Millionen Euro im Vorjahr.
Offenbar rechnet Gigaset, in der die frühere Beteiligungsgesellschaft Arques aufging, auch noch 2013 mit mageren Zeiten. "Die beginnende Erschließung neuer wachstumsstarker Geschäftsfelder wird sich in Umsatz und Ergebnis ab dem Jahr 2014 deutlich positiv zeigen", hieß es. Bis dahin werde das Unternehmen Kosten sparen und seinen ausländischen Vertrieb erweitern, sagte Fränkl.
Den erst vor einem Jahr übernommenen Settop-Boxen-Hersteller SM Electronic (SME) will der seit Januar amtierende Fränkl wieder loswerden. "Wir bereiten SME zum Verkauf vor", sagte er. Seinerzeit hatte Fränkls Amtsvorgänger Maik Brockmann, der heute Vertriebsvorstand ist, den Kauf aus den Relikten der Arques unter dem Einfluss des einstigen Arques-Chefs und vorübergehenden Gigaset-Aufsichtsratschefs Peter Löw als "sehr wichtigen Schritt in der neuen Strategie unseres Unternehmens" gepriesen. Geschäftlich macht die SME keine Freude: Im abgelaufenen Jahr fuhr sie in ihrem operativen Arm einen Verlust von gut fünf Millionen Euro ein und ist hoch verschuldet.
de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE82T0AA20120330
1-2 Positive Zwischennews und dann dümpelt der Kurs vielleicht wieder bei 3 Euro rum. Q1 evtl. noch nicht aber Q2 denke ich wird positiv überraschen. Und das Jahr hat erst angefangen. Viele schreiben es ja schon ab.
14. Mai 2012
Bericht zum 1. Quartal 2012
12. Juni 2012
Ordentliche Hauptversammlung in München, Deutschland (Hier könnte es interessant werden :D )
8. August 2012
Bericht zum 2. Quartal 2012
9. November 2012
Bericht zum 3. Quartal 2012