für stille Beobachter, der folgende Artikel fast die aktuelle Lage recht gut zusammen:
ROUNDUP: Gigaset nach Konsolidierung mit Gewinn - Konkrete Gewinnprognose
11.08.2011 | 11:19
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nach dem Verkauf von Beteiligungen hat der Hersteller von Schnurlostelefonen Gigaset im zweiten Quartal unter dem Strich Geld verdient und seine Jahresziele erweitert. Neben den weiterhin aktuellen Prognosen für Umsatz und operatives Ergebnis soll nun unter dem Strich je Aktie ein Gewinn von 40 Cent herauskommen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Der Umsatz aus dem fortgeführtem Geschäft schrumpfte zwar wegen spürbar zurückhaltender Kunden in wichtigen Märkten, dank geringerer Kosten stieg aber der operative Gewinn. An der Börse legte die Aktie um 8,30 Prozent auf 2,61 Euro zu.
Das Management um Chef Maik Brockmann ist aufgrund der Zahlen zuversichtlich, im traditionell nachfragestärkeren zweiten Halbjahr auch beim Umsatz zuzulegen. "Unsere wichtigsten Hausaufgaben haben wir mit der Optimierung unserer Kostenstruktur zugunsten einer nachhaltigen Profitabilität nun erledigt", sagte Finanzvorstand Alexander Blum. Neben der Erschließung organischen Wachstums schließe die Weiterentwicklung auch Zukäufe mit Fokus aufs Kerngeschäft ein, sagte Blum
Das im zweiten Quartal erzielte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus fortzuführenden Geschäft stieg um rund 66 Prozent auf 9,0 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 100,1 Millionen Euro nach zuvor 112,5 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen inklusive des aufgegebenen Geschäfts und nach Minderheitsanteilen noch gut eine halbe Million Euro. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen rund 10 Millionen Euro Verlust verbucht.
Im ersten Halbjahr trennte sich Gigaset von den drei letzten nicht zum Kerngeschäft zählenden Beteiligungen. Daneben gab es mit der SM Electronic eine Beteiligung, die TV-Empfangstechnik und Multimediazubehör vertreibt, auch einen Zukauf. Bisher sorgte die Tochter inklusive Restrukturierungskosten mit rund 4,9 Millionen Euro noch für Verluste, mit "tiefgreifenden" Sparmaßnahmen soll sie jedoch auf Kurs gebracht werden.
Mit der Präsenz in Russland und Lateinamerika will das Unternehmen Rückgänge in entwickelten Märkten auffangen. In Europa erwarten die Münchner einen weiter wachsenden Wettbewerbsdruck. Mit der Produktion in Deutschland will das Unternehmen vorwiegend auf Qualitätsprodukte setzen.
Beim Umsatz erwartet das Unternehmen bis zum Jahresende weiter einen Wert von 540 Millionen Euro (VJ rd. 504). Das operative Ergebnis (EBITDA) soll 57 Millionen Euro betragen (VJ rd. 51).
Im vergangenen November hatten die frühere Arques und Siemens ihren Streit um die ehemalige Siemens-Tochter Gigaset beigelegt. Siemens hatte Gigaset im Oktober 2008 an Arques verkauft. Im Februar folgte dann die Neuausrichtung der früheren Beteiligungsgesellschaft Arques Industries auf Telekomzubehör und ihre Umbenennung in Gigaset. men stb wiz
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