Ich bin immer wieder verblüfft über den Fokus der Analysten.
Beispiel Kepler Cheuvreux:
https://www.ariva.de/news/...t-klckner-co-auf-hold-ziel-12-50-9708657Zitat aus obiger Quelle :
"Die Investmentbank Kepler Cheuvreux hat Klöckner & Co nach Zahlen zum zweiten Quartal von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 14,50 auf 12,50 Euro gesenkt.
Der Stahlhändler verliere an Fahrt, schrieb Analyst Rochus Brauneiser in einer am Donnerstag vorliegenden Studie.
Unter anderem angesichts steigender Betriebskosten erscheine das Risiko/Rendite-Profil der Aktien nunmehr weniger attraktiv."
Also KlöCo schafft das beste Quartal (EBITDA und Nettogewinn) seit ca. 15 Jahren und gleichzeitig das beste Halbjahresergebnis seit 15 Jahren.
Das Eigenkapital steigt innerhalb eines Jahres
von 1043 Mio. Euro (per 30.06.2020)
um 367 Mio. Euro
auf 1410 Mio. Euro (per 30.06.2021).
Das sind mal eben satte 35% und das mitten in der schlmmsten Pandemie der letzten 90 Jahre.
Ich würde sagen, da muss Klöckner wohl auch einiges richtig gemacht haben.
Und wie stark sind jetzt noch mal die Betriebskosten gestiegen?
Zusätzlich ist Klöckner von allen Stahlhändlern und Stahldistributoren digital am besten aufgestellt.
KlöCo nimmt gerade erst Fahrt auf.
Die Aktie notiert dezeit ca. 10% unter Buchwert (KBV ca. 0,9) und hat auf Basis von 5,00 Euro Gewinn pro Aktie für 2021 und einem Kurs von 12,60 Euro ein KGV von 2,52.
Falls die Stahlpreise und Umsätze jetzt nicht dramatisch einbrechen, dann ist das KBV bei gleichem Kurs von 12,60 Euro zum Jahreende vermutlich bei eher 0,8 als bei 1,0, da das Eigenkapital weiter wächst.
Oder um es ganz einfach auszudrücken, bis vor kurzem war Klöckner noch mit einem Golf 2 unterwegs, jetzt hat man umgesattelt auf einen Porsche.
D.h. bei guten Straßenverhältnissen (sprich hohen Stahlpreisen) kann und wird man deutlich mehr Fahrt aufnehmen.
Das Kursziel von Chevreux liegt bei 12,50 Euro für KlöCo, ich sehe auf Sicht von 6 bis 12 Monaten ein Kursziel von 25 Euro.
Es gibt natürlich auch Risiken, wie dramatisch sinkende Stahlpreise, monatelange härteste lockdowns und/oder Supermutanten, jedoch denke ich dass die Chancen hier sehr stark die Risiken überwiegen.
Die Personen, die im Management sind (Herr Kerkhoff, Herr Rühl und weitere machen auf mich einen sehr kompetenten und bodenständigen Eindruck).
Man sollte sich mal deren Berufsstationen anschauen, die haben schon einiges geleistet und erreicht ihn ihrer Karriere und teilweise ih Unternehmen gearbeitet, die 10 mal so groß waren wie Klöckner.