Klöckner & Co-Aktie: Ertragswende geschafft - Bankhaus Lampe rät zum Kauf - Aktienanalyse
27.02.15 16:31
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (
www.aktiencheck.de) - Klöckner & Co-Aktienanalyse von Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe:
Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co SE (ISIN:
DE000KC01000, WKN:
KC0100, Ticker-Symbol: KCO, NASDAQ OTC-Symbol: KLKNF).
Trotz des schwierigen Marktumfelds sollte Klöckner & Co. SE bei der Bilanzvorlage am 05.03.2015 die EBITDA-Prognose von 190 bis 200 Mio. Euro für 2014 erreicht hätten. Gabriel erwarte 193 Mio. Euro und eine weitere Verbesserung in 2015 auf 223 Mio. Euro (zuvor 218 Mio. Euro). Mit Blick auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung (Rendite: 2,2%) sollte die Aktie Aufholpotenzial haben (relativ vs. MDAX LTM -28%).
Der Markt helfe dem Unternehmen aktuell nicht, so dass die Ergebnisverbesserungen im Jahr 2015 wesentlich aus den internen Effizienzverbesserungen und der Digitalisierungsstrategie resultieren dürften. Denn die Stahlpreise würden sich (mit den Rohstoffpreisen) inzwischen nicht nur in Europa, sondern auch in den USA weiter auf Talfahrt befinden. Dabei sollte Klöckner im laufenden Jahr von der Stärke des US-Dollars sowie der Fokussierung auf höhermargiges Geschäft und mehr Dienstleistungen profitieren.
Während der Analyst in Europa einen akquisitionsbedingten Absatzanstieg um 4,5% auf 3,775 mt erwarte, dürfte Amerika mit 2,79 mt einen Rückgang von 1,5% verzeichnet habe. Der Grund seien Portfoliobereinigungen im Sortiment. Der Umsatz in Americas dürfte mit 2,41 Mrd. Euro um 2% gestiegen sein, während Europa nur ein leichtes Plus von 0,5% auf 4,04 Mrd. Euro erreicht haben sollte.
Das EBITDA (vor Headquarter-Kosten und Konsolidierungen) verteile sich Gabriel zufolge auf 118 Mio. Euro in Europa und 91,4 Mio. Euro in Americas.
Katalysatoren:
Mit 0,20 Euro Dividende (BHL 2015e) wäre die Aktie für langfristige Dividendeninvestoren ein Alternative, zumal das Unternehmen weiter das Ziel verfolge, die EBITDA-Marge bis 2017 auf über 5% (BHLe: 4%) zu erhöhen.
- Gabriels erwartete E BITDA-Verbesserung von rund 28 Mio. Euro ggü. Vj. Im Jahr 2015 basiere neben den neuen Pricing-Modellen der Digitalisierungsstrategie (z. B. elektronischer Datenaustausch mit Lieferanten, wie TataSteel und den neuen Webshops in D, UK, NL) sowie auf den internen Effizienzmaßnahmen, die Klöckner sogar auf bis zu 34 Mio. Euro beziffert habe. Jedoch sehe der Analyst aktuell wenig Unterstützung vom Markt, denn sowohl preis- als auch volumenseitig bleibe das Umfeld seiner Meinung nach schwierig. Zudem könnten 2015 noch Kosten für weitere Restrukturierungen des schwierigen Frankreichgeschäfts anstehen.
- Dennoch dürfte es Gabriel zufolge dank der oben genannten Effekte gelingen, den Nettogewinn im Jahr 2015 annähernd zu verdoppeln.
Basierend auf einem Drittelmix aus dem Peer-Group-Median (fairer Wert: 12,80 Euro), dem DCF-Modell (WACC: 5,9%, TV-Wachstum 1,5%, TV-EBIT-Marge: 2%; fairer Wert: 13,50 Euro), sowie einem Cashflow-Rendite-Modell, das auf Basis 2016/17 bei einer Hurdle-Rate von 7% (Cashflow-Rendite-Ziel) einen fairen Wert von 9,60 Euro ausweise, ermittelt Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, ein gerundetes Kursziel von 12 Euro und empfiehlt daher in einer aktuellen Aktienanalyse den Kauf der Klöckner & Co-Aktie. (Analyse vom 27.02.2015)