genau die richtige maßnahme.
"Russland erziele immer noch Rekorderlöse durch den Verkauf seiner fossilen Energien, sagte Lauri Myllyvirta, leitender Analyst bei CREA. "Um dagegen anzugehen, müssen die Regierungen die Importe aus Russland mit Zöllen oder Preisobergrenzen belegen und Energiesparmaßnahmen beschleunigen." Am vergangenen Freitag hatten die G7-Finanzminister sich bereits darauf geeinigt, eine solche Preisobergrenze voranzubringen. Das sei genau die richtige Maßnahme, sagte Myllyvirta. Russland hatte gedroht, im Gegenzug den Ölverkauf zu stoppen.
Myllyvirta sprach sich auch dafür aus, den Verbrauch von Öl und Gas durch den schnellen Ausbau klimafreundlicher Energieträger zu reduzieren. Den Gasverbrauch generell zu subventionieren, wie es einige europäische Regierungen nun angesichts der hohen Preise planen, nannte er aber falsch. Besser sei es, Haushalte mit niedrigem Einkommen gezielt zu unterstützen.
Russland hebelt Sanktionen teils gezielt aus
Daneben fordert CREA, die Sanktionen für den Handel mit russischem Öl konsequenter durchzusetzen. Im Juli seien mehr als 60 Prozent der Schiffe, die Öl aus Russland transportierten, im Besitz europäischer Unternehmen gewesen. Zudem seien fast drei Viertel der Transporte von Firmen aus dem Vereinigten Königreich und Norwegen versichert. Wenn die EU ihre Schiffe und Häfen nicht mehr für den Ölhandel zwischen Russland und Drittländern freigebe und Großbritannien das Versichern untersage, gebe es kaum noch Wege, die Sanktionen oder eine etwaige Preisobergrenze für Öl aus Russland zu umgehen."
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