bei seltenen Erden (Russland Öl und Gas).
Was will die EU denn bitte machen? Vor allem wenn China die EU und die USA Sanktionen auferlegt, wenn die Russland keine Garantie geben werden?
Kaum eigene Ressourcen
Da die EU kaum über eigene Energieressourcen verfügt, importiert sie 87 Prozent des Öls und 74 Prozent des Erdgases, das sie verbraucht. Das bedeutet aber auch, dass jede Abkehr Europas von fossilen Brennstoffen jenseits seiner Grenzen zu spüren sein wird, insbesondere in Russland. Von Moskaus Exporten fossiler Brennstoffe war fast die Hälfte für die EU bestimmt. Zugleich importiert die EU 48 Prozent ihres Erdgasbedarfs aus Russland. Man kann also sagen, dass die Energiesicherheit der EU von Russland abhängt.
Aber der Grüne Deal wird die Risiken für die Energiesicherheit Europas nicht beseitigen. Im Gegenteil, er wird nur die ausländischen Mächte verändern, von denen die EU abhängig ist. Die Kohlenstoffneutralität Europas kann nur durch die breite Einführung grüner Technologien wie Lithium-Ionen-Batterien, Brennstoffzellen, Windturbinen, Fahrmotoren und Photovoltaik erreicht werden. Fahrmotoren und Lithium-Ionen-Batterien sind zum Beispiel für die Herstellung von Elektrofahrzeugen unerlässlich. Brennstoffzellen werden eingesetzt, um Wasserstoff ohne Verbrennung in Strom umzuwandeln. Und die Photovoltaik wandelt Sonnenenergie in Elektrizität um und wird zusammen mit der Windenergie einen entscheidenden Beitrag zur Kohlenstoffneutralität leisten.
Die Herstellung dieser Technologien erfordert wichtige Rohstoffe wie Lithium, Graphit, Kobalt, Titan und Seltene Erden wie Dysprosium, Neodym und Praseodym. Europas Industrie und Wirtschaft sind jedoch bei der Versorgung mit diesen Rohstoffen auf den Weltmarkt, insbesondere auf China, angewiesen. Tatsächlich stammen mindestens 98 Prozent der europäischen Versorgung mit Seltenen Erden aus China. China produziert derzeit 80 Prozent des weltweiten Angebots an Neodym und 99 Prozent des gesamten Dysprosiums, es verfügt noch dazu über die größten Reserven und ist der führende Produzent von Praseodym. Alle drei Elemente sind für die Herstellung von Windturbinengeneratoren und Traktionsmotoren unerlässlich.
China dominiert die Lieferkette
Darüber hinaus ist China der größte Hersteller von Lithium-Ionen-Zellen mit einem Anteil von 66 Prozent an der weltweiten Produktion und beherbergt 45 Prozent der weltweiten Lithiumraffinerien. China hat auch den größten Anteil (20 Prozent) an den für die Brennstoffzellentechnologie benötigten Rohstoffen. Außerdem werden in Peking zwischen 85 und 90 Prozent der weltweiten Neodym-Eisen-Bor-Magnete hergestellt, die in Elektromotoren verwendet werden. Schließlich dominiert China die Lieferkette für die Herstellung von Photovoltaik: 2019 waren beispielsweise acht der zehn größten Unternehmen im Bereich der Herstellung kristalliner Siliziumzellen chinesisch.
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