Der deutsche Partner Nord Stream 2 distanziert sich verspätet
19. März 2020, 08:00 Uhr
ALARM
Foto: Nord Stream 2
Gasleitung. Fig. Nord Stream 2
Deutscher Wintershall Dea sagte, er habe bereits rund 75 Prozent der Finanzierung der umstrittenen Nord Stream 2-Gaspipeline bereitgestellt, die auf 950 Millionen Euro geschätzt wird. Er weiß nicht, wann der Bau enden wird.
Wintershall DEA ist einer von fünf Finanzpartnern der Nord Stream 2 AG, dem Unternehmen von Gazprom, das für den Bau der umstrittenen Gaspipeline von Russland nach Deutschland verantwortlich ist. Die Bauarbeiten verzögern sich um mindestens ein Jahr und werden voraussichtlich Ende 2020 oder im ersten Quartal 2021 abgeschlossen sein.
Wintershall DEA berichtet, dass es bereits 75 Prozent des Darlehens im Wert von 950 Millionen Euro übertragen hat. Er und die anderen Finanzpartner des Projekts aus dem Westen (ENGIE, OMV, E.on / Uniper, Shell) sind nicht durch den Widerstand des Amtes für Wettbewerb und Verbraucherschutz in Polen in die Beteiligung der Nord Stream 2 AG eingetreten, sondern haben sich Geld für den Bau geliehen. UOKiK untersucht, ob dies ein weiterer Verstoß gegen das Kartellrecht ist.
Wintershall DEA lehnte es ab, sich zum Fertigstellungstermin von Nord Stream 2 zu äußern. - Da wir nur ein Finanzinvestor in das Projekt sind, können wir die Frage zum Bauplan nicht beantworten. Dies sollte von Kollegen der Nord Stream 2 AG, dem Projektbetreiber, durchgeführt werden.
TASS / Wojciech Jakóbik