Dem Dax winkt Entspannung
4. Juli 2002
US-Vorgaben sollten dem deutschen Aktienmarkt helfen
Der überraschende Sprung ins Plus, den die US-Börse am Mittwoch vollzog, sollte nach Ansicht von Händlern auch den deutschen Aktien am Donnerstag dabei helfen, ihre jüngste Schwächephase zu unterbrechen. Allerdings dürften die Vorgaben aus den USA auch nicht überbewertet werden, da man erst nach dem heutigen Feiertag sicher sein könne, wie es weitergehen werde. Auf Grund des Feiertags „Independence Day“ in den USA bleiben am Donnerstag Börsen, Banken und Behörden bekanntlich geschlossen. Die mit diesem Datum verbundene Angst vor neuen Terroranschlägen könnte zu Zurückhaltung unter den Anlegern führen, heißt es. Sollten jedoch neue Anschläge ausbleiben, berge dies nach den zuletzt herben Verlusten die Chance auf eine Kurserholung. Allerdings könne auch dann von einem Ende des Bärenmarktes noch lange nicht die Rede sein, so das Urteil von Marktbeobachtern.
Rentenmarkt vor Konsolidierung
Sollte sich am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag eine kleine Kurserholung einstellen, dann dürfte sich nach Einschätzung von Experten am Donnerstag die Konsolidierung am Rentenmarkt fortsetzen. Schon am Mittwoch war der Markt nach den zuvor verbuchten Gewinnen auf Korrekturkurs eingeschwenkt, was dem Bund-Future ein Minus von 26 Basispunkten auf 107,53 Prozent einbrachte. Von der Sitzung der Europäischen Notenbank am Berichtstag gingen keine Impulse aus, da man nicht mit einem Zinsschritt rechne, so das Urteil.
Dollar weiter befestigt
Etwas leichter zeigt sich der Euro am Donnerstag im asiatischen Handel. Gegen 7.25 Uhr kostet ein Euro 0,9758 Dollar verglichen mit 0,9799 Dollar am späten Mittwochnachmittag in New York. Gegenüber dem Yen steht der Dollar aktuell bei 120,29 Yen, nachdem er im US-Handel am Vortag bei 119,92 Yen notiert hatte. Gestützt werde der Dollar von der Angst vor neuen Interventionen von Seiten der japanischen Notenbank. Sorgen bereite aber auch die Befürchtung, die kommenden Konjunkturdaten in Europa könnten schwächer als die in den USA ausfallen. Vor diesem Hintergrund sei zunächst mit einer anhaltenden Konsolidierung des Euro zu rechnen.
Börse in Japan weiter mit eigenwilliger Dynamik
Wie schon in den vergangenen Tagen führt die japanische Börse auch am Donnerstag ein von den Vorgaben der Wall Street abgekoppeltes Eigenleben. Trotz der eigentlich kursbeflügelnden Aufschläge am US-Aktienmarkt kommt es nämlich zu Verlusten. Der Nikkei-225-Index verliert gegen 7.25 Uhr 1,5 Prozent auf 10.650 Yen. Mit dem Topix-Index geht es um Prozent auf Zählern nach unten. Besonders bei den Technologieaktien und den Titeln von exportorientierten Unternehmen komme es zu Gewinnmitnahmen, berichten Händler. Kursgewinne bei einigen Bankentiteln würden dagegen die Indizes unterstützen. Für den restlichen Handelsverlauf werde mit keinen deutlichen Kursbewegungen mehr gerechnet, da sich die Anleger wegen des Feiertages in den USA zurückhielten.
Aktien Hongkong am Mittag fester
Fester präsentiert sich die Börse in Hongkong am Donnerstagmittag (Ortszeit), nachdem zahlreiche Investoren ihre Short-Positionen geschlossen haben. Der Hang-Seng-Index gewinnt in der ersten Sitzungshälfte 1,0 Prozent auf 10.688 Punkte. Die Short-Eindeckungen seien durch die positive Entwicklung an Wall Street am Vortag ausgelöst worden, sagen Händler. Auch die erfolgreich verlaufenden Verkäufe des Tracker-Fonds seien ermutigend. Das Volumen steige, da einige Anleger auf eine kurzfristige Bodenbildung an den US-Börsen spekulierten. Ein starker Widerstand liege bei 10.800 Zählern.
Nachbörsliche US-Aktienkurse etwas höher
Worldcom legten am Mittwoch nachbörslich um weitere 4,5 Prozent auf 0,23 Dollar zu, nachdem sie im regulären Handel bereits 120 Prozent gewonnen hatten. Zuvor hatte IDT ein Gebot von fünf Milliarden Dollar für zwei Sparten von Worldcom abgegeben. Manugistics Group verbilligten sich nachbörslich um 0,2 Prozent auf 4,81 Dollar, nachdem sie im regulären Handel bereits um 15,4 Prozent abgegeben hatten. A.G. Edward hatte das Rating auf “sell“ von “hold“ gesenkt. Als Grund wurden Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Unternehmens genannt, wenn die Ausgaben für Informationstechnologieprodukte wieder steigen.
Curon Medical fielen um 20 Prozent auf 2,50 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen die Prognosen für das zweite Quartal gesenkt. Auch bei Braun Consulting führten gesenkte Erwartungen für das zweite Quartal zu Abschlägen. Die Papiere reduzierten sich um elf Prozent auf 2,81 Dollar, nachdem das Unternehmen nun einen Verlust von 3,5 Millionen Dollar statt wie bisher von 3,0 Millionen Dollar erwartet. Der Nasdaq 100 After Hours Indicator notierte mit plus 0,26 Prozent bei 998,30 Punkten etwas höher.
US-Börsen schaffen es gerade noch ins Plus
Bei ruhigem Vorfeiertagshandel hat es die Wall Street in der Schlussphase des Geschäfts doch noch ins Plus geschafft. Die Trendwende in den letzten Minuten des Handels wurde von Technologiewerten angeführt. Damit dürften aber die Sorgen über niedrige Unternehmensgewinne, verhaltenes Wirtschaftswachstum und fragwürdige Bilanzpraktiken noch lange nicht beseitigt sein. Die Anleger warteten nur auf den nächsten großen Bilanzskandal, heißt es. Für Verunsicherung sorgten auch Befürchtungen vor möglichen Anschlägen in den USA am verlängerten Wochenende nach dem Unabhängigkeitstag am Donnerstag.
Der Dow Jones gewann 0,52 Prozent auf 9.054,97 Punkte. Die Nasdaq legte 1,64 Prozent auf 1.380,10 Punkte zu. Am Dienstag war sie noch auf den tiefsten Stand seit rund fünf Jahren gefallen. Der Standard & Poor's 500-Index legte 0,62 Prozent auf 953,98 Zähler zu. Die im Tagesverlauf veröffentlichten Konjunkturdaten boten kein einheitliches Bild trugen somit zu einer wahren Achterbahnfahrt der Kurse nach der freundlichen Markteröffnung bei. „Die Wirtschaft erholt sich definitiv, aber sie beschleunigt sich nicht", sagte Charles Payne vom Haus Wall Street Strategies.
Zur anfänglich weiter pessimistischen Stimmung trug der Chip-Hersteller AMD bei, dessen Aktien um 9,66 Prozent Prozent auf 7,95 Dollar absackten. AMD hatte zuvor zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen seine Umsatzprognose für das zweite Quartal reduziert. Mehr als 13 Prozent schwächer notierten die Anteilsscheine des Softwareunternehmens i2 Technologies mit 1,31 Dollar. i2 hatte am Dienstagabend von einem deutlich höheren Netto-Verlust gesprochen. Zudem werde der Umsatz im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Auch Biotech-Aktien fielen erneut zurück. Genentech beispielsweise verlor 5,48 Prozent auf 28,32 Dollar. Deutliche Einbußen habe auch General Electric hinnehmen müssen, weil die Investoren nach den Bilanzskandalen der jüngsten Vergangenheit misstraurisch seien, hieß es im Handel. Das Papier ging mit einem Minus von 2,28 Prozent mit 27,46 Dollar aus dem Handel.
Insgesamt dürfte der Handel vor dem Independence-Day kaum große Bedeutung haben. Immerhin hat der Rentenmarkt schon vorzeitig geschlossen und auch viele Aktienhändler dürften ihre Bücher vorzeitig zugemacht haben. Am Donnerstag bleiben die US-Finanzmärkte wegen des Feiertages geschlossen. Am Freitag endet der Handel an den US-Börsen vorzeitig.
US-Anleihen schließen knapp behauptet
Knapp behauptet haben sich die Kurse der US-Anleihen am Mittwoch zum Ende einer verkürzten Sitzung gezeigt. Zehnjährige Papiere mit einer Zinsausstattung von 4,875 Prozent sanken um 3/32 auf 100-31/32. Die Rendite stieg von 4,72 auf 4,75 Prozent. Der 30-jährige Longbond mit einem Kupon von 5,375 Prozent stieg um 3/32 auf 98-31/32. Die Rendite lag bei 5,45 Prozent, nach 5,44 Prozent auf Dienstag. Wegen des Feiertags “Independence Day“ am Donnerstag schloss der Anleihemarkt schon um 20.00 Uhr MESZ. Das Interesse der Anleger sei daher gering gewesen. Viele nutzten die Feiertagswoche zu einem Urlaub, hieß es. Am Donnerstag bleiben die Märkte geschlossen. Am Freitag endet der Handel um 20.00 Uhr MESZ.
Der unerwartet starke Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe belastete den Anleihemarkt zunächst. Die anfangs freundliche Tendenz an den Aktienmärkten verstärkte den Druck. Als der um 16.00 Uhr MESZ veröffentlichte Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe in den USA überraschend schlecht ausfiel, drehten die Aktienkurse ins Minus. Der Anleihemarkt erholte sich. Der Index erreichte im Juni einen Stand von 57,2. Volkswirte hatten im Schnitt einen Wert von 58,4 erwartet.
Neben den schwachen Aktienmärkten habe auch die Angst vor möglichen Terroranschlägen am „Independence Day“ den Anleihemarkt gestützt. Die Marktteilnehmer hätten es aber vermieden, Short-Positionen in Anleihen aufzubauen. Sollte es tatsächlich zu Anschlägen kommen, werde eine Massenflucht in den Anleihemarkt die Folge sein, prognostizieren Händler.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
Den Frühaufsteher können Sie auch als kostenlosen Newsletter bestellen. Klicken Sie hierzu auf „Meine Daten“ in der Kopfzeile.
Text: @JüB
4. Juli 2002
US-Vorgaben sollten dem deutschen Aktienmarkt helfen
Der überraschende Sprung ins Plus, den die US-Börse am Mittwoch vollzog, sollte nach Ansicht von Händlern auch den deutschen Aktien am Donnerstag dabei helfen, ihre jüngste Schwächephase zu unterbrechen. Allerdings dürften die Vorgaben aus den USA auch nicht überbewertet werden, da man erst nach dem heutigen Feiertag sicher sein könne, wie es weitergehen werde. Auf Grund des Feiertags „Independence Day“ in den USA bleiben am Donnerstag Börsen, Banken und Behörden bekanntlich geschlossen. Die mit diesem Datum verbundene Angst vor neuen Terroranschlägen könnte zu Zurückhaltung unter den Anlegern führen, heißt es. Sollten jedoch neue Anschläge ausbleiben, berge dies nach den zuletzt herben Verlusten die Chance auf eine Kurserholung. Allerdings könne auch dann von einem Ende des Bärenmarktes noch lange nicht die Rede sein, so das Urteil von Marktbeobachtern.
Rentenmarkt vor Konsolidierung
Sollte sich am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag eine kleine Kurserholung einstellen, dann dürfte sich nach Einschätzung von Experten am Donnerstag die Konsolidierung am Rentenmarkt fortsetzen. Schon am Mittwoch war der Markt nach den zuvor verbuchten Gewinnen auf Korrekturkurs eingeschwenkt, was dem Bund-Future ein Minus von 26 Basispunkten auf 107,53 Prozent einbrachte. Von der Sitzung der Europäischen Notenbank am Berichtstag gingen keine Impulse aus, da man nicht mit einem Zinsschritt rechne, so das Urteil.
Dollar weiter befestigt
Etwas leichter zeigt sich der Euro am Donnerstag im asiatischen Handel. Gegen 7.25 Uhr kostet ein Euro 0,9758 Dollar verglichen mit 0,9799 Dollar am späten Mittwochnachmittag in New York. Gegenüber dem Yen steht der Dollar aktuell bei 120,29 Yen, nachdem er im US-Handel am Vortag bei 119,92 Yen notiert hatte. Gestützt werde der Dollar von der Angst vor neuen Interventionen von Seiten der japanischen Notenbank. Sorgen bereite aber auch die Befürchtung, die kommenden Konjunkturdaten in Europa könnten schwächer als die in den USA ausfallen. Vor diesem Hintergrund sei zunächst mit einer anhaltenden Konsolidierung des Euro zu rechnen.
Börse in Japan weiter mit eigenwilliger Dynamik
Wie schon in den vergangenen Tagen führt die japanische Börse auch am Donnerstag ein von den Vorgaben der Wall Street abgekoppeltes Eigenleben. Trotz der eigentlich kursbeflügelnden Aufschläge am US-Aktienmarkt kommt es nämlich zu Verlusten. Der Nikkei-225-Index verliert gegen 7.25 Uhr 1,5 Prozent auf 10.650 Yen. Mit dem Topix-Index geht es um Prozent auf Zählern nach unten. Besonders bei den Technologieaktien und den Titeln von exportorientierten Unternehmen komme es zu Gewinnmitnahmen, berichten Händler. Kursgewinne bei einigen Bankentiteln würden dagegen die Indizes unterstützen. Für den restlichen Handelsverlauf werde mit keinen deutlichen Kursbewegungen mehr gerechnet, da sich die Anleger wegen des Feiertages in den USA zurückhielten.
Aktien Hongkong am Mittag fester
Fester präsentiert sich die Börse in Hongkong am Donnerstagmittag (Ortszeit), nachdem zahlreiche Investoren ihre Short-Positionen geschlossen haben. Der Hang-Seng-Index gewinnt in der ersten Sitzungshälfte 1,0 Prozent auf 10.688 Punkte. Die Short-Eindeckungen seien durch die positive Entwicklung an Wall Street am Vortag ausgelöst worden, sagen Händler. Auch die erfolgreich verlaufenden Verkäufe des Tracker-Fonds seien ermutigend. Das Volumen steige, da einige Anleger auf eine kurzfristige Bodenbildung an den US-Börsen spekulierten. Ein starker Widerstand liege bei 10.800 Zählern.
Nachbörsliche US-Aktienkurse etwas höher
Worldcom legten am Mittwoch nachbörslich um weitere 4,5 Prozent auf 0,23 Dollar zu, nachdem sie im regulären Handel bereits 120 Prozent gewonnen hatten. Zuvor hatte IDT ein Gebot von fünf Milliarden Dollar für zwei Sparten von Worldcom abgegeben. Manugistics Group verbilligten sich nachbörslich um 0,2 Prozent auf 4,81 Dollar, nachdem sie im regulären Handel bereits um 15,4 Prozent abgegeben hatten. A.G. Edward hatte das Rating auf “sell“ von “hold“ gesenkt. Als Grund wurden Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Unternehmens genannt, wenn die Ausgaben für Informationstechnologieprodukte wieder steigen.
Curon Medical fielen um 20 Prozent auf 2,50 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen die Prognosen für das zweite Quartal gesenkt. Auch bei Braun Consulting führten gesenkte Erwartungen für das zweite Quartal zu Abschlägen. Die Papiere reduzierten sich um elf Prozent auf 2,81 Dollar, nachdem das Unternehmen nun einen Verlust von 3,5 Millionen Dollar statt wie bisher von 3,0 Millionen Dollar erwartet. Der Nasdaq 100 After Hours Indicator notierte mit plus 0,26 Prozent bei 998,30 Punkten etwas höher.
US-Börsen schaffen es gerade noch ins Plus
Bei ruhigem Vorfeiertagshandel hat es die Wall Street in der Schlussphase des Geschäfts doch noch ins Plus geschafft. Die Trendwende in den letzten Minuten des Handels wurde von Technologiewerten angeführt. Damit dürften aber die Sorgen über niedrige Unternehmensgewinne, verhaltenes Wirtschaftswachstum und fragwürdige Bilanzpraktiken noch lange nicht beseitigt sein. Die Anleger warteten nur auf den nächsten großen Bilanzskandal, heißt es. Für Verunsicherung sorgten auch Befürchtungen vor möglichen Anschlägen in den USA am verlängerten Wochenende nach dem Unabhängigkeitstag am Donnerstag.
Der Dow Jones gewann 0,52 Prozent auf 9.054,97 Punkte. Die Nasdaq legte 1,64 Prozent auf 1.380,10 Punkte zu. Am Dienstag war sie noch auf den tiefsten Stand seit rund fünf Jahren gefallen. Der Standard & Poor's 500-Index legte 0,62 Prozent auf 953,98 Zähler zu. Die im Tagesverlauf veröffentlichten Konjunkturdaten boten kein einheitliches Bild trugen somit zu einer wahren Achterbahnfahrt der Kurse nach der freundlichen Markteröffnung bei. „Die Wirtschaft erholt sich definitiv, aber sie beschleunigt sich nicht", sagte Charles Payne vom Haus Wall Street Strategies.
Zur anfänglich weiter pessimistischen Stimmung trug der Chip-Hersteller AMD bei, dessen Aktien um 9,66 Prozent Prozent auf 7,95 Dollar absackten. AMD hatte zuvor zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen seine Umsatzprognose für das zweite Quartal reduziert. Mehr als 13 Prozent schwächer notierten die Anteilsscheine des Softwareunternehmens i2 Technologies mit 1,31 Dollar. i2 hatte am Dienstagabend von einem deutlich höheren Netto-Verlust gesprochen. Zudem werde der Umsatz im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Auch Biotech-Aktien fielen erneut zurück. Genentech beispielsweise verlor 5,48 Prozent auf 28,32 Dollar. Deutliche Einbußen habe auch General Electric hinnehmen müssen, weil die Investoren nach den Bilanzskandalen der jüngsten Vergangenheit misstraurisch seien, hieß es im Handel. Das Papier ging mit einem Minus von 2,28 Prozent mit 27,46 Dollar aus dem Handel.
Insgesamt dürfte der Handel vor dem Independence-Day kaum große Bedeutung haben. Immerhin hat der Rentenmarkt schon vorzeitig geschlossen und auch viele Aktienhändler dürften ihre Bücher vorzeitig zugemacht haben. Am Donnerstag bleiben die US-Finanzmärkte wegen des Feiertages geschlossen. Am Freitag endet der Handel an den US-Börsen vorzeitig.
US-Anleihen schließen knapp behauptet
Knapp behauptet haben sich die Kurse der US-Anleihen am Mittwoch zum Ende einer verkürzten Sitzung gezeigt. Zehnjährige Papiere mit einer Zinsausstattung von 4,875 Prozent sanken um 3/32 auf 100-31/32. Die Rendite stieg von 4,72 auf 4,75 Prozent. Der 30-jährige Longbond mit einem Kupon von 5,375 Prozent stieg um 3/32 auf 98-31/32. Die Rendite lag bei 5,45 Prozent, nach 5,44 Prozent auf Dienstag. Wegen des Feiertags “Independence Day“ am Donnerstag schloss der Anleihemarkt schon um 20.00 Uhr MESZ. Das Interesse der Anleger sei daher gering gewesen. Viele nutzten die Feiertagswoche zu einem Urlaub, hieß es. Am Donnerstag bleiben die Märkte geschlossen. Am Freitag endet der Handel um 20.00 Uhr MESZ.
Der unerwartet starke Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe belastete den Anleihemarkt zunächst. Die anfangs freundliche Tendenz an den Aktienmärkten verstärkte den Druck. Als der um 16.00 Uhr MESZ veröffentlichte Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe in den USA überraschend schlecht ausfiel, drehten die Aktienkurse ins Minus. Der Anleihemarkt erholte sich. Der Index erreichte im Juni einen Stand von 57,2. Volkswirte hatten im Schnitt einen Wert von 58,4 erwartet.
Neben den schwachen Aktienmärkten habe auch die Angst vor möglichen Terroranschlägen am „Independence Day“ den Anleihemarkt gestützt. Die Marktteilnehmer hätten es aber vermieden, Short-Positionen in Anleihen aufzubauen. Sollte es tatsächlich zu Anschlägen kommen, werde eine Massenflucht in den Anleihemarkt die Folge sein, prognostizieren Händler.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
Den Frühaufsteher können Sie auch als kostenlosen Newsletter bestellen. Klicken Sie hierzu auf „Meine Daten“ in der Kopfzeile.
Text: @JüB