FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse


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das Zentrum d.:

FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse

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13.12.01 07:53
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Geringe Impulse für die Börsen


13. Dez. 2001 Wenig Impulse am deutschen Aktienmarkt

Nach den wenig inspirierenden Vorgaben aus den USA dürften die europäischen Märkte relativ richtungslos tendieren. Banken könnten von den Neuigkeiten um die Kirchgruppe profitieren und sich leicht von den Kursverlusten vom Mittwoch leicht erholen.

Bund-Future freundlich erwartet

Die Fantasie für starke Kursgewinne scheint zumidest kurzfristig die Börsen verlassen zu haben. Vor diesem Hintergrund könnten die Rentemärkte weiter leicht freundlich tendieren. Marktteilnehmer könnten die drastischen Kursverluste der vergangenen Tage als übertrieben betrachten und wieder Papiere kaufen.

Euro in Asien gut behauptet

Gut behauptet zeigt sich der Euro am Donnerstag im Tokioter  Handel. Um 6.50 Uhr MEZ kostet ein Euro 0,8986 Dollar nach 0,8980 Dollar am Vorabend in New York. Zum Yen notiert der US-Dollar mit 126,13 Yen nach  125,94 Yen im späten New Yorker Handel am Mittwoch. Gerüchte, dass die amerikanische Administration einer weiteren Abschwächung des Yen zustimmt, könnte die japanische Währung weiter unter Druck setzen. Längerfristig könnte die dadurch stimulierte Exportwirtschaft Japan aus der Krise führen.

Aktien in Tokio schließen sehr schwach

Sehr schwach sind die Aktienkurse am Donnerstag in Tokio aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225-Index verlor 3,4 Prozent auf 10.433,45 Yen. Der Topix-Index fiel um 2,2 Prozent auf 1.013,17 Yen. Vor allem die Banken standen unter Druck unter der Befürchtung, dass eine weiter schrumpfende Wirtschaft zu mehr Unternehmensinsolvenzen führen wird. Mizuho fiel um 4,6 Prozent auf 252.000 Yen und überkompensierte damit den Kursanstieg vom Mittwoch um 3,1 Prozent. Mitsubishi Tokyo Financial fiel um 3,4 Prozent und Sumitomo Mitsui Banking gaben 6,5 Prozent nach. Aber auch die Chipwerte gaben nach.

Aktien Hongkong am Mittag schwach

Schwach tendieren die Aktienkurse am Donnerstagmittag (Ortszeit) in Hongkong. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte verliert der Hang-Seng-Index (HSI) 1,4 Prozent auf 11.677,22. HSBC und China Mobile seien für die Verluste verantwortlich, sagen Händler. Die Anleger flüchteten in sichere Häfen wie den Versorgungssektor, heißt es. Der Markt werde seine Konsolidierung fortsetzen und sich bis zu den Weihnachtsfeiertagen in einer Spanne zwischen 11.500 bis 12.000 Zählern bewegen, prognostiziert ein Marktteilnehmer.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss

Nachbörslich stiegen die Aktien von HotJobs um 62 Prozent von 6,47 Dollar auf 10,5 Dollar. Bei der Kursbewegung dürfte es sich um einen Bieterwettstreit zwischen TMP Worldwide und Yahoo handeln, die beide das Online-Unternehmen übernehmen wollen. Yahoo hat mit 10,5 Dollar je Aktie - halb in Bar und halb in Aktien - ein früheres Angebot von TMP Worldwide überboten. Stark gestiegen sind auch die Papiere von Verity, nämlich von 17,87 Dollar auf 20,5 Dollar. Dort ist der Verlust im zweiten Quartal des Geschäftsjahres geringer ausgefallen als befürchtet. Von 34,4 Dollar auf 37,3 Dollar sind die Aktien von Vector Tobacco gestiegen. Der Zigarettenhersteller konnte Tests vorlegen, nach denen eine neu entwickelte Zigarette weniger krebserzeugend sein soll als vergleichbare Produkte.

Dagegen verloren die Aktien von Macromedia 26 Prozent auf 20 Dollar nach der Mitteilung, es dauere länger als erwartet, bis die Gewinnzone erreicht wird. Die Papiere von Macrovision fielen von 37,8 Dollar auf 30,83. Das Unternehmen kündigte einen Abbau von Arbeitsplätzen in Höhe von zehn Prozent an und gab neue - positive -  Ergebnisprognosen für das vierte Quartal und das Jahr 2002 ab.

Wall Street schließt gut behauptet - Nasdaq etwas fester

Mit gut behaupteten Kursen sind die Standardwerte an der Wall Street am Mittwoch aus der Sitzung gegangen. Die Technologietitel an der Nasdaq gingen nach einer kleinen Schlussrally noch etwas deutlicher im Plus aus dem Handel. Der Dow Jones stieg um 0,1 Prozent auf  9.894,81 Punkte. Die Nasdaq kletterte um 0,5 Prozent auf 2.011,39 Stellen.

Zuversichtlichere Gewinnaussichten aus dem Bereich Konsumprodukte und Bauunternehmen hätten am Markt im Verlauf doch noch ein wenig die Oberhand bekommen und nach einer kleinen Schlussrally die beiden wichtigsten Indizes ins Plus getragen, hieß es. Procter & Gamble kletterten um 4,2 Prozent auf das 52-Wochen-Hoch von 79,95 Dollar, nachdem der Konzern seine Gewinnprognosen für das zweite Quartal angehoben und die Erwartungen für 2002 bestätigt hatte.

Der Bausektor profitierte von den Quartalszahlen von Toll Brothers, die die Markterwartungen weit übertroffen hatten. Toll Brothers haussierten um 6,9 Prozent auf 42,16 Dollar. Im Nachgang folgten Centex mt einem Aufschlag von 7,9 Prozent auf 54,60 und Ryland Group um 5,2 Prozent auf glatt 67 Dollar.

Im Verlauf hatten noch die negativen Nachrichten von Merck am Vorabend und von American Express die Börse belastet. Merck reduzierten sich nach der Gewinnwarnung und dem Neun-Prozent-Absturz vom Dienstag nochmals um 3,6 Prozent auf das 52-Wochen-Tief von 58,52 Dollar. Bristol-Myers Squibb verbilligten sich um 6,1 Prozent auf 50,45 Dollar und Schering-Plough um 4,6 Prozent auf 36,86 Dollar. Im Finanzsektor gaben American Express den Ton an und büßten 2,5 Prozent auf 33,42 Dollar ein, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal zu verfehlen.

An der Nasdaq stachen Check Point Software mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 43,02 Dollar hervor. Nokia will die seit vier Jahren bestehende strategische Allianz mit Check Point ausdehnen. Augenblicklich erzielt Check Point bereits 15 Prozent seines Umsatzes mit Nokia. EchoStar gewannen nach einer überschwänglichen Empfehlung von Merrill Lynch 2,5 Prozent auf 26,60 Dollar. Die Aktien von Ciena standen hingegen im Vorfeld der Quartalszahlen unter Druck und sanken um 5,1 Prozent auf 17,97 Dollar. Analysten verwiesen darauf, dass inzwischen allgemein erwartet werde, dass der Hersteller optischer Netzwerktechnologie am Donnerstag seine Planung für 2002 senke.

US-Anleihen schließen fester

Mit festeren Notierungen haben die US-Anleihen am Mittwoch im späten Geschäft in New York notiert. Zehnjährige Papiere mit einer Zinsausstattung von fünf Prozent gewannen 16/32 auf 100-3/32. Die Rendite fiel damit auf 4,983 Prozent ( Vortag: 5,069 Prozent). Der Longbond mit einem Kupon von 5-3/8 Prozent stieg um 1-2/32 auf 98-22/32 und rentierte mit 5,463 Prozent (5,551 Prozent).  Tagesgeld ging mit 1-13/16 Prozent um. Händler begründeten die Aufschläge bei den Treasurys aller Laufzeiten mit den anhaltend positiven Nachwirkungen der Zinssenkung der Federal Reserve am Vortag.

Auch die Gewinnwarnungen von Merck und American Express habe die Anleihen beflügelt, weil es die insgesamt noch düstere Gewinnsituation der Unternehmen wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt habe, hieß es. Die lange Zeit schwachen Aktienmärkte hatten zunächst auch ihr übriges für die positive Stimmung getan. Im späten Handel wurden einige Gewinne am Anleihemarkt mit dem Anstieg der Börsenindizes aber wieder abgegeben

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Medienschau


13. Dez. 2001
Unternehmensnachrichten

Kamps stellt Finanzierungspaket vor

Kamps hat ein umfassendes Finanzierungspaket von verbindlich zugesagten Fremdmitteln in Höhe von 700 Millionen Euro geschnürt. Hiermit ist der geplante Finanzierungsbedarf der Kamps AG abgedeckt. Durch dieses Vorgehen erreicht die Gesellschaft  hohe finanzielle Flexibilität und eine stabile Basis für ihre langfristige und international orientierte Strategie. Das Finanzierungspaket wird sowohl zur Finanzierung eines  Rückkaufangebots für die derzeitig ausstehende Wandelanleihe der  Kamps AG als auch zur Refinanzierung von bestehenden Bankverbindlichkeiten genutzt und erhöht deshalb die ausstehenden Anleihe- und Bankverbindlichkeiten nicht. Zudem hat Kamps durch die  verbindlich zugesagten Mittel bereits heute die Finanzierung der Übernahme der restlichen Anteile an Harry's, dem wachstumsstarken  französischen Markenartikler für Backwaren, im Jahr 2003 sichergestellt (Ad-hoc)

Liberty Media will Kirch Gruppe unterstützen

Liberty Media hat mit der Kirch Gruppe über Wege gesprochen, das verschuldete Unternehmen bei der Erfüllung von Kreditverpfichtungen zu unterstützen. Die Dresdner Bank hat daraufhin den ausstehenden Kredit in Höhe von 500 Millionen Euro verlängert. anfang der Woche hatte sie die Rückzahlung zum Jahresende verlangt. (FT, S. 15)

WCM arbeitet an feindlicher Übernahme für ThyssenKrupp

ThyssenKrupp droht nach Informationen der “Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung“ (NRZ) möglicherweise der Versuch einer feindlichen Übernahme durch die WCM. Wie die Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe und auf der Homepage berichtet, arbeiten Frankfurter Banken bereits an einem so  genannten “Plan Alpha“. ThyssenKrupp selbst liegen nach Angaben eines Sprechers “keinerlei Erkenntnisse vor, dass Dritte eine unfreundliche  Übernahme oder eine Zerschlagung des Konzerns anstreben“. Der Sprecher hält  dies laut dem Bericht wegen der Aktionärsstruktur bei ThyssenKrupp für nicht  möglich. Knapp 70 Prozent der Aktien befänden sich im Streubesitz, darunter 50.000 Belegschaftsaktionäre, schreibt die NRZ. Knapp 18 Prozent halte die  Krupp-Stiftung, knapp fünf Prozent die Thyssen-Stiftung und 7,7 Prozent die  iranische IFIC Holding. (vwd)

MVV steigert Ergebnis um 36 Prozent auf 260 Millionen Mark

Die MVV Energie steigerte ihr EBIT im Geschäftsjahr 2000/01 gegenüber dem Vorjahr nach vorläufigen Bilanzzahlen des IAS-Abschlusses um 36 Prozent auf 260 (191,5) Millionen Mark. Wie  das Unternehmen weiter mitteilt, wuchs der Umsatz um 82 Prozent auf 2,3 (1,269) Milliarden Mark. Sowohl Umsatz als auch Betriebsergebnis liegen damit über den eigenen Prognosen, wird betont. Das Unternehmen bekräftigt gleichzeitig  seine bereits im Oktober veröffentlichten Wirtschaftsplan-Daten für das  laufende Geschäftsjahr, in dem es seinen Umsatz auf über drei Milliarden und das  Betriebsergebnis auf 275 Millionen Mark steigern will. (vwd)


Wirtschaftsnachrichten

Japanischer Leistungsbilanzüberschuss im Oktober steigt um 14,0 Prozent

Der Überschuss in der japanischen Leistungsbilanz ist im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,0 Prozent auf 865,1 Milliarden Yen gestiegen. Ökonomen hatten dagegen einen leichten Rückgang auf 758,2 Milliarden Yen  erwartet. Wie das Finanzministerium am Donnerstag weiter berichtet, wurde der Rückgang des Handelsbilanzüberschusses um 26,6 Prozent von einem Sprung  beim Einkommensüberschuss auf 804,6 (524,9) Milliarden Yen ausgeglichen. Die kombinierte Handels- und Dienstleistungsbilanz verzeichnete einen Einbruch um 54,4 Prozent auf 140,9 Milliarden Yen. Das Finanzministerium begründete  die Verschlechterung der japanischen Leistungsbilanz mit der  weltwirtschaftlichen Abschwächung sowie mit Produktionsverlagerungen von  japanischen Unternehmen ins Ausland. (vwd)
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Brummer:

Wie immer, sehr interessanter Lesestoff !! o.T.

 
13.12.01 07:59
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das Zentrum d.:

Forsa-Studie

 
13.12.01 08:17
Anleger gehen optimistisch ins neue Jahr


12. Dez. 2001 Die Anleger sehen für die Aktienmärkte wieder bessere Zeiten herannahen. Zu diesem Ergebnis kommt die wie in jedem Quartal im Auftrag der Union Investment durch das Marktforschungsinstitut forsa durchgeführte Studie. Demnach erwarten 43 Prozent der vom 5. bis zum 10. November befragten Finanzentscheider, dass die Aktienmärkte in den nächsten sechs Monaten leicht oder stark steigen werden (siehe unten stehende Grafik). Im dritten Quartal erwarteten dies dagegen nur 25 Prozent. Mit einem Seitwärtstrend rechnen 23 Prozent, mit leicht oder stark fallenden Märkten 28 Prozent.

Konsequenzen aus der erwarteten Aktienmarktentwicklung für die eigene Geldanlage zu ziehen, plant ein Drittel der Befragten. Dabei signalisieren Besitzer von Aktien und Aktienfonds eine recht hohe Kaufneigung. Mit 49 Prozent plant fast jeder Zweite in Kürze ein Investment in Aktien. Das sind sieben Prozent mehr als noch Mitte August. „Unsere von 198 Millionen Euro im Oktober auf 309 Millionen Euro im November gestiegenen monatlichen Nettomittelzuflüsse in Aktienfonds spiegeln diesen Trend wider“, sieht Geschäftsführer Hans Joachim Reinke die Umfrageergebnisse bestätigt.

Nur eine Minderheit geht von steigenden Zinsen aus

Was die weitere Zinsentwicklung anbelangt, so gehen 41 Prozent der Befragten trotz des ohnehin niedrigen Zinsniveaus und der letzten Zinssenkung durch die EZB Anfang November davon aus, dass die Zinsen in den nächsten sechs Monaten weiter leicht oder stark fallen werden - 14 Prozent mehr als im dritten Quartal (siehe unten stehende Grafik). Lediglich 38 Prozent gehen noch von konstanten Zinssätzen aus und 18 Prozent erwarten einen leichten bis starken Anstieg der Zinsen. „Nicht nur die turbulenten Zeiten an den Aktienmärkten ließen die Anleger verstärkt in Rentenfonds investieren“, kommentiert Geschäftsführer Reinke das Anlegerverhalten. Einen Beitrag zu dieser Entwicklung habe auch das sinkende Zinsniveau geleistet. Es habe Investoren veranlasst, sich verstärkt für die Anlageform „Anleihe“ zu entscheiden, glaubt Reinke.

Die eigene und gesamtwirtschaftliche Situation schätzen die Anleger dagegen pessimistischer ein. Zwar blickt die Mehrheit der Befragten immer noch positiv in die Zukunft, allerdings weniger deutlich als in den Quartalen zuvor. Mit 57 Prozent glaubt die Mehrheit, dass sich ihre Situation in den nächsten sechs Monaten nicht verändern wird - das sind drei Prozent weniger als im dritten Quartal. Mittlerweile geht jedoch ein Fünftel der Befragten von einer Verschlechterung aus - zwei Prozent mehr als im dritten Quartal. Eine Besserung erwarten mit 22 Prozent immer noch genauso viele der Befragten wie im August.

Schlechtere Aussichten für die Wirtschaft

Verschlechtert haben sich nach Ansicht der Anleger die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Mit einem Anteil von 60 Prozent, ist damit die Zahl der Pessimisten im Vergleich zum vorherigen Quartal um fünf Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist jedoch der Anteil der Personen mit optimistischer Einschätzung von neun auf elf Prozent gestiegen.

Insgesamt stellt sich der von Union Investment errechnete Optimismus/Pessimismus Indikator (OPI) aufgrund der pessimistischen Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage auf minus 0,6. Die Stimmung hat sich damit zwar gegenüber dem Vorquartal (minus 1,72) verbessert, bleibt aber weiterhin gedämpft.

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Antworten
1Mio.€:

Danke :-) Gruss Mio. o.T.

 
13.12.01 08:18
Antworten
Luki2:

guten Morgen und Danke :-)

 
13.12.01 08:52
Schnell eine Kanne Kaffee den die Kälte kommt.

FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse 509331

Gr. Luki2
Antworten
aabb-cisco:

Guten Morgen dZ und Arivaner

 
13.12.01 08:54

Datum: 13. Dezember 2001 Herausgeber: Online: www.stockadhoc.de


Die Märkte im Rückblick

Der Neue Markt rutsche gestern nach anfänglichen Gewinnen stark ins Minus. Überproportional viel verloren die "Blue Chips" des Nemax 50, der 3,49 % auf 1.238,16 Punkte nachgab. Der Nemax All Share verlor 2,5 % bzw. 30,45 Punkte auf 1.187,64 Zähler. Mit Abstand am stärksten zulegen konnte das Papier des Biotechnologie-Unternehmens Genmab (+ 25 %). Die Dänen meldeten den Eintritt eines Ihrer Medikamente in die dritte und letzte klinische Testphase. Zu den Tagesverlierern gehörte neben Dr. Hönle (- 17,1 %), die ihre Prognosen für 2002 revidieren mussten, das Schweizer Medienunternehmen Highlight. Der Bewerber um die Vermarktung der Rechte an der Fußball Champions League brach im Vorfeld der Entscheidung über die Vergabe dieser Rechte um 15,4 % ein. Heute entscheidet sich nun ob die 80-prozentige Highlight-Tochter Team oder die britische IMG den Zuschlag von der UEFA erhält.

Das wirkliche Highlight am Neuen Markt war aber die überraschende Fusionsmeldung der beiden bayerischen Unternehmen kontron embedded computers und JUMPtec Industrielle Computertechnik. Beide Gesellschaften sind im Bereich der Embedded-Computer-Technologie (ECT) tätig und ergänzen sich perfekt. Sowohl Tätigkeitsfeld und Absatzmarkt überschneiden sich nur marginal. Die neue Gesellschaft wird nun als weltweit einziger Anbieter die gesamte ECT-Produktpalette bereit stellen und gleichzeitig mit Umsatzerlösen in Höhe von 270 Mio. Euro Umsatz in 2001 neuer Weltmarktführer in der ECT-Branche. Die Verschmelzung soll im Verhältnis von etwa drei JUMPtec-Aktien zu zwei Kontron-Aktien vollzogen werden. Auf die Aktien hatte der Fusionsbeschluss unterschiedliche Auswirkung: die Kontron-Papiere gaben zum Handelsschluss etwa 2 % nach, JUMPtec-Aktien verteuerten sich hingegen um 5,3 %.

Auch der DAX musste gestern Kursverluste verkraften. Er gab 1,63 % (83,89 Punkte) auf 5.062,56 Zähler nach. adidas-Salomon entschädigte seine Aktionäre für den schwachen Handelstag am Dienstag und schloss mit einem Gewinn von 4,2 % auf 80 Euro glatt als Tagesgewinner. Infineon technologies hingegen brachen um 13,2 % auf 22,65 Euro ein und waren somit das Schlusslicht im DAX.

Die amerikanischen Indizes starteten ähnlich wie der deutsche Markt leicht im Plus ehe Gewinnmit- nahmen einsetzen. In den letzten beiden Handelsstunden setzte jedoch eine schöne Intraday- Erholung ein, die sowohl den Dow Jones als auch den Nasdaq Composite ins Plus vordringen ließ. Der Dow Jones gewann 0,07 % auf 9.894,81 Zähler hinzu. Procter & Gamble verbuchte mit einem Plus von 4,2 % den größten Kursgewinn, Merck setzte mit einem Minus von 3,6 % seine Talfahrt vom Vortag fort. Die technologielastige Nasdaq legte 0,47 % auf 2.011,38 Punkte zu. Tagesgewinner im Nasdaq 100 wurde mit einem Kurszuwachs von 12,4 % Inktomi. /nl


Prognose für den aktuellen Börsentag

Wir gehen am Neuen Markt von moderaten Kursgewinnen am heutigen Tag aus. Nachdem gestern im späten Handel die Unterstützung bei 1.200 Punkten im Nemax All Share gefallen ist, was als Ursache die schwache Nasdaq hatte, konnte sich der Index noch gut behaupten und brach erst gegen Handelsschluss deutlich ein. Da sich an der Nasdaq ein Intraday-Reversal ergab, sollte die 1.200-Punkte-Marke zurückerobert werden können. Die kurzfristigen technischen Indikatoren befinden sich auf einem niedrigen Niveau und sollten bereits am heutigen Tag erste Kaufsignale generieren. An der Nasdaq wurde der mittelfristige Aufwärtstrend nur kurzzeitig verletzt und mit dem Reversal kehrte der Index wieder in den Trend zurück. Die Kursverluste gingen wiederum vom schwachen Dow Jones aus. Gegen Handelsende zeigte vor allem der Semiconductor-Index eine stärke und der Nasdaq konnte sich in positives Terrain retten.  /fh


Handlungsstrategie

Mit dem Rebreak der 2.000 Punkte-Marke bekräftigt sich unsere positive Meinung vom Gesamtmarkt. Gewinnmitnahmen finden unter niedrigen Umsätzen statt und werden meist von institutionellen Investoren zum Aufbau von Positionen genutzt. Auch am gestrigen Tag waren einige Blocktrades bei größeren Unternehmen zu beobachten. Aufgrund des bevorstehenden Jahreswechsels, müssen immer mehr Investoren ihre Cashpositionen in den Markt investieren. Dieses Window-Dressing bei dem vor allem Werte profitieren, die in den letzten Monaten bereits zu den Gewinnern gehörten, sollte weiter zu steigenden Kursen führen. Wir bleiben dadurch bei unseren mittelfristigen Kurszielen von 1.400 Punkten am Nemax All Share, sowie 2.250 an der Nasdaq. Die kurzfristigen Indikatoren sind ebenso wie am Neuen Markt auf ein niedriges Niveau zurückgekommen und werden ebenso bald Kaufsignale generieren.  /fh


Wichtige Termine des Tages  


Birkert & Fleckenstein AG  Hauptversammlung  

Eurobike AG  Bericht zum Geschäftsjahr 2000/2001  

FAG Kugelfischer AG  Analysten-Konferenz  

Köhler & Krenzer Fashion AG  Hauptversammlung in Fulda (11:00 Uhr)  

MVV Energie AG  Bericht zum Geschäftsjahr 2000/2001  

Norddeutsche Affinerie AG  Bericht zum Geschäftsjahr 2000/2001  

Sixt AG  Analysten-Konferenz  

teamwork inform. management AG  Analysten-Konferenz  

Volksfürsorge Holding AG  Hauptversammlung  

W.O.M. WORLD OF MEDICINE  Ablauf der Lock-Up-Periode  

Deutschland  Einzelhandelsumsätze Oktober (08:00 Uhr)  

USA  Einzelhandelsumsätze November  

USA  Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (08.12.)  

Aktuelle Unternehmensmeldungen  

STOCKadHOC-Ticker

+++   Der Anbieter von UV-Technologie Dr. Hönle AG (WKN: 515710) erwartet im Geschäftsjahr 2001/2002 aufgrund der anhaltenden Konjunkturschwäche eine Stagnation beim Gewinn. Der Umsatz soll um etwa 10 Prozent wachsen. Im ersten Quartal rechnet Hönle sogar mit einen Umsatz- und Ergebnisrückgang gegenüber dem starken ersten Quartal des Vorjahrs. Damit blieb der Ausblick des Neuen Markt Unternehmens klar hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr (01.10.2000 - 30.9.2001) können sich allerdings sehen lassen. So steigerte die Dr. Hönle AG ihre Umsatzerlöse um 22,6 % auf 17,46 Mio. Euro (Vorjahr: 14,24 Mio. Euro) und den Konzernüber- schuss um 64,5 % auf 1,89 Mio. Euro nach 1,15 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen aus Planegg bei München verfügte Ende September über liquide Mittel von rund 20 Mio. Euro. Der endgültige Jahresabschluss wird am 28. Dezember offen gelegt. Die Aktien rauschten 17,1 % in die Tiefe und waren damit das gestrige Schlusslicht im Nemax All Share. Der Xetra-Schlusskurs betrug 9,20 Euro.   +++  /nl


Disclaimer/ Haftungsausschluss

Die Bewertungen, Kurse und Nachrichten zu den besprochenen Aktien und Unternehmen werden von den Autoren nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir sind jedoch nicht in der Lage, deren Verbindlichkeit und Seriosität im jedem Einzelfall zu überprüfen. Die Informationen in diesem Newsletter und im StockSelect-Börsenforum stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Aktien dar. Dieser Newsletter kann Börseninteressierten als Anregung dienen, ersetzt jedoch in keinem Fall eine Beratung durch einen professionellen Anlageberater oder eine eigene Recherche. Jegliche Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen. Aktieninvestments können zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen!

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aabb-cisco:

zum Börsenbeginn

 
13.12.01 09:19
13.12. 09:01 DICOM - Epson wählt VRS

(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Epson Amerika hat sich für die Softwarelösung VRS Technologie von DICOM entschieden. Die Lösung werde zukünftig für den Einsatz in Epson Scannern zertifiziert. Software VRS begradigt gescannte Dokumente, eliminiert Ränder, optimiert die Bildqualität und passt die Bildschärfe in Echtzeit an.

13.12. 09:05 D.Logistics meldet Großauftrag

(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Die D.Logistics AG hat einen weiteren Großauftrag aquirieren können. Für den Unternehmensbereich Airport Services konnte demnach die amerikanische Frachtlinie Atlas Air als Kunde gewonnen werden. Die Cargo Service Center Holding BV (CSC), eine 100%ige Tochter der D.Logistics AG werde ab sofort für zunächst drei Jahre weltweit mit Atlas Air zusammenarbeiten. Der Schwerpunkt der Kooperation liege zu Beginn auf den Flughäfen Lüttich/Belgien, Miami/USA und Anchorage/Alaska, wo Atlas Air kürzlich internationale Hubs eröffnet habe. Insgesamt habe der Auftrag ein Umsatzvolumen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

MediGene startet klinische Studie

(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Das Biotechunternehmen MediGene hat die zweite klinische Studie für das Krebsmedikament G207 gestartet. An sechs US-Kliniken werde das neue Medikament an Patienten mit bösartigen Gehirntumoren getestet. Von Interesse seien insbesondere die Aspekte Sicherheit und Verträglichkeit des Mittels.

13.12. 09:09
TV-Loonland - Kooperation mit Animation & Family

(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Die TV-Loonland AG und das Animation & Family Entertainment Department der amerikanischen Artists Management Group haben eine Kooperation im Bereich Produktion vereinbart. Demnach werde man gemeinsam in den kommenden drei Jahren mindestens vier Zeichentrickserien produzieren. Innerhalb der Kooperation werde AMG Animation & Family Entertainment die gemeinsamen Projekte bündeln und den Vertrieb in den USA übernehmen. TV-Loonland werde mit AMG bei der kreativen Entwicklung zusammenarbeiten, die Produktion durchführen und den internationalen Vertrieb außerhalb der USA verantworten. TV- Loonland und AMG Animation werden die Rechte an den produzierten Serien inklusive aller Marketing- und Vertriebsrechte gemeinsam halten.
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aabb-cisco:

SCHWYZ

 
13.12.01 09:37
Schweizer Wirtschaft stagniert - Im Q3 BIP-Wachstum deutlich unter Erwartungen
BERN (dpa-AFX)- Die Schweizer Konjunktur hat sich weiter abgekühlt. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal nur noch um 0,1 Prozent gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg das BIP noch um 0,8 Prozent. Die Zahlen liegen deutlich unter den Erwartungen der Ökonomen. Einzig der Konsum der privaten Haushalte habe im dritten Quartal nach oben tendiert, teilte das Staatssekretaritat für Wirtschaft (seco) heute mit. Die Bauinvestitionen stagnierten im Vorquartalsvergleich. Sie lagen aber immer noch höher als im Vorjahresquartal. ÖKONOMEN HATTEN EIN WACHSTUM ZUM VORQUARTAL VON 0,5 PROZENT ERWARTET

Von der Nachrichtenagentur sda befragte Ökonomen hatten im Vorfeld im Durchschnitt mit einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 1,4 Prozent und von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal gerechnet. Für das ganze Jahr 2001 hält die Expertengruppe des seco an ihrer Wachstumsprognose von 1,6 Prozent fest. Für 2002 rechnet sie mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent. Für 2003 lautet die Prognose auf 2,0 Prozenet BIP-Wachstum und eine spürbare Beschäftigungszunahme.

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aabb-cisco:

interessante Ergänzung von Happy End

 
13.12.01 09:38
...

blau.ariva.de/board/...nr=509382&a=all&showthread=1&nr=93509&1
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chartgranate:

moin an alle Arivaner

 
13.12.01 09:53
aus der Bundeshauptstadt mit bevorstehendem Rotstich.....
Wie immer gut informiert dank dem Zentrum und aab-cisco und mit einer dampfenden Tasse entschlackenden grünen Tees in der Hand erwarte ich was der Tag uns allen so bringt....
wer wagt heute einen Zock auf Highlight?Ich werde wohl die Finger davon lassen,denn ich glaube nicht an eine Rechtevergabe an Team (auch der harte Kurseinbruch am gestrigen Tag scheint mir als Indikator).Ansonsten bin ich für den restlichen Dezember und die erste Januarhälfte allerdings ganz optimistisch gestimmt,da ich ebenfalls an grössere Endjahresinvests von vielen Investorencashpositionen glaube.Sollte es so kommen,wird Mitte Januar dann wohl ein guter Zeitpunkt für Gewinnmitnahmen sein.
Ich schaue heute nochmal verschärft auf Thiel und evtl.eine zusätzliche Position von AOL/Time Warner um hier meinen Einkaufsschnitt zu senken.Irgendwann wird sich die Personaldebatte dort doch wohl wieder den hervorragenden wirtschaftlichen Aussichten dank Harry Potter und Herr der Ringe beugen.....
Haut alle ordentlich rein und good luck for Today...
Mögen eure Depots zum Jahresende doch noch voller CHARTGRANATEN sein!!!!!
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