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""BE: Seit Jahresanfang haben die Goldminen die Börsen mit rund +20% deutlich outperformt, auch Gold und Silber konnten etwas zulegen. Strohfeuer oder Ende der Baisse? Welche Argumente haben Sie für einen steigenden Goldpreis? Die Banken außer der UBS bleiben hartnäckig bearish (GS, CS, SocGen...)
Bachmann: Nur weil gewisse Meinungsmacher hartnäckig bearish sind, heißt es noch lange nicht, dass diese auch recht haben. Viele vollziehen ja auch eine Kehrtwende, wenn es die Situation erfordert. Ihre Frage ist in verschiedene Aspekte unterteilt, die ich folgendermaßen beantworten möchte:
Analysten: Ich beobachte in den Argumenten dieser Analysten oftmals eine gute Prise Oberflächlichkeit, oder eine Ignoranz, gewisse Zusammenhänge zu verstehen oder richtig darstellen zu wollen. Dies erstaunt jedoch nicht, da deren Beobachtungshorizont in der Tendenz 12 Monate zurück- und 12 Monate vorwärtsgeht.
Goldpreis: Wir sehen gewichtige Anzeichen, dass es sich dieses Mal um kein Strohfeuer handelt. Der Verkaufsdruck der ETFs (sprich Papiergold) ist praktisch zum Erliegen gekommen, währenddessen die physische Nachfrage weiterhin solid ist. Die Zinsrate für Goldausleihe ist im Februar schon wieder negativ geworden (sprich GOFO Rate), der physische Markt für Goldauslieferungen ist somit weiterhin sehr angespannt. Der Goldpreis hat zudem mehrere wichtige charttechnische Marken durchbrochen, ohne Erhöhung der Volatilität, und behauptet sich seit einigen Tagen schon über der gleitenden 200-Tage-Durchschnittslinie. Die realen Zinsen in den USA sind wieder gesunken und sollte sich die US-Wirtschaft stark bessern, spricht dies für einen höheren Goldpreis. Dies, weil Gold mitunter positiv mit der Geldmenge M2 korreliert (sowohl Geldmenge M2 und Umlaufsgeschwindigkeit sind auf sehr tiefe Niveaus gefallen). ""
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