Das Argument nicht jeder liest Adhocs, kann ich nicht nachvollziehen. Anleger, die ein Einzelwerte investieren, werden zwar nicht wöchentlich oder gar täglich gucken, ob News da sind, aber sie werden zumindest mal alle 2-3 Monate schauen, welche News es gab, erst recht nach den Finanzdaten und den Aussagen zum Ausblick gucken.#
Das heißt, die Verfehlung der Prognosen ist längst eingepreist und auch psychologisch und rein praktisch durch die Anleger abgehandelt worden. Wer diese Prognoseverfehlung für schwerwiegend genug gehalten hat, der ist ausgestiegen. Und der Rest wird sich jetzt an den neuen Vorstandsaussagen orientieren. Und da kommt's jetzt drauf an, ob der Vorstand seine Lehren gezogen hat. Zur Zeit ist es natürlich ein Balanceakt. Einerseits darf der Vorstand nicht wieder zu optimistisch prognostizieren. Andererseits ist es in den aktuellen Märkten wichtig, dennoch Optimismus zu zeigen, denn der Markt mag Aktien mit einer Story. Da ist es völlig egal wie hoch sie bewertet ist. Bei FP liegt eine sehr niedrige Bewertung vor. Eigentlich müsste man also denken, der Kurs könnte in fast jedem Szenario steigen. Aber in der Lage der Märkte und auch der charttechnischen Lage von FP wäre es schon elementar wichtig, gewissen Optimismus zu versprühen. Das muss man aber nicht machen, in dem man hohes Gewinnwachstum in Aussicht stellt, sondern in dem man die Story besser kommuniziert und einzelne Zahlen besser, transparenter erklärt, so dass dem Markt das Potenzial des Unternehmens klarer wird und man eben nicht immer rätseln muss, ob irgendwelche Prognosen nun perfekt erreicht werden.