Fondsanbieter sollen Anleger besser informieren


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calexa:

Fondsanbieter sollen Anleger besser informieren

 
24.01.02 22:44
Ab dem Sommer können sich Anleger endlich besser auf mögliche Gebührenerhöhungen bei Fonds einstellen. Denn laut Planung soll das Vierte Finanzmarktförderungsgesetz im Juni in Kraft treten. Es schreibt vor, eine Erhöhung der Managementgebühren 13 Monate vorher im Bundesanzeiger bekannt zu geben, sagte Rudolf Päsler, Geschäftsführer des Bundesverband Deutscher Investment-Gesellschaften, dem "Handelsblatt". Heute reiche teilweise eine Dreimonatsfrist. Sie erlaubt es dem Anleger kaum, auf einen günstigen Ausstiegs-Zeitpunkt zu warten.
 
Der Trend auf dem Fondsmarkt ist klar: Die jährliche Verwaltungsgebühr steigt, der einmalige Ausgabeaufschlag fällt, angetrieben durch die Rabatte der Direktbanken. Nach einem Vorab-Bericht des "Handelsblatt" war der Fondskauf in diesem Sommer besonders teuer: Die Gesellschaften nahmen für neu aufgelegte Aktienfonds durchschnittlich 4,5 Prozent Ausgabeaufschlag und eine jährliche Managementgebühr in Höhe von 1,42 Prozent. Dabei sind die Produkte deutscher Gesellschaften tendenziell billiger als die der ausländischen Anbieter.

Die Preissteigerungen bei Rentenfonds fallen ähnlich aus, allerdings auf niedrigerem Niveau. Ein Hoffnungsschimmer für Anleger: Investmentexperten schätzen, dass die Managementgebühr bei Aktienfonds ihre Obergrenze bei 1,7 oder 1,8 Prozent haben sollte.

Ein weiterer: Erhöht eine Fondsgesellschaft die Managementgebühren derzeit, müssen die Anleger das hinnehmen oder gegebenenfalls ungünstige Rückkaufspreise in Kauf nehmen. Denn die Anbieter müssen die Erhöhung teilweise nur drei Monate vorher im Bundesanzeiger veröffentlichen. Mit dem voraussichtlich ab Juni 2002 geltenden Vierten Finanzmarktförderungsgesetz soll sich das ändern: Die Fondsgesellschaften müssen die geplante Erhöhung dann 13 Monate vorher ankündigen. Der Vorteil für Anleger: Wollten sie ihre Anteile daraufhin verkaufen, könnten sie in aller Ruhe abwarten, bis der Rücknahmepreis für sie akzeptabel ist.  

Vor allem langfristig orientierte Fondsanleger sollten auf die Verwaltungsgebühr achten. Denn im Gegensatz zum einmaligen Ausgabeaufschlag fällt sie jährlich an und schmälert auf Dauer die Erträge. Zwar trifft der Trend zu höheren Managementgebühren die Anleger, aber ab dem Sommer bekommen sie voraussichtlich mehr Rechte. Denn wenn die Fondsgesellschaft eine geplante Gebührenerhöhung 13 Monate vorher melden muss, kann der Kunde in aller Ruhe entscheiden, ob er seine Anteile behält oder verkauft.  
(Quelle: sharper.de)

So long,
Calexa
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