Fed sieht weiter Abwärtsrisiken für US-Wirtschaft


Thema
abonnieren
Beiträge: 12
Zugriffe: 728 / Heute: 1
ecki:

Fed sieht weiter Abwärtsrisiken für US-Wirtschaft

 
27.11.01 21:49
FOKUS 1 - Fed sieht weiter Abwärtsrisiken für US-Wirtschaft    
St. Louis, 27. Nov (Reuters) - Die US-Notenbank Fed erwartet im Laufe des nächsten Jahres eine konjunkturelle Erholung in den USA, sieht aber weiterhin Abwärtsrisiken für die amerikanische Wirtschaft. Fed-Gouverneur Lawrence Meyer sagte seinem Redetext zufolge am Dienstag bei einer Veranstaltung in St. Louis, Zurückhaltung bei der Lockerung der Geldpolitik wegen bereits niedriger Zinsen wäre eine fehlgeleitete Strategie. "Sollte es etwa heißen, die Fed sollte ihr Pulver trocken halten, wie einige argumentiert haben, und sich mit weiteren Lockerungen zurückhalten, für den Fall, dass die Konjunkturabschwächung ausgeprägter wird oder für den Fall weiterer Schocks? Ich glaube eine solche Strategie wäre verfehlt - in der Tat das Gegenteil dessen, was angemessen wäre", sagte Meyer.

Die bislang von der Fed vollzogenen Zinssenkungen würden helfen, die Wirtschaft gegen die Abwärtsrisiken abzusichern. Allerdings seien diese noch nicht in vollem Umfang in der Wirtschaft wirksam geworden, sagte Meyer, der stimmberechtigtes Mitglied des für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) ist. Möglicherweise seien auch negative reale Tagesgeldszinsen erforderlich, um eine rasche Erholung der Wirtschaft zu unterstützen. Der Zielsatz für Tagesgeld ist der Schlüsselzins der US-Notenbank. Im bisherigen Jahresverlauf hat sie diesen um insgesamt 4,50 Prozentpunkte auf derzeit 2,00 Prozent gesenkt.

Die Geldpolitik sei generell nicht weniger wirksam als in der Vergangenheit, sagte Meyer. Allerdings könnten vorübergehende, rasch wirkende fiskalische Maßnahmen helfen, den konjunkturellen Umschwung zu stärken. Die Frage, wie aggressiv die Fed vorgehen soll, habe sich nach den Anschlägen am 11. September noch drängender gestellt, insbesondere mit Blick auf Japan, wo Zinsen nahe Null Prozent bislang keine Erholung von der seit rund zehn Jahren dauernden wirtschaftlichen Talfahrt gebracht hätten.

Am Devisenmarkt war zunächst keine Reaktion auf die Äußerungen von Meyer festzustellen. Der Euro   verharrte bei Kursen nahe 0,8820 Dollar. Dagegen gewannen US-Rentenpapiere und die US-Aktienbörsen auf Grund wieder auflebender Hoffnungen auf Zinssenkungen an Boden.

fgc/frs  
Antworten
Totalverlust:

Das gibt eine Zinssenkung von 25 Punkten !

 
27.11.01 21:53
Glaub ich !
Antworten
Gruenspan:

11.12.01

 
27.11.01 21:54
letzte reguläre Zinssenkungsmöglichkeit der Fed in 01
Antworten
calexa:

Wichtig ist nur

 
27.11.01 22:05
ob Greenspan eine Senkung möchte. Was die anderen Fed-Gouverneurs sagen (oder wünschen bzw. hoffen) hat nicht so viel Gewicht.

So long,
Calexa
Antworten
Gruenspan:

calexa

 
27.11.01 22:07
12 Mann gehen rein, aber nur einer kommt gestärkt raus!
;-)
























Oder auch nicht!
;-(
Antworten
Totalverlust:

US-Finanzminister: Fiskalpolitik muß handeln!

 
27.11.01 22:07
Datum: 27.11. 22:00 US-Finanzminister: Fiskalpolitik muß handeln!


US-Finanzminister Paul O´Neill erklärte am Dienstag, daß er darauf vorbereitet sei, daß es Schwierigkeiten bei der Verabschiedung einer Wirtschaftshilfe mit dem Senat kommen würde und er selbst sehr flexibel sei, eine solche Unterstützung aber lebenswichtig für die Wirtschaft sei. Dies verkündete O´Neill vor einem US-Symposium.

Dabei vermied der Minister bewußt das Wort "Rezession", das das "National Bureau of Economic Research" am Montag benutzt hatte, als man darlegte, daß die US-Wirtschaft im März in eine solche Schrumpfungsphase eingetreten sei (BörseGo berichtete).

O´Neill meinte weiter, daß zwar viele Indikatoren sich seit dem 11.09. verbessert hätten, doch von der Fiskalpolitik mehr erwartet werden könne, ja sogar erwartet werden müsse. Die US-Wirtschaft, so der Finanzminister, müsse für den Rest der Welt als "Wachstumsmotor" dienen um so auch der Weltwirtschaft auf die Beine zu helfen.

Aus seiner Sicht geeignete Vorschläge seien bereits vom Repräsentantenhaus verabschiedet worden, müßten aber noch den Senat passieren. Dieser widersetze sich vor allem den Vorschlägen, durch Steuersenkungen zusätzliche Mittel für die Wirtschaft bereitzustellen. Vielmehr sollte zusätzliches Geld in die Arbeitslosenunterstützung fließen, meinen Senatsdemokraten.

Bis Weihnachten spätestens soll nun ein fertiger Beschluß von beiden Häusern gefaßt werden, dann würde sich O´Neill schon zufrieden geben: "Weihnachten wäre OK- aber morgen wäre besser!", legte er seine Einschätzung dar.


© Godmode-Trader.de


Antworten
ecki:

Das ist doch langsam die Kapitulation!

 
27.11.01 22:08
Zinssenkungsphantasie, das ich nicht lache. Und wenn die Zinsen noch so niedrig sind. Gewinne muss man machen, bzw. wenigstens Hoffnung darauf haben.

Der Karren steckt im Dreck und im Sommer 2002 müssen die Zinsen dann Rucki-zucki wieder rauf. Fiskalpolitik wie im Bananenstaat..... Die EZB gefällt mir da besser!
Antworten
Bronco:

Der Karren steckt fest. Kein Zentralbänker

 
27.11.01 23:00
wird im Sommer 2002 riskieren, Opfer einer Lynchjustiz zu werden. Die Zinsen zeigen nach unten und werden wohl für längere Zeit im Keller verweilen. Japan läßt grüßen.
Antworten
kingpin2:

das tolle da dran ist

 
27.11.01 23:29
das wir ein unkontrollierten höhenflug erleben werden.
so wie es bergab ging wird es jetzt durch die ganzen Zinssenkungen
nach oben gehen .
bin selber überzeugt davon.
Antworten
positiver:

mal einen Tip:

 
27.11.01 23:55
steckt euer Geld nicht in Aktien sondern kauft, kauft, kauft Produkte oder konsumiert. Wenn ihr genug gekauft oder konsumiert habt, könnt ihr wieder in Aktien gehn. So habt ihr wenigstens Produkte oder konsumiert und braucht nicht
euren Kursverlusten hinterherzutrauern.
Antworten
ecki:

Erholung der US-Konjunktur im Jahr 2002 erwartet

 
28.11.01 07:06
Meyer(Fed): Erholung der US-Konjunktur im Jahr 2002 erwartet
Washington (vwd) - Die US-Konjunktur wird sich nach Einschätzung von Federal Reserve Governor Laurence Meyer im laufenden Quartal noch weiter abschwächen. Dann jedoch würden die aggressiven zinspolitischen Schritte der US-Notenbank die konjunkturelle Entwicklung in den USA wieder "auf den Weg bringen", sagte Meyer am Dienstag vor der National Association of Business Economics. Die US-Konjunktur wird sich nach Meinung von Meyer im nächsten Jahr wahrscheinlich wieder "graduell verstärken". Im Falle einer Erholung müsse auch die Fed ihre derzeitige lockere geldpolitische Haltung überdenken, und die Zinsen möglicherweise von ihrem momentanen niedrigen Niveau wieder nach oben führen, so Meyer weiter.


"Wenn die US-Konjunktur wieder ein Wachstum zeigt, was deutlich über dem Trend liegt, dann muss die Fed ihre stimulierenden Schritte neu bewerten und zu einer neutraleren Geldpolitik zurückkehren", erklärte Meyer weiter.


vwd/DJ/27.11.2001/ros/rio

--------------

Sag ich doch Zinsen wieder rauf, runter, jojo-Politik der Fed......
Antworten
Brummer:

Zinssenkungen waren noch nie das Allheilmittel

 
28.11.01 07:33
FED hat sich seines Spielraumes beraubt und damit der US Wirtschaft einen
schlechten Dienst erwiesen. Dies stellt aber nur meine eigene Meinung dar.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--