03.08.2012
Rund 83 Millionen Facebook-Profile
gehören "Phantomen"
Etwa 83 Millionen Facebook-Accounts lassen sich
"Phantomen" zurechnen - dies sind zum Beispiel Kriminelle
oder Haustiere. Facebook bemühe sich, "dieses Verhalten
einzuschränken oder zu beenden", erklärt der Konzern.
(Archivbild) (Foto: Karen Bleier - AFP)
Von hundert Facebook-Profilen sind beinahe neun
Dopplungen, das Werk von Kriminellen oder
repräsentieren keine Menschen, sondern etwa
Haustiere: Der US-Internetriese teilte in seinem
jüngsten Börsenbericht mit, dass gut 83 Millionen
der etwa 955 Millionen aktiven Facebook-Nutzer in
Wahrheit "Phantome" seien. Facebook bemühe sich,
"dieses Verhalten einzuschränken oder zu beenden",
hieß es in dem Bericht.
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Besonders "unerwünschte Konten" seien die geschätzten
1,5 Prozent, die Kriminelle für die Versendung von
Spammails oder andere "bösartige Aktivitäten" nutzten,
berichtet das Unternehmen. 4,8 Prozent aller Profile
gehören demnach Nutzern, die sich gleich zwei oder mehr
Identitäten in dem weltweit größten sozialen Netzwerk
zugelegt haben.
Auch Haustiere oder andere "nicht menschliche Einheiten"
hätten Facebook-Auftritte. Gut 2,4 Prozent sollen dies
insgesamt sein. Die falschen Konten seien vor allem in
"weniger entwickelten Märkten wie Indonesien und der
Türkei" zu beobachten. Dagegen gebe es deutlich weniger
Geisterprofile in Ländern wie den USA und Australien.
Facebook betonte, es bemühe sich "fortgesetzt, unsere
Fähigkeiten zu verbessern, doppelte oder falsche Konten
ausfindig zu machen". Die Zahl der echten Profile ist für das
Internet-Sozialnetzwerk besonders mit Blick auf seine
Werbekunden wichtig. Wer auf Facebook werben wolle,
wolle sicher sein, dass etwa die Bekundung "Gefällt mir"
von echten Nutzern stamme und nicht von falschen,
erklärte Graham Cluley von der britischen Sicherheitsfirma
Sophos in seinem Blog.
Schlechte Nachrichten gab es für Facebook auch von der
Börse: So fiel der Kurs am Donnerstag an der Wall Street
auf knapp über 20 Dollar und damit um mehr als vier
Prozent. Das ist ein Verlust von fast der Hälfte des Werts
beim Börsengang im Mai, als die Aktie mit 38 Dollar
gehandelt wurde.
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Quelle: 2012 AFP