haette ich auch gesagt, aber...
1.
Der Korbpreis für sieben Rohölsorten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist am Montag auf 31,82 USD je Barrel gestiegen. Am Freitag hatte er bei 31,13 USD/Barrel notiert. Das teilte die Nachrichtenagentur der OPEC, Opecna, am Dienstag mit. Der Korbpreis lag damit den 61. Handelstag in Folge über dem von der OPEC angestrebten Preisband von 22 bis 28 USD. Allerdings hat das Rohstoffkartell zuletzt erklärt, dass der Preisbandmechanismus vorerst nicht ausgelöst wird. Gemäß diesem Mechanismus wird die Fördermenge um 500.000 Barrel pro Tag (bpd) erhöht, sollte der Korbpreis an 20 Handelstagen in Folge über der oberen Preisgrenze von 28 USD/Barrel notieren. Umgekehrt wird die Förderung um 500.000 bpd gesenkt, falls er die untere Preisgrenze von 22 USD an zehn Handelstagen in Folge unterschreitet.
2.
Nach einem Ein-Jahres-Höchststand ist der Ölpreis am Dienstag in London wieder leicht gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent fiel von 33,34 auf 33,10 Dollar (26,5 Euro). Allerdings rechnen Analysten weiter mit einem hohen Preisniveau. Ein Öl-Experte der britischen Barclays-Bank sagte: "Die OPEC wird die Preise weiter hoch halten."
Drohender Import-Stopp
Andere Analysten verwiesen auf die Drohung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez, die Ölimporte in die USA zu stoppen. Zudem seien die Ölvorräte in den USA auf einem historisch niedrigen Niveau.
"Das weiterhin niedrige Niveau der amerikanischen Vorräte bei starker Nachfrage in Kombination mit Befürchtungen hinsichtlich der Lieferungen aus Venezuela lässt die Preise steigen", sagte der Barclays-Analyst. In den USA ist der Ölverbrauch im Sommer immer besonders hoch, weil dann Millionen Urlauber auf den Straßen unterwegs sind.