Die Stimmung der deutschen Anleger hat sich eingetrübt. Nur noch jeder Dritte rechnet in den kommenden sechs Monaten mit leicht oder stark steigenden Aktienkursen. Das hat eine Studie des Forschungsinstituts Forsa ergeben. Im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment wurden im Mai 500 Finanzentscheider in deutschen Privathaushalten befragt. Jeder Vierte (26 Prozent) erwartet dagegen leicht oder stark fallende Börsen. Im ersten Quartal waren noch 52 Prozent der Befragten optimistisch Anzeige
und nur 18 Prozent pessimistisch.
Die düstere Stimmung spiegelt sich auch bei den Kaufabsichten wider: 41 Prozent der Aktien- und Aktienfondsbesitzer wollen weiter investieren, im Vorquartal waren es noch 54 Prozent. 38 Prozent halten dagegen erst einmal die Füße still, deutlich mehr als im ersten Quartal (21 Prozent). Die Zahl derjenigen, die ihre Aktien oder Fondsanteile verkaufen wollen, ist jedoch fast gleich geblieben: Laut aktueller Umfrage wollen 15 Prozent der Befragten verkaufen, im ersten Quartal planten das 16 Prozent.
Trotz des zunehmenden Pessimismus hat sich die Einschätzung der finanziellen Situation kaum geändert: 22 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung, im ersten Quartal erwarteten das 24 Prozent. Jeder Fünfte (21 Prozent) glaubt, dass sich seine persönlichen Finanzen verschlechtern werden. Im Februar waren 20 Prozent so pessimistisch. (Quelle: DER FONDS)
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