EZB-Zinssenkung: ich glaub' nicht dran


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DarkKnight:

EZB-Zinssenkung: ich glaub' nicht dran

 
05.11.01 21:36
Egal, was die BZ schreibt: solange Währungsstabilität das Ziel ist und Länder wie Italien im euro drinhängen, werden die es nicht machen dürfen:



Um das Ob kann es eigentlich nicht mehr gehen, nur noch um das Wieviel, wenn der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag über die vierte Leitzinssenkung in diesem Jahr berät. Seit der Dritten um 50 Basispunkte auf 3,75 % im September nach den Terroranschlägen haben fast alle Daten zwei Tendenzen bestätigt: Der Konjunkturabschwung hält an, und die Inflationrisiken schwinden rapide.
Fast schon gewiss geworden ist: (1) Die USA stecken in einer - hoffentlich nur kurzen - Rezession.

(2) Eurolands Konjunkturtal ist tiefer, hält länger an als erwartet und könnte in eine Rezession münden.

(3) Die langfristigen Inflationserwartungen bleiben moderat; auf breiter Front lässt der Inflationsdruck nach - konjunktur- und ölpreisbedingt und wegen des Auslaufens von früheren Preisschockeffekten. Die Teuerungsrate wird Anfang 2002 unter die EZB-Obergrenze von 2 % sinken und dürfte im Sommer das Niveau von 1 % erreichen.

Das alles eröffnet der EZB Zinssenkungsspielraum. Sollte sie ihn erneut nicht nutzen, wäre das kaum zu verstehen - zumal die Politiker zuletzt, anders als vor 14 Tagen, die Notenbank nicht mehr zum Handeln drängten und wiederholt fiskalpolitische Disziplin versprachen. Natürlich gibt es Restrisiken für die Preisstabilität: ein neuer Ölpreisschock, überhöhte Lohnabschlüsse, eine Blitz-Erholung der Konjunktur Anfang 2002. Aber diese Risiken sind zu marginal, als dass sie zinspolitisches Stillhalten begründen könnten. Da geldpolitische Maßnahmen erst nach zwölf Monaten und mehr voll wirken, müssen sie vorausschauend beschlossen werden. Das gilt auch für die Gefahr eines zu starken Teuerungsrückgangs. Zu langes Warten ist kontraproduktiv.

Bleibt die Frage nach dem Ausmaß der Senkung: 25 oder 50 Basispunkte? Der Rat möchte erklärtermaßen sein Pulver möglichst lange trocken halten und betont die enorme Konjunkturunsicherheit. Dies spricht mehr für einen Trippelschritt. Die elf Zinsänderungen in der kurzen EZB-Geschichte lassen übrigens eine Präferenz zugunsten des 25er-Schritts erkennen. Es steht für ihn 7 : 4. Drei der großen Zinsschritte erfolgten unter nicht gerade gewöhnlichen Umständen.

Sollte die EZB im Einklang mit den Märkten nur noch maximal 1,5 % Euroland-Wachstum für 2002 und so noch weniger Preisdruck erwarten als bisher, wären 50 Basispunkte passend. Hatte Chefvolkswirt Otmar Issing nicht gerade erklärt, die EZB werde rasch und kräftig handeln, wenn die Zeit reif sei? Reif ist sie wohl. Aber könnte der große Schritt nicht Konjunkturpanik auslösen, oder würde er Ruhe und Vertrauen stiften? Vielleicht ist das die eigentlich wichtige Frage für den Ratschlag der EZB-Räte.




Börsen-Zeitung, 6.11.2001

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Pieter:

Wen interressiert denn noch, was die EZB-Witzfigur

 
05.11.01 21:47
en beschliessen. Der Markt hat es doch eh schon vorweg genommen.
Wieso sind den sonst die Zinsen auf Tagesgeld höher als die auf langjährige Gelder.
Duisenberg hin oder her, der Schwachkopf will eh nur die Jahreswende als EZB Boss überschreiten. Dann ist er der EZB Präsi, der den Euro eingeführt hat. Genau so einen Scheiss
hat auch schon mal ein Bundeskanseler angestrebt.

Lieber Geschichte machen als gescheite Politik, das scheint mir heute wohl in zu sein.

Pieter
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vega2000:

Hä ?

 
05.11.01 22:12
Solange die Amerikaner kein Vertrauen mehr in die Wirtschaft haben & mit ihrem Konsumverhalten das Wachstum wieder vorantreiben, kann Greenspan die Zinsen so oft senken wie er will. In Europa funktioniert das mit den Zinsen nicht so leicht, da die eurpäischen Staaten in viel höherem Maße von Import & Export abhängig sind & andere Bewertungsinstrumente für Zinssenkungen angewendet werden (Stichwort: Geldwertstabilität)
Ich denke sehr wohl das die EZB die Zinsen am Donnerstag senkt, da sich Europa wirtschaftlich nicht von den USA abkoppeln kann & deshalb eine politische Zinsentscheidung sein wird.
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Fips17:

Europa ist nicht USA...... meine Meinung

 
05.11.01 22:18
die wahrscheinlich eh keinen interessiert denn was weiß denn ein 17 Jähriger von wirtschaft..aber mir egal.. ich äußere mich troztdem

ich glaube dass eine Zinssekung auf alle Fälle gut wäre.. da vor allem den Unternehmen wieder etwas Spielraum gegeben wird... Kredite werden wieder billiger und die die Konjunktur wird wenigstens im europäischen Wirtschaftsraum wieder etwas angekurbelt.. da geht es weniger um die Börse als um die Unternehmen weil ständig der Vergleich mit den USA genommen wird..!! und so weit das akute Inflationsgefahr wie vielleicht in den Staaten entsteht sind wir noch nicht.. dazu sind die Zinsen noch zu hoch

LG Fips17
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