Europavergleich: Deutsche IT-Gehälter weiter oben


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Europavergleich: Deutsche IT-Gehälter weiter oben

 
26.11.01 13:34
Europavergleich: Deutsche IT-Gehälter weiter oben

 
Im europäischen Vergleich werden die Deutschen IT-Manager und -Fachkräfte nach wie vor gut bezahlt. Die Gehälter der Manager sind aber teilweise erstmals rückläufig, die der Fachkräfte stagnieren. Ein IT-Direktor verdient durchschnittlich 117.000 Euro im Jahr - die höchsten Gehälter werden europaweit in der Schweiz gezahlt. Hier verdient ein IT-Direktor 125.000 Euro. Sein Kollege in Spanien bringt es lediglich auf ein Gesamtgehalt von 79.000 Euro jährlich.

Das geht aus einer aktuellen Studie der Kienbaum Management Consultants hervor. "Die IT-Branche ist zurzeit starken Turbulenzen ausgesetzt. Das spüren auch die Führungskräfte: Ein Leiter Systementwicklung verdient in diesem Jahr mit 86.000 Euro Gesamtgehalt rund 8.000 Euro weniger als noch vor einem Jahr. Ein Grund hierfür ist der hohe Anteil variabler Gehaltskomponenten, die im Zuge sinkender Umsätze, Firmenpleiten und Börsenbaisse nicht zur Auszahlung kamen. Ein Ende des Bedarfs an qualifizierten Fach- und Führungskräften in der IT-Branche ist europaweit aber mittelfristig nicht abzusehen - Spitzenkräfte werden weiterhin stark gefragt sein", sagt Giuseppe Costa, Projektleiter der Studie bei Kienbaum.

Ein IT-Vertriebsleiter verdient mit einem Jahresgehalt von 117.000 Euro in Österreich am meisten, auch Deutschland liegt hier mit 105.000 Euro auf einem Spitzenplatz. Deutschland bezahlt zudem seine Programmierer mit durchschnittlich 45.000 Euro Jahresgehalt am besten - Italien liegt mit einem Durchschnittsverdienst von 23.000 Euro am Ende der Gehaltstabelle.

Trend zur variablen Vergütung

51 Prozent der Führungskräfte können auf einen Dienstwagen zurückgreifen; bei den Fachkräften sind dies hingegen lediglich zwölf Prozent. Auch das Thema einer zusätzlichen betrieblichen Altersversorgung nehmen die deutschen IT-Unternehmen ernst. Erhielten noch vor 30 Jahren lediglich 70 Prozent der Manager eine zusätzliche Altersversorgung, waren es Ende der 70er Jahre bereits 75 Prozent und heute über 80 Prozent. Ob eine solche Zusatzleistung gewährt wird, hängt aber nach wie vor mit der Unternehmensgröße zusammen. Kleinere Firmen gestehen die Altersversorgung seltener zu als größere Unternehmen.

"Der Trend geht auch in Europa in den vergangenen Jahren zu einer variablen Vergütung, hierzu gehören auch Stock-Options. Allerdings sind die Arbeitnehmer im Zuge der Krise in der New Economy vorsichtig geworden", sagt Costa. In Deutschland erhielten im Jahr 2001 71 Prozent der Führungskräfte und 59 Prozent der Fachkräfte einen Teil ihres Gehalts in Aktienoptionen ausbezahlt. Spitzenreiter bei dieser Form der Vergütung sind die Niederlande, in der alle Führungs-, aber nur 30 Prozent der Fachkräfte Stock Options erhalten und die Schweiz (95 beziehungsweise 75 Prozent). "Ein durchdachtes Vergütungssystem mit variablen Komponenten ist ein wirksames Mittel zur Mitarbeitermotivation. Stock Options können durchaus ein Bestandteil dieser Vergütungspakete sein. Aber die Mitarbeiter sind durch Firmenpleiten und geplatzte Seifenblasen in der New Economy vorsichtig geworden. So verpufft der motivierende Effekt der Stock Options natürlich, wenn sie bei ausbleibendem Erfolg des Unternehmens nicht zu einem Mehr in der Loh ntüte führen", so Costa. (ck)  
 
 

 
[Mon, 26.11.2001] - © 2001 de.internet.com

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