► EUR/USD

Beiträge: 9
Zugriffe: 1.725 / Heute: 1
Gruppe: SK   Forum: Börse
► EUR/USD moya
moya:

► EUR/USD

4
29.04.06 09:27
#1

EUR/USD - Euro gegenüber US-Dollar

Kurs: 1,2617 USD

Tageschart (log) seit 26.09.2005 (1 Kerze = 1 Tag)

Kurz-Kommentierung: Bei EUR/USD brechen heute alle Dämme, das Währungspaar springt extrem dynamisch über sämtliche derzeit relevanten Oberkanten und Widerstände hinweg. Das entscheidende charttechnische Kaufsignal durch den Anstieg über 1,2180 USD kann sich voll entfalten. Der Richtungsentscheidungsprozess, der sich von Anfang November 2005 bis Mitte April 2006 hingezogen hatte, ist zugungsten der Bullen entschieden. Wir verweisen auf unsere ausführliche Vorgängeranalyse. Der heutige impulsive Anstieg generiert darüberhinaus ein weiteres kurzfristiges Kaufsignal, welches für die kommenden Monate weiter steigende Notierungen bis 1,3666 USD ankündigt. Das nächste Zwischenziel liegt jetzt bei 1,2771 USD. Spätestens dort ist mit einer Zwischenkorrektur zu rechnen, welche als bestätigender Pullback (Rücksetzer) zurück an das Ausbruchslevel bei 1,2460 - 1,2520 USD gehen kann. (Fällt das Währungspaar unter 1,2460 USD zurück, liegt bei 1,2284 - 1,2324 USD das Maximalziel der Zwischenkorrektur).

► EUR/USD 2529908

Gruß Moya► EUR/USD 2529908

► EUR/USD moya
moya:

Anstieg EUR/USD ein wenig die Puste ausgegangen

 
29.04.06 09:32
#2
Während dem Anstieg von EUR/USD am Freitagabend ein wenig die Puste auszugehen scheint, erstürmen andere Währungen wie der Kanada-Dollar weiterhin neue Hochs gegenüber dem Greenback. Der USD-Index geht in der Nähe eines Achtmonatstiefs ins Wochenende. Zu dem klaren Hinweis von US-Notenbankchef Ben Bernanke, dass in den USA eine Zinspause bevorsteht, kam zum Wochenschluss ein mit 0,6% nicht so stark gestiegener Arbeitskostenindex hinzu, was Zinspessimisten einen weiteren Grund für ihre Einschätzung liefert.

Ebenfalls USD-negativ sind die anhaltenden geopolitischen Risiken im Zusammenhang mit dem Atomstreit mit dem Iran. Angesichts der zahlreichen Feiertage in der kommenden Woche und dem damit verbundenen dünnen Handelsvolumen ist ein Angriff der USD-Bären auf das Achtmonatstief im USD-Index bei 86,00 denkbar, sagte ein Marktbeobachter.

Die nächsten wichtigen Daten aus den USA stehen am Montag in Form des ISM Index an. Im Konsens wird für April mit einem weiteren im expansiven Bereich liegenden Wert von 55,1 Punkten gerechnet (März: 55,2 Zähler). Ein geringerer Wert des Gesamtindex – insbesondere im Verbund mit Schwäche in den Subindizes zu den Auftragseingängen oder Jobs – könnte den US-Dollar weiter unter Druck bringen. Gegen 21:45 Uhr CET steht EUR/USD bei 1,2610.


Gruß Moya ► EUR/USD 2529911

► EUR/USD moya
moya:

Bernanke-Aussagen drücken Euro unter 1,26 Dollar

 
02.05.06 06:14
#3

Devisen: TV-Bericht über Bernanke-Aussagen drücken Euro unter 1,26 Dollar
 
NEW YORK (dpa-AFX) -

Der Kurs des Euro EURUS.FX1 ist am Montagabend im Vergleich zum Dollar wegen eines TV-Berichts über die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke in der vergangenen Woche wieder unter die Marke von 1,26 Dollar gefallen. Im Handelsverlauf hatte der Euro zwischenzeitlich den höchsten Stand seit rund einem Jahr erreicht. Um 22.45 Uhr kostete der Euro 1,2580 Dollar. Ein Dollar war damit 0,7945 Euro wert. Zuvor war der Euro bis auf 1,2690 Dollar gestiegen. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2537 (Donnerstag: 1,2414) Dollar fest gesetzt.


Für die Kursverluste machten Händler einen TV-Bericht über die Interpretation verantwortlich. Die CNBC-Nachrichtenfrau Maria Bartimoro berichtete, dass Bernanke ihr bei einem Abendessen gesagt hatte, dass die Finanzmärkte ihn in der vergangenen Woche falsch verstanden hätten. Er wollte vor dem Wirtschaftsausschuss nicht eine Zinspause im Juni andeuten, sondern auf die höhere Flexibilität der Notenbank hinweisen. Kurz nach dem CNBC-Bericht vom Montagabend rutschten die Indizes ins Minus, nachdem sie zuvor getrieben von positiven Konjunkturdaten zugelegt hatten.
Gruß Moya ► EUR/USD 2532059

► EUR/USD moya
moya:

Bricht der Dollar jetzt ein?

 
02.05.06 06:35
#4

Der Euro hat kräftig zugelegt. Sind das die Vorboten eines Crash im US-Dollar?

Die Stimmen mehren sich, dass der US-Dollar weiter zur Schwäche neigen sollte. Die technische und fundamentale Situation ist widersprüchlich.


USD - Euro Tageschart

Dem Bereich zwischen 1,26 und 1,27 USD kommt für den weiteren Verlauf eine große Bedeutung zu. In unserem Primärszenario bewerten wir den augenblicklichen Anstieg noch als abc-Korrektur des Abwärtstrends aus dem vergangenen Jahr. Der Euro fiel von ca. 1,37 USD auf 1,16 USD. Der Anstieg der letzten Tage mahnt jedoch zur Vorsicht, da er recht impulsiv erfolgte. Wird dieser Bereich überschritten und die Welle c sollte extensieren, dann "drohen" dem US-Dollar weitere Verluste. Eine inverse SKS-Formation wäre beim Überwinden dieses Bereiches zusätzlich "aktiviert".

► EUR/USD 2532062


USD - Euro Wochenchart

Der Bärenmarkt des Euro des letzten Jahres ist nun exakt zu 50% korrigiert worden. Das 61,8%-Retracement liegt bei ca. 1,29 USD. Die Bollinger-Bänder hatten sich spürbar verengt und der Euro notiert mittlerweile fast 3 Cent über dem oberen Band. Zumindest eine technische Gegenbewegung wird zunehmend wahrscheinlich.

► EUR/USD 2532062


USD - Euro Monatschart

Mit seinem Rückgang bis auf ca. 1,16 USD hat der Euro ein Kursziel von ca. 1,10 bis 1,08 USD aktiviert. Sogar Kurse bis 1,00 USD - der Parität - sind aus dieser Formation theoretisch ableitbar. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich die rechte Schulter in diesem Bereich tatsächlich ausbilden wird, oder ein neuer Aufwärtstrend des Euro bereits begonnen hat.

► EUR/USD 2532062


Fazit

Der Euro sollte in diesem Bereich erstmal sein Jahreshoch markieren haben.

Gruß Moya► EUR/USD 2532062

► EUR/USD moya
moya:

Chartanalyse: Euro/Dollar

 
04.06.06 08:13
#5

UPDATE Euro/Dollar

Im letzten Update für den Euro wurde über eine Fortsetzung der Frühjahrsrallye diskutiert. Der Euro sollte bis rund 1.28 klettern und hier Mitte Mai ein belastbares Top bilden. Ob danach eine größere Abwärtswelle beginnt war Ende April noch unklar, da dies erst beim Rebreak von 1.233 geklärt wäre.

Die Aufwärtswelle lief in der Tat bis Mitte Mai (15.05.), jedoch deutlich über das Preisziel bei 1.28. Das Top lag bei 1.2974. Seither notiert der Euro auf hohem Niveau seitwärts, ohne klare Impulsstrukturen auf der Short-Seite auszubilden.

Diese Kursentwicklung ist chart- und wellentechnisch jedenfalls bullisch. Auf der Zeitachse passt das Mai-Top gerade noch in die üblichen Dimensionen – die 261.8%-Verlängerung wurde nur wenige Tage überschritten. Probleme bereits allerdings die Ausdehnung auf der Preisachse. Wie schon in der letzten Analyse diskutiert, ist die Extension vom April und Mai bullisch, weil dadurch ein Count als Welle (B) immer unwahrscheinlicher wird. Der Euro müsste schon sofort Richtung Süden abdrehen und Ende Juni unter 1.233 fallen, damit es noch ein mittelfristiges Short-Signal gibt. Die Chancen hierfür sind aber gering.

Dies liegt nicht zuletzt an die Kursmustern der vergangenen Wochen. Seit dem Mai-Top wurde nämlich nur eine Konsolidierung auf hohem Niveau ausgebildet. Die Patterns hier sind klar korrektiver Natur, was auf eine Zwischenkorrektur innerhalb einer größeren Aufwärtswelle hinweist. Zwar kann und sollte es noch zu einem Rücklauf bis in den mittleren 1.26-er Bereich kommen, dies wäre aber signifikant von der obigen K.O.-Marke entfernt.


Alles deutet also darauf hin, dass das es noch im Juni neue Tops geben wird. Wellentechnisch handelt es sich im Übrigen um die Impulswelle v – ob v von 3 oder C, seit einmal dahingestellt. Bei einer 100%-Ausdehnung in Bezug zur Welle i ergibt sich ein Kursziel von 1.3200, ohne Extension kommt für das Top d er Widerstand bei 1.305 in Frage.

Abbildung 1: Daily-Chart EUR/USD

 ► EUR/USD 2596270Es sollte jedoch auch beachtet werden, dass im Anschluss an diese Welle v eine mehrmonatige Seitwärts- bzw. Korrekturphase stattfindet. Insbesondere Juli, August und September wird der Euro sich tendenziell seitwärts bewegen, zwischenzeitlich sind sogar Verluste bis in den 1.25-er Bereich möglich und wahrscheinlich. So lange der Euro aber oberhalb von 1.233 bleibt, ist langfristig keine Gefahr vorhanden.

Kurzfristig wäre eine zeitliche Verlängerung der seit Mitte Mai laufenden Konsolidierung wünschenswert. Zwar hat der Anstieg der letzten Tage das Potenzial zu höheren Preisniveau, wird momentan aber nur als Subwave c’’ von b’ abgezählt. Deshalb wird bei 1.2965 zu Wochenbeginn ein Zwischenhoch erwartet, sodass der Euro wieder nach unten blickt. Bis Mitte Juni gibt es dann im Rahmen der Welle c’ moderate Verluste bis 1.2700, ggf. sogar bei 1.263+.


Fazit
Der Euro wird nach Abschluss der seit Mai laufenden Verschnaufpause noch einmal nach oben blicken und die Impulswelle v ausbilden. Dieser Move kann bis 1.320 laufen. Spätestens hier beginnt eine mehrmonatige Korrekturwelle. Unterm Strich wird der Euro in den kommenden Monaten in einer Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen Niveau notieren.

Gruß Moya► EUR/USD 2596270

► EUR/USD moya
moya:

Droht Euro-Krise?

 
09.06.06 06:39
#6

Die Stimmung ist zu gut - geht das schief?

In kaum einem anderen Markt beobachte ich derzeit ein so ausgeprägt einseitiges Sentiment: "Der US-Dollar wird einbrechen, dies sei nur eine Frage der Zeit" - das höre ich einfach zu oft. Lediglich der angebliche "Super-Zyklus" im Rohstoffsektor kann es mit diesem einheitlichen Marktkonsens aufnehmen. Wie schätzen wir die Situation ein?

Sorglose Situation

Es scheint eine ausgemachte Sache zu sein! . Der Dollar wird zwangsläufig einbrechen. Aber Stopp! Denken wir einmal gemeinsam nach. Wenn alle kritisch gegenüber dem US-Dollar eingestellt sind, viele Notenbanken ihre Reserven in Euro anlegen und auch die arabischen Länder den US-Dollar eher meiden, wer verkauft denn überhaupt noch US-Dollar? Die Dollar-Pessimisten haben ihre Positionen längst geschlossen bzw. sind im Euro "long" und im Dollar "short" engagiert. Eine brisante Mischung! Das Überraschungspotential liegt eher auf der Short-Seite.


Seltsame Kommentare

In den letzten Tagen höre und lese ich immer wieder, dass die Zinsdifferenz den Dollar zukünftig belasten sollte, da die Differenz kleiner werden wird. So weit, so gut. Denken wir wieder kurz nach: Was bedeutet denn eine Differenz und wie entstehen die so genannten "carry trades"? Sie leihen sich dort Geld, wo die Zinssätze günstiger sind und legen es dort kurzfristig an, wo die Zinssätze eben höher sind. Die! Zinsdifferenz ist in diesem Jahr sogar weiter angestiegen und beträgt per heute 2,5% (in Europa 2,5% und in den USA 5%).

Was ändert sich nun, wenn diese Differenz kleiner wird?

Basteln wir uns ein einfaches Beispiel. Sie essen in der Mittagspause eine Currywurst. An der linken Imbissbude kostet diese 2,50 Euro und an der rechten Imbissbude 5 Euro. Wo kaufen Sie Ihre Currywurst? Richtig. An der linken Bude zu 2,50 Euro. Nun erhöht die linke Bude den Preis auf 3,50 Euro. Wo kaufen Sie dann - bei einer geringen Differenz - Ihre Currywurst? Natürlich immer noch lieber zu 3,50 Euro als zu 5 Euro. Eine schrumpfende Differenz ist eben immer noch eine Differenz!


Ein Blick zurück

Erinnern Sie sich an das Jahr 2004. Der Leitzins in den USA betrug damals zu Anfang des Jahres 1,00% und die EZB-Leitzinsen lagen bei 2%. Während die amerikanische Notenbank ihren Leitzins bis zum Jahresende ständig weiter erhöhte - und die Differenz also beständig kleiner wurde - stieg! der Euro gegenüber dem US-Dollar trotzdem weiter an! Erst als die amerikanische Notenbank ihren Leitzins über das europäische Niveau anhob, begann der Euro nachhaltig schwächer zu werden. Warum sollte dies nun anders sein? Würde der Euro weiter ansteigen, so wäre die sich verringernde Zinsdifferenz sicher nicht der Grund dafür.


EUR-USD Tageschart

Der Aufwärtstrend des Euro ist noch voll gültig. Das letzte Hoch wurde von einigen Indikatoren nicht mehr bestätigt. Diese negative Divergenz macht eine größere Korrektur zunehmend wahrscheinlich. Alle Kurse über 1,27 USD sind im Zweifel noch bullish zu werten, darunter bis 1,230 USD / 1,2350 neutral. Unter 1,23 Euro droht dem Euro ein deutlicher Kursrutsch.

► EUR/USD 2605127


EUR-USD Wochenchart

► EUR/USD 2605127


Fazit

Die Stimmung ist eindeutig bullish für den Euro. Die angeführten Belastungsfaktoren für den US-Dollar sehen wir jedoch im Markt als weitgehend eingepreist an. Ein heftiger Rücksetzer des Euros sollte viele Marktteilnehmer in Bedrängnis bringen. Kennen Sie noch einen Dollar-Bullen? Ich nicht!► EUR/USD 2605127

Gruß Moya ► EUR/USD 2605127

► EUR/USD moya
moya:

EUR/USD vor Kursschub?

 
27.10.06 06:52
#7

Der Dollar zeigt sich heute von seiner schwachen Seite und verhilft dem Währungspaar EUR/USD zu einem zaghaften Kaufsignal...

EUR/USD - Euro gegenüber US-Dollar

Intradaykurs: 1,2650 USD

Aktueller Tageslinienchart (log) seit 20.10.2004 zur Darstellung des übergeordneten Kursverlauf

► EUR/USD 2874108

Aktueller Tageskerzenchart (log) seit 31.03.2006 (1 Kerze = 1 Tag)

Rückblick: EUR/USD markierte nach einer steilen Kursrallye Mitte Mai 2006 ein Zwischenhoch bei 1,2973 USD und startete eine Korrekturbewegung. Diese dauert nach wie vor an und verläuft zwischen 1,2460 und 1,2900 USD, wobei sich zuletzt der Abwärtstrend seit März 2005 als schwere Hürde erwiesen hat. Das Währungspaar kippte im September nochmals nach unten und s! tabilisierte sich Mitte Oktober am zentralen Unterstützungsbereich bei 1,2460 - 1,2480 USD. An diesem Bereich kann nun eine mittelfristige Trendwende nach oben hin vollzogen werden. Aktuell versucht das Währungspaar den Ausbruch über den zentralen Widerstandsbereich bei 1,2653 - 1,2655 USD. Das Chartbild bleibt zunächst weiter neutral zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Steigt EUR/USD jetzt per Tagesschluss wieder über 1,2655 USD an, wird ein kurzfristiges Kaufsignal mit Ziel am Abwärtstrend seit März 2005 bei aktuell 1,2820 und darüber am Horizontalwiderstand bei 1,2897 USD ausgelöst. Erst bei einem Anstieg über 1,2897 USD wird ein Folgeanstieg bis 1,2973 USD und 1,3123 USD wahrscheinlich. Im Falle einer jetzt möglichen Zwischenkorrektur sollte das Währungspaar nicht mehr unter 1,2575 USD zurückfallen, um den bullischen Ansatz nicht zu gefährden. Abgaben bis 1,2505 und 1,246! 0 - 1,2480 USD wären dann die Folge. Fällt EUR/USD per Tages - und Wochenschluss unter 1,2460 USD zurück, wird eine weitere Abwärtswelle bis zunächst 1,2300 - 1,2321 USD wahrscheinlich.

► EUR/USD 2874108
► EUR/USD 2874108


Über den Autor GodmodeTrader: Täglich Live Intraday Market Track & professionelles Trading mit 200-300 Meldungen, Analysen und Einschätzungen zu Aktien, Indizes, Edelmetallen, Futures. Handel in mehreren Musterdepots, Trading von Aktien, Optionsscheinen, Hebelzertifikaten, Futures. Aggressiv und konservativ geführte Musterdepots. Handel im kurz-, mittel- und langfristigen Zeitfenster. Für professionelle Marktteilnehmer und Laien.

Gruß Moya ► EUR/USD 2874108

► EUR/USD moya
moya:

EUR/USD in starker Ausbruchsbewegung

 
28.11.06 06:24
#8

EUR/USD - Euro gegenüber US-Dollar

Kurs: 1,3122 USD

Aktueller Wochenchart (log) seit 16.01.2004 (1 Kerze = 1 Woche)

Rückblick: EUR/USD markierte im Dezember 2004 bei 1,3666 USD ein Mehrjahreshoch und startete eine Abwärtskorrektur bis auf 1,1640 USD, in den Bereich der exp. GDL 200 (EMA200). Dort drehte das Währungspaar im November 2005 wieder nach oben und generierte Mitte April mit dem Anstieg über 1,2180 USD ein Kaufsignal. Nach einer steilen Kursrallye markierte EUR/USD dann Mitte Mai 2006 ein Zwischenhoch bei 1,2973 USD und startete eine Korrekturbewegung., welche seitwärts zwischen 1,2480 und 1,2897 USD verlief. Am 22.11.2006 brach das Währungspaar dann nach oben hin aus und sprang auch über das Jahreshoch bei 1,2973 USD. Damit ist jetzt ein mittelfristiges Kaufsignal aktiv.

Charttechnischer Ausbl! ick: Kurzfristig sind ab hier bei 1,3123 - 1,3160 bzw. alternativ erst ab 1,3273 USD Rücksetzer bis 1,2973 oder 1,2897 USD möglich, welche das mittelfristig bullische Bild nicht gefährden würden. Kritisch wäre erst ein Rückfall unter den Abwärtstrend seit März 2005 bei aktuell 1,2785 USD zu werten. Abgaben bis 1,2653 bzw. 1,2460 - 1,2480 USD werden dann wahrscheinlich. So lange EUR/USD aber oberhalb von 1,2897 USD, liegt das mittelfristige Kursziel bei 1,3666 USD.





► EUR/USD 2934076
Gruß Moya ► EUR/USD 2934076

Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem
wöchentlichen Marktüberblick
von ARIVA.DE!
E-Mail-Adresse
Ich möchte Benachrichtigungen von ARIVA.DE erhalten.
Ja, ich habe die Datenschutzhinweise gelesen und akzeptiert (Pflichtfeld).
► EUR/USD moya

Schwächelnder Dollar...

 
#9

Schwächelnder Dollar…

von Martin Weiss

Der deutsche Leitindex konnte in der abgelaufenen Woche seine Rekordfahrt nicht fortsetzen. Zwar pirschte sich der Dax zunächst an die Marke von 6500 heran, ehe am Freitag Gewinnmitnahmen einsetzten.

Trotz dieser Konsolidierung befindet sich der Markt immer noch in dem seit Sommer diesen Jahres vorherrschenden Aufwärtstrendkanal. Eng für die Bullen wird es erst dann, wenn die Unterstützungszone bei 6250 bis 6280 Punkte nicht hält und auch der Bereich um das Mai-Hoch nicht verteidigt werden kann.

Auffallend ist, dass mit dem Anstieg auch der Optimismus weiter gewachsen ist, das Verhältnis Bullen zu Bären beträgt mittlerweile fast drei zu eins. Und auch sonst scheint alles rund zu laufen. Der ifo-Geschäftsklimaindex erklimmt neue Höhen, der Bundestag beschließt einen verfassungskonformen Haushalt 2007, in dem die vorgesehenen Investitionen höher als die geplante Neuverschuldung sind.

Sehr interessant ist aber, dass selbst der Bundesfinanzminister einräumt, dass die Problematik der Staatsverschuldung keinesfalls gelöst sei. Eher das Gegenteil ist der Fall. Trotz historisch niedriger Zinsen muss der Bund auch im Jahr 2007 doppelt so viel für Zinsen wie für Investitionen ausgeben. So musste im Jahr 2005 bereits fast jeder siebte Euro (64 Milliarden Euro) der gesamten Steuereinnahmen in Höhe von 453 Milliarden Euro für Zinsausgaben verwendet werden. Im Jahr 1990 betrugen die Zinslasten des öffentlichen Gesamthaushalts 33 Milliarden Euro. Wie die deutsche Bundesbank im Monatsbericht März 1997 feststellte, „nährt sich die Verschuldung aus sich selbst heraus“.

Ob es den politisch Verantwortlichen gelingt, das Ruder wirklich herumzureißen und einen Ausweg aus der teufelskreisähnlichen Spirale zu finden, bleibt abzuwarten.

Letztlich dürfte es extrem eng werden, wenn „völlig überraschend“ scharfer konjunktureller Gegenwind aufkommt. Momentan scheint sich am Horizont zwar noch kein größeres Unwetter unmittelbar anzudeuten. Dennoch stimmt der Blick auf die Zinsstrukturkurve schon etwas sorgenvoller.

Wagt man einen Blick auf den Devisenmarkt, dürften die Sorgenfalten im Exportweltmeisterland nicht geringer werden. Am vergangenen Freitag überwand der Euro das alte Jahreshoch und kletterte erstmals seit April 2005 über 1,30 Dollar. In der Spitze schnellte der Euro gar bis auf 1,31 Dollar hoch.

Rein technisch betrachtet ist mit dieser Bewegung der Euro aus der seit Mai vorherrschenden Seitwärtsbewegung ausgebrochen. Nach oben ist nun zunächst Luft bis zum alten Rekordhoch, möglicherweise sogar bis in den Bereich 1,38.

Sollte der Dollar-Verfall sich beschleunigen, dürften vor allem für die exportlastigen Aktien (Autobauer, Siemens, SAP, auch Finanzwerte mit hohen Aktienbeständen) stürmische Zeiten anstehen. Einen leichten Vorgeschmack gab es ja bereits am Freitag.

Auf dem Dollar lastet nicht nur ein geringer werdendes Zinsdifferential, das hohe Leistungsbilanzdefizit und das nachlassende US-Wachstum, sondern vor allem auch die Sorge, dass eine Revision der Reservepolitik diverser asiatischer Länder nicht nur angedacht, sondern auch praktisch umgesetzt wird. Erst jüngst stellte der Vize-Gouverneur der People`s Bank of China klar, dass auch die ostasiatischen Staaten ihre Abhängigkeit von den Dollarreserven reduzieren sollten. Mit großer Spannung wird daher die noch im Dezember (vom 12. bis zum 16.12.06) anstehende China-Reise des US-Finanzministers Paulson erwartet. Höchst interessant ist, dass der ehemalige Goldman Sachs-Chef von Ben Bernanke höchstpersönlich begleitet werden wird.

Fast schon lehrbuchmäßig war das gelbe Edelmetall der Profiteur der Dollar-Schwäche. Neben dem schwächelnden Dollar dürften auch saisonale Aspekte den Goldpreis weiter beflügeln. Insofern ist es sehr gut vorstellbar, dass die Goldbugs zum Weihnachtsfest mit einer Notierung von 700 Dollar je Feinunze „beschenkt“ werden.

Gruß Moya ► EUR/USD 2934079


--button_text--