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IBM: Zahlen geben positives Signal für Hardware-Branche
Analysten erwarten von der Konkurrenz nur wenig
IBM ist eines der wenigen Technologie-Unternehmen, das die Erwartung der Wall Street im vierten Quartal 2000 übertroffen und seitdem keine Ergebniswarnung herausgegeben hat. Es bleibt die Hoffnung, dass der Computergigant mit seinen Zahlen den Startschuss für eine bessere Kursentwicklung der Hardware-Aktien gibt.
Mehrere Blue Chips aus der Hardware-Branche, darunter Compaq und Sun Microsystems werden in den kommenden Tagen ihre Ergebnisse vorlegen. Und sie alle kämpfen mit der schwachen PC-Nachfrage in den USA – ein Trend, der nach Meinung von Analysten auch nach Europa übergreift. Die besten Chancen auf Quartalszahlen, die vom Markt positiv aufgenommen werden könnten, hat da noch IBM.
Darauf deuten zumindest die durchschnittlichen Bewertungen der Analysten hin. Auf einer Skala von 1,00 (strong buy) bis 5,00 (strong sell) wird IBM mit 1,6 eingestuft, Compaq mit 2,1, Sun mit 2,2 und Hewlett-Packard mit nur 2,6. Zudem ist das Unternehmen aus Armonk, New York, weiter diversifiziert als jedes andere Unternehmen der Branche und außer im PC- und Server-Geschäft in den Bereichen IT-Beratung, Großrechner, Software und Komponenten-Herstellung tätig. Die Absatzschwäche im PC- und Server-Sektor sollte auch IBM nicht spurlos vorübergehen, weshalb Analysten auch keine Wunder erwarten. Im Durchschnitt geht man davon aus, dass IBM im ersten Quartal 98 Cent pro Aktie verdient und einen Umsatz von 20,8 Mrd.$ erzielt. Das wäre ein Gewinnwachstum im Vergleich zum Vorjahr von 18,1% und damit läge man klar über dem 5-Jahresdurchschnitt von 11,5%.
Schlechter sieht die Situation da schon für Sun und Compaq aus. Im Mittel rechnen die Analysten für Sun mit einem Gewinn von 7 Cent/Aktie, ein Rückgang von 40% gegenüber dem ersten Quartal 2000, und der Umsatz soll um gerade mal 11% zulegen. Im Vergleich zu den bisherigen Wachstumsraten von teilweise über 50% bescheiden. Und kaum jemand erwartet, dass Suns Ausblick auf den Rest des Jahres Besserung verspricht. Die Sun-Zahlen kommen am Donnerstag 19. April.
Auch Compaq wird die Branche wohl nicht vitalisieren können. Die Experten rechnen mit einem Gewinn von lediglich 221 Mio.$ oder 13 Cent je Aktie, 32% weniger als die 325 Mio.$ bzw. angepassten 17 Cent/Aktie im Vergleich zum Jahr 2000. Der Umsatz soll sogar um 4% fallen und dann nur noch bei 9,18 Mrd.$ liegen. Compaq legt am 23. April seinen Ergebnisbericht vor.
Die Anleger werden sich wohl verstärkt auf IBMs Bilanz-Pressekonferenz konzentrieren, um einen Ausblick auf die Entwicklung des zweiten Quartals und darüber hinaus zu bekommen. Der sollte am Mittwoch (18. April) nach Börsenschluss gegeben werden.
Autor: Björn Junker, 17:00 17.04.01
IBM: Zahlen geben positives Signal für Hardware-Branche
Analysten erwarten von der Konkurrenz nur wenig
IBM ist eines der wenigen Technologie-Unternehmen, das die Erwartung der Wall Street im vierten Quartal 2000 übertroffen und seitdem keine Ergebniswarnung herausgegeben hat. Es bleibt die Hoffnung, dass der Computergigant mit seinen Zahlen den Startschuss für eine bessere Kursentwicklung der Hardware-Aktien gibt.
Mehrere Blue Chips aus der Hardware-Branche, darunter Compaq und Sun Microsystems werden in den kommenden Tagen ihre Ergebnisse vorlegen. Und sie alle kämpfen mit der schwachen PC-Nachfrage in den USA – ein Trend, der nach Meinung von Analysten auch nach Europa übergreift. Die besten Chancen auf Quartalszahlen, die vom Markt positiv aufgenommen werden könnten, hat da noch IBM.
Darauf deuten zumindest die durchschnittlichen Bewertungen der Analysten hin. Auf einer Skala von 1,00 (strong buy) bis 5,00 (strong sell) wird IBM mit 1,6 eingestuft, Compaq mit 2,1, Sun mit 2,2 und Hewlett-Packard mit nur 2,6. Zudem ist das Unternehmen aus Armonk, New York, weiter diversifiziert als jedes andere Unternehmen der Branche und außer im PC- und Server-Geschäft in den Bereichen IT-Beratung, Großrechner, Software und Komponenten-Herstellung tätig. Die Absatzschwäche im PC- und Server-Sektor sollte auch IBM nicht spurlos vorübergehen, weshalb Analysten auch keine Wunder erwarten. Im Durchschnitt geht man davon aus, dass IBM im ersten Quartal 98 Cent pro Aktie verdient und einen Umsatz von 20,8 Mrd.$ erzielt. Das wäre ein Gewinnwachstum im Vergleich zum Vorjahr von 18,1% und damit läge man klar über dem 5-Jahresdurchschnitt von 11,5%.
Schlechter sieht die Situation da schon für Sun und Compaq aus. Im Mittel rechnen die Analysten für Sun mit einem Gewinn von 7 Cent/Aktie, ein Rückgang von 40% gegenüber dem ersten Quartal 2000, und der Umsatz soll um gerade mal 11% zulegen. Im Vergleich zu den bisherigen Wachstumsraten von teilweise über 50% bescheiden. Und kaum jemand erwartet, dass Suns Ausblick auf den Rest des Jahres Besserung verspricht. Die Sun-Zahlen kommen am Donnerstag 19. April.
Auch Compaq wird die Branche wohl nicht vitalisieren können. Die Experten rechnen mit einem Gewinn von lediglich 221 Mio.$ oder 13 Cent je Aktie, 32% weniger als die 325 Mio.$ bzw. angepassten 17 Cent/Aktie im Vergleich zum Jahr 2000. Der Umsatz soll sogar um 4% fallen und dann nur noch bei 9,18 Mrd.$ liegen. Compaq legt am 23. April seinen Ergebnisbericht vor.
Die Anleger werden sich wohl verstärkt auf IBMs Bilanz-Pressekonferenz konzentrieren, um einen Ausblick auf die Entwicklung des zweiten Quartals und darüber hinaus zu bekommen. Der sollte am Mittwoch (18. April) nach Börsenschluss gegeben werden.
Autor: Björn Junker, 17:00 17.04.01