Für Neuinteressierte und auch andere (um manches wieder in Erinnerung zu rufen) möchte ich wieder mal fundamentale Aspekte aufgreifen:
Zur Bewertung der fundamentalen Situation von Epi werden meistens Punkte wie bevorstehende CMS-Erstattung, zukünftige Penetration des gigantischen China-Krebsdiagnostik-Markts, klinische Studienergebnisse zu proLung ect. angeführt – und das zurecht. Man sollte aber nicht vergessen, dass es noch einige andere Punkte gibt, die zum Gesamtbild der positiven Zukunftsaussichten beitragen. Ich möchte 3 dieser Zusammenhänge herausgreifen:
- Epi hat die weltweiten Rechte, den von Biochain entwickelten Bluttest (der billiger als proColon ist – bei vergleichbaren Performance-Daten) außerhalb von China zu vermarkten. Wir wissen, dass Epi bereits in Ländern wie Thailand, Vietnam, Malaysia und Singapur durch Vertriebsvereinbarungen mit der SPD Scientific PTE Ltd. seine Fühler ausgestreckt hat. Ferner wurde am 9.11.2016 vermeldet, dass Epi weitere Schritte unternommen hat, um die weltweite Vermarktung von Epi proColon zu verstärken. Darin kann für die Zukunft zwar keine große geschäftliche Stütze gesehen werden, aber à la longue liegt hier ein nicht zu verachtendes Potenzial für zusätzliche Umsätze neben den Hauptmärkten USA und China.
- US-Gesetzesinitiative zur Darmkrebsvorsorge: es ist fast 10 Monate her, dass diese parteiübergreifende Initiative von zwei Mitgliedern des Repräsentantenhauses ins Leben gerufen wurde. Sie zielt darauf ab, dass CRC-Screening-Bluttests mit FDA-Zulassung durch Medicare erstattet werden. Alleinstellungsmerkmal für Epi: proColon erfüllt bis auf weiteres als einziger Test diese Kriterien. User Nikodimi hat im WO-Forum im Nov. 2016 von einem Treffen mit Hrn. Hamilton (auf dem wenige Tage zurückliegenden Frankfurter Eigenkapitalforum) berichtet, dass der CEO damals spätestens in Q2/2017 mit der Verabschiedung des Gesetztes gerechnet hat. Auch wenn man einen zeitlichen Zuschlag von 50% wegen zweckoptimismusbedingter Übertreibungsneigung berücksichtigt, kommt man auf Ende September 2017 !
- Vom selben Gespräch mit Mr. Hamilton hat User Nikodimi rückgemeldet, dass der CEO davon ausgegangen sei, dass die Laborkette Quest Diagnostics (niemand geringerer als der Weltmarktführer auf dem Gebiet der Diagnosemittel; Anm.: Quest vertreibt eine Laborversion des Septin9-Tests auf Lizenebasis) nur auf die Erstattungsentscheidung (gemeint ist offenbar die vorläufige Zuordnung eines CPT-Codes gemäß einer Erstattungshöhe von $83,-) gewartet hat, um auf den FDA-zugelassenen Test proColon umzusteigen und alleine schon aus Wettbewerbsgründen diesen Schritt spätestens im Q1/2017 setzen werde. Ist also auch schon überfällig. Im GB2016 steht zu diesem Thema, dass sich Epi "in intensiven Gesprächen" mit Quest befindet. (Vielleicht wartet Quest noch auf die endgültige Bestätigung der CMS-Erstattung.)