ondern ein Fundstück aus SW
21. Mai, 2008 Update der Empfehlung - EnerGulf -
"What if everything is an illusion and nothing exists? In that case, I definitely overpaid for my carpet". (Woody Allen)
An EnerGulf scheiden sich die Geister. Manch einer sieht ein großes Risiko, der andere eine gewaltige Chance. Dies liegt allerdings in der Natur der Sache. Denn der Erfolg einer Ölexploration kann nun mal nicht herbei diskutiert werden. Ebenso wenig wie das mit einem Misserfolg geschehen kann. Deshalb ist es wichtig, zumindest die Rahmenbedingungen und die für den Erfolg und Misserfolg entscheidenden Parameter zu kennen.
Unbestreitbar ist ein Engagement in Erdöl oder Erdgas derzeit allein unter Sentimentsgesichtspunkten eine aussichtsreiche Sache. Erklomm doch zuletzt der Ölpreis neue Rekordhöhen (129 USD). Einzelne Auguren erwarten aufgrund der Aufzehrung der Ressourcen und des Rückganges der Förderung ("Peak Oil") in den nächsten 10 Jahren Preise von bis zu 200 USD und im 2. Hj. 2008 einen Anstieg auf bis zu 141 USD (Goldman Sachs).
Um die Abhängigkeit von arabischem Öl (“Ölwaffe”) zu vermindern, fokussiert sich die US-Energiepolitik geostrategisch zunehmend auf afrikanische Ölquellen.
Dank bester Beziehungen konnte EnerGulf mehrere Projekte in Afrika akquirieren.
Mr. Greenblum is the managing director of Rio Mining and Energy, Inc., a natural resource consultancy and investment firm. He is formerly a senior executive with Diamond Fields Resources, Inc., which was later acquired by Inco, Ltd. (C$4.3 billion transaction - Voisey’s Bay Nickel Discovery). Prior to his association with Diamond Fields, Mr. Greenblum served as a senior Bush administration official under President George H.W. Bush at both the U.S. Department of Energy and the U.S. Department of Commerce. While at the Department of Energy, he served as Senior Executive in the Office of Fossil Energy. Among his responsibilities were the Naval Petroleum Reserve (in charge of Elk Hills Field - 1.719 Billion/Bbls recoverable reserves:AAPG-Giant Field), Strategic Petroleum Reserve, Clean Coal Technology Program and the Enhanced Oil Recovery Technology Program. At the Department of Commerce, Mr. Greenblum served in international trade administration as Director, Office of Africa, responsible for U.S. investment and trade policy with Africa. Previous to his service in the Bush administration, Mr. Greenblum was a senior executive with KP Exploration, Inc., a wholly owned oil and gas subsidiary of Kidder, Peabody and Company. During his tenure with KP Exploration, the company drilled over 200 oil and gas wells, primarily in south Texas and Oklahoma.
Nach allem was man weiß, bieten alle Projekte beste Voraussetzungen, sog. "Giant-Oilfields", das sind Ressourcen mit mehr als 500 Mio. Barrel, zu enthalten. Mindestens 2 dieser Felder liegen offshore in Namibias "Block 1711" (Kunene und Hartmann). www.namcor.com.na/downloads/publications/OIL_GAS.pdf
www.searchanddiscovery.net/documents/...ca/abstracts/brito.htm
www.forbes.com/global/2001/1224/028.html
Kunene, der kleinere von beiden, wird Mitte März 2008 erstmals angebohrt, um eine Bestätigung der positiven Messergebnisse zu erhalten. Das Projekt ist vollständig 3D-definiert und es wurden direkte Indikatoren wie Bodenreflektoren (BSR's), Gaskamine und Aussickerungen am Meeresboden beobachtet. Siehe Anmerkung Nr 2 zu den BSR's.
Es liegt ein unabhängiges Gutachten (NSAI Prospective Report) nach kanadischer Norm NI 51-101 www.checkbeforeyouinvest.ca/Regulation/...ial-consolidated.pdf vor, welches das Potential der Ressource mit bestimmten Wahrscheinlichkeitsgraden (P10, P50, P90) aufzeigt. www.energulf.com/news/09_08_06.pdf In Namibia sollen demnach mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 %, so das Ergebnis einer Simulation, die Größen und andere Faktoren als Eingangsparameter hatte, mehr als 3,2 Mrd. Barrel Öl und wohl einige TCF Gas liegen. Die P90 und P10 Bestimmtheitsmaße im "Oil-Case" lagen bei 1,0 Mrd. Barrel bzw. (optimistisch) bei 6 Mrd.
Letzte Gewissheit bringt allerdings nur ein ein Well-Logging. Dazu muss gebohrt werden.
www.ptb.de/de/aktuelles/hvhsymp/2003/helmlueling.htm
Denn letztlich ist Erdöl nur dort zu finden, wo sich biologische Sedimente ablagerten (z.B. an ehemaligen Flussläufen), die Temperatur- und Druckverhältnisse stimmten, um die Umwandlung in Erdöl zu begünstigen, das Gestein porös genug war, um das Erdöl zu speichern und das Abdeckgestein dicht genug war, um Aussickerungen zu verhindern bzw. die Einsickerung von Meerwasser zu vermeiden. Diesbzüglich sieht es in Namibia sehr günstig aus, zumal Exxon jüngst in der gleichen Struktur ("Angola") fündig wurde
Dr. Khalin: "The offshore geological characteristics where it is exploring for oil are similar to that of the northern sedimentary basins of Congo and Angola's Kwanza basins. "
Auch die kürzlich erfolgreich angebohrten Strukur www.bloomberg.com/apps/...sid=afc6lxRruQ9g&refer=latin_america vor der brasilianischen Küste ist geologisch identisch. Siehe die Grafiken Nr. 4, 9 und 10 zum Kontinentaldrift, welche am Ende der Seite angehängt sind.
www.namibian.com.na/2007/December/national/07D48D338C.html
www.ipsnews.net/news.asp?idnews=40086
www.energy-business-review.com/...-308E-4FE6-9011-776B54233015
pubs.usgs.gov/bul/2207/B/pdf/b2207b_508.pdf
www.wissenschaft-online.de/artikel/835749
de.wikipedia.org/wiki/Ölquelle
Mittlerweile haben auch andere Gesellschaften das Namibische Becken als sehr aussichtsreiche Struktur ausgemacht.
www.londonstockexchange.com/LSECWS/...px?id=1841645&source=RNS
Tower Resources LSE...possibly 10 Billion barrels...in close proximity to ENG
Posted by: Altitude on May 16, 2008 12:30PM
If seismic interpretation has confirmed the presence of giant structures which could contain 10 BILLLION barrels unrisked from 3 prospects in northern offshore Namibia, the probabilitis for ENERGULF look to be equally as encouraging. If I've interpreted the NR correctly, then Towers blocks are only 150km south of Block 1711 (where for those of you new to this forum is the spot where ENG and its JV partners are currently drilling). This sort of data leads me to believe that ENG may have a much larger potential discovery than was originally thought (also multi billion barrels). Just picked up some more shares this morning...the risk reward is worth the "gamble" at this price level which I believe will be a lot higher in the next couple of weeks. Quelle: www.agoracom.com
www.chariotoilandgas.com/index.html
Direkte Indikatoren (siehe oben) signalisierten im Block 1711 das Vorhandensein von Erdöl/Erdgas.
"Block 1711 contains the most attractive undrilled structure that I have seen in over 40 years of exploring for oil and gas internationally. In my opinion, each of the Kunene and the Hartmann prospects are of a sufficient size to have the potential to contain a 'giant field,' being over 500 million barrels [as defined by the American Association of Petroleum Geologists],” Bill St. John, EnerGulf's adviser for African and other international oil and gas exploration operations, stated in a media release. www.resourceinvestor.com/pebble.asp?relid=39247
Die Kosten für den ersten Drill, Kunene1, wurden auf 50 Mio. USD veranschlagt, die gemäß den vereinbarten Working-Interests zu 10 % auf EnerGulf und zu 70 % auf Sintezneftegaz (Operator) entfallen. Anteile haben auch die staatlichen Ölgesellschaften Namibias (Namcor) und Südafrikas (PetroSA) gezeichnet. Bekannt ist, dass die Förderkosten im Oil-Case etwa 12 USD je Barrel ausmachen und die Gewinnbelastung durch die Ertragssteuern z.G. des Staates Namibia auf etwa 40 % zu veranschlagen ist. Angesichts eines Ölpreises von z.Z. mehr als 100 USD je Barrel eine potentiell sehr lukrative Angelegenheit. www.namcor.com.na/index.php?pn=fiscal_regime
Im Erfolgsfalle kann der Zeitwert (NPV10%) der Ressource (nur ENG-Anteil) auf etwa 4,2 Mrd. USD veranschlagt werden, was einem Zeitwert von etwa 13 USD je Barrel entspricht. Grundlage P50 Intervall (mittlerer Erwartungswert) und 63 USD Ölpreise bis zum Ende der Förderung.. Die für die vollständige Erschließung einer solchen Ressource entstehenden Aufwendungen sind allerdings beim so ermittelten NPV zu kürzen oder über eine erhöhte Zahl der Aktien zu berücksichtigen. Bei 100 Millionen umlaufenderr Aktien (derzeit sind es rd. 50 Millionen) könnte somit das Potential von Namibia 1711 auf etwa 40 USD je Aktie veranschlagt werden.
Eine weitere Explorations-Lizenz wurde an einem potentiellen Giant-Oilfield in der Demokratischen Republik Congo akquiriert. Der Vertrag bezieht auf einen 475 km2 großen Block ("Lotshi Block") im Westen des Congo ("Les Zones du Bassin Côtier").
"EnerGulf Resources Inc., Houston, said the country's president ratified a hydrocarbon exploration and production-sharing contract on the 475 sq km Lotshi Block in Congo (former Zaire)'s western salt basinThe block is contiguous to Angola's Cabinda oil producing area and the Chevron Corp.-operated giant Malago and Takula field complexes. EnerGulf is operator of Lotshi, and state Cohydro will have a 10% carried interest. The 5-year minimum work program is $33.5 million". www.energulf.com/news/03_17_2008.pdf
"A major U.S. oil company previously documented six untested leads with potential recoverable reserves of 880 million barrels of oil within the ZBC".
Vorausgesetzt, die vermuteten > 500 Barrel recoverable reserves www.energulf.com/news/09_14_05.pdf lassen sich bestätigen, kann der Block auf eine ähnliche Größenordnung wie Namibia 1711 veranschlagt werden. Der logischerweise nächste Schritt wäre mithin eine 3D-Seismic (vgl. Anmerkung 2) des gesamtes Gebietes, damit die geometrische Größe für einen "prospective resource report" nach kanadischer Norm geschaffen wird.
Da dieses Projekt onshore liegt, sind die Aufwendungen für den Drill deutlich geringer anzusetzen als in Namibia. Angeblich etwa 15 Mio. USD je Loch.
Die Finanzierung dieses Explorationsprogrammes für das erste Jahr (hauptsächlich seismische Arbeiten) wurde mit dem letzten Privat-Placement über 8 Mio. CAD gesichert. www.resourceinvestor.com/pebble.asp?relid=39247
Sintezneftegaz, der Operator, der allein in die ersten beiden Bohrungen etwa 80 Mio. USD investiert, scheint ebenfalls vom Erfolg des Projektes überzeugt zu sein. Dr Valentin Khalin, said in an earlier interview with New Era: "We have 90 percent expectation to find oil or gas. No one can be 100 percent sure of what is under the surface of the earth". allafrica.com/stories/200802150620.html
"Namibia will be an oil producing country. There is oil here and I have already seen it," www.africanoiljournal.com/...sian_firm_to_invest_80_millio.htm
Das Who-is-Who der Branche ist eingebunden, Schlumberger/WesternGeco für die Seismic und Halliburton für das Schachtmanagement, was die technischen Risiken minimiert.
Das Projektmanagement ist an Firstdrill übertragen. www.firstdrill.co.uk/news/Firstdrillentersnamibia.htm Peter Murray, Firstdrill’s Operations Manager commented: We are extremely pleased to be working with Sintezneftegaz, and we are totally committed to the successful drilling of the Kunene-1 well, offshore Namibia.
Eine Umweltverträglichkeitsstudie liegt ebenfalls vor. www.energulf.com/news/10_26_07.pdf.
Sprott Asset Management hat sich mit Geld engagiert und mit 10,5 % beteiligt (2, 0 Mio Aktien und 1,8 Millionen Warrants). www.agoracom.com/ir/energulf/messages/727758
Wellington West Capital Market Inc., die 9 Explorer verglichen haben, gibt für die Aktie ein erstes Kursziel von 10 CAD aus. www.redwood-capital.com/pdf/reports/GSA/...20West%20012108.pdf
Positive Signale senden auch die an der TSX offenen Short-Positionen. die sich am 30.4.2008 auf (kleine) 109.000 Stück (142.400 Stück) summierten. infoventure.tsx.com/TSXVenture/...X&SEC_SYM_SID=1&HC_FLAG1=on.
Letztlich bedeutet das, dass am Meldestichtag nur relativ wenige Marktteilnehmer von sinkenden Kursen ausgingen. Andererseits bedeutet das allerdings auch, dass die Chancen auf einen großen "Short-Squeeze" gering sind. Zumindest im kanadischen Mark. In Deutschland können sich diese Positionen anders darstellen.
Am 31.03.2008 waren 44,08 Mio. Aktien, 3,69 Mio. Optionen und 8,21 Mio. Warrents im Umlauf, “fully diluted” also 62,2 Mio. Stück.
Für einen Explorer im Drilling-Stadium sind das relativ wenige Stücke. Insbesondere angesichts der Größe und des mutmaßlichen Wertes der Ressource. Aber auch deshalb, weil davon auszugehen ist, dass die meistender 11,90 Mio. Warrants und Optionen nur im Erfolgsfalle gezogen werden, derzeit also von rd. 50 Mio. Stück umlaufender Papiere auszugehen ist. Derzeit liegt jedenfalls die Markt- bzw. Börsenkapitalisierung deutlich innerhalb des EMV ("Expected monetary value" = NPV x POS). vgl. Anmerkung 1.
Die Anleger, die darauf spekulierten, dass sich der Kurs bis zur Verkündung der Bohrergebnisse (Anfang 06/2008) dem EMV annähern würde, haben mittlerweile zum größten Teil verkauft. Viele, die teilweise mit 400 bis 500 % im Plus waren, bereits zum Bohrbeginn, also zu umgerechnet etwa 2,50 Euro. In der Folge gab der Kurs natürlich wieder nach.
Ein Abgabedruck besteht allerdings nicht. Bemerkenswert allenfalls die 100er, 10er Stücke, die zum Teil in den letzen beiden Handelsminuten über den Tisch gehen, und auf die ein Großteil des Kursrückganges zurückzuführen sein dürfte. Selbst 1er Stücke wurden im Verlauf gesichtet.
Diejenigen, welche aufgrund der überzeugenden seismischen Daten und des günstigen "Risk-Return" (Berechnung siehe Anmerkung 3) darauf setzen, dass die Bohrung "Kunene1" diese bestätigt, halten aufgrund der großen Chance allerdings unverdrossen an ihrem Investment fest, nehmen also zwangsläufig auch einen Fehlschlag in Kauf ("Victoria o Muerte"). Ihnen ist der jetzige Kurs ziemlich egal, zumal sie über die Teilnahme an den Privatplatzierungen, die Ausgaben von Warrants und konstante Zukäufe durchweg zu Preisen von etwa 0,40 bis 0,50 eingekauft haben.
Irrlichtern tun natürlich die chartgetriebenen "Kleingeldzocker", weil ohne betriebwirtschaftliches Kalkül, und diejenigen, welche den Einstieg verpasst haben.
Fazit: Ein Investment für Leute mit Kalkül, die sich der Risiken solcher Projekte ("niemand kann in den Boden schauen") bewusst sind. Aber auch ein Investment mit exorbitanten Chancen. Angesichts der schieren Größe, um die es geht, gewiss kein "Micky-Maus-Play", wie Jeff Greenblum die Driller kleiner Ressourcen bezeichnet. Keine Aktie für Anleger, denen es an Masse und Risikoabsorbtionsfähigkeit oder einer relevanten ökonomischen Qualifikation fehlt. Nur was für "Geldsäue" und "Ausgeschlafene", würden deutsche Börsenbrief-Junkies formulieren. Risikoklasse 5! - die Banker.
Jeff Greenblum selbst hält 3.647.720 Aktien und 1.911.980 Optionen und hat seit seinem Einstieg in die Firma bislang kein einziges Stück verkauft. Auch die restlichen Mitglieder des Management haben kürzlich ihre Bestände nochmals deutlich aufgestockt. Clive Brook z.B. optierte 150.000 Shares für 2 CAD. www.canadianinsider.com/coReport/allTransactions.php?ticker=ENG
Die hohen Insiderkäufe bei UNX, die am Block ein carried interest (eine Art stiller Beteiligung) halten, gehören ebenfalls in die Betrachtung: www.canadianinsider.com/coReport/allTransactions.php?ticker=UNX
Bohrbeginn: 09.04.2008 "The costs to drill this well to the targeted total depth of 4,400 meters below sea level, are estimated to be approximately US$50 million and an additional approximate US $9 million, if it is decided by the co-venturers to penetrate deeper objectives, of up to 5,500 meters below sea level. The drilling time is estimated to be approximately 50-60 days" allafrica.com/stories/200801280741.html www.energulf.com/news/04_09_2008.pdf
Einführung in den Theorie zur Unternehmensbewertung von Explorern: Valuing Mineral Opportunities as Options Robert T. McKnight, P.Eng ...
Zu Einzelfragen: www.chathamhouse.org.uk/publications/.../3867_mitchell_sdp.pdf
Beschreibung der NPV-Methode: de.wikipedia.org/wiki/Kapitalwert
Anmerkung 1:
Die POS („Probability of Drilling Success“) ist nicht die Fundwahrscheinlichkeit, sondern die Erfolgswahrscheinlichkeit. Es wird nicht darauf abgestellt, ob die Bohrung trocken ist oder nicht.
Eine POS von bspw. 10 % bedeutet, dass von 100 gebohrten Löchern, bei 10 wells der Barwert ihrer mutmaßlichen (positiven) Cashflows (Diskontierungsfaktor nach kanadischer Norm 10 %) mindestens so hoch ist wie die Aufwendungen (negative Cashflows), der NPV (Net Present Value) also 0 oder > 0 ist. An dieser Stelle ist zu beachten, dass es sich bei Block 1711 um eine bislang ungedrillte Stuktur handelt, zu der bislang keine Erfolgswahrscheinlichkeiten vorliegen, die Angabe einer POS also quasi ein Default darstellt. Um nicht einer willkürlichen Überbewertung Tür und Tor zu öffnen, muss sich eine für solche Stukturen angegebene POS am unteren Ende historisch ermittelter Wahrscheinlichkeiten orientieren. Wie allerdings die angehängte Grafik zeigt, ist die POS in Westafrika die höchste der Welt.
Da der in einer solchen Kalkulation anzusetzende Ölpreis ein wesentlicher Treiber des Cashflow ist, ergibt sich daraus, dass ein gestiegener Ölpreis auch die POS erhöht. NSAI kalkulierte, wie es die kanadische Norm verlangt, den Betrachtungszeitraum, der bis ungefähr 2030 reicht, mit dem 2006 aktuellen Barrelpreis von 62,59 USD. Derzeit liegt das Barrel bei rd. 120 USD.
Anmerkung 2:
Die kostengunstigste und zur Zeit am meisten angewandte Methode ist der Nachweis mittels Seismik. Dabei macht man sich die unterschiedliche Schallgeschwindigkeit in den einzelnen Substraten zu nutzen.
Grundlage für die Anwendung ist jedoch das Vorhandensein einer freien Gasschicht an der Untergrenze der Lagerstaätte. Dieses freie Gas entsteht entweder durch den vertikalen Fluidaufstieg ( www.mtu.uni-bremen.de ) und die gleichzeitige Fallenwirkung der Gashydrat führenden Schicht.
Sie kann aber auch deshalb entstehen, weil an der Untergrenze der Stabilitaätszone die Temperaturen so hoch sind, dass sich keine Clathrate mehr bilden konnen. Die Schallwellen breiten sich im normalen Sediment schneller fort als in Wasser, aber langsamer als im gashydratführenden Sediment. In der Zone des freien Gases nimmt die Geschwindigkeit nun dramatisch ab.
Diese Abfolge kann man mit entsprechenden Sensoren sehr gut bildlich darstellen. Man bezeichnet diesen signifikanten Abfall auch als Bottom Simulating Reflector (BSR). Bei Anwesenheit eines solchen BSR kann man mit hoher Sicherheit davon ausgehen, eine Lagerstätte gefunden zu haben.
Es gibt jedoch auch Vorkommen, bei denen sich kein BSR ausbildet www.geomar.de. Deshalb kann diese Methode nicht als einzige eingesetzt werden. Weltweit wurden bereits über 80 Lokationen so nachgewiesen. www.gashydrate.de
Anhänge (am Seitenende) 10 Grafiken (u.a. Ressourcendefinitionen, Konfidenzniveaus, Kontinentaldrift, POS, BSR)
Anmerkung 3)
Risk-Return Kalkül:
NPV x POS
Cap x (1 - POS)
Rasiert mit Feather Artist Club DX