Eine Set-Top-Box setzt neue Maßstäbe


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Brummer:

Eine Set-Top-Box setzt neue Maßstäbe

 
09.01.02 07:51
Ein Traum wird für die Helden der digitalen Pantoffel-Kinos könnte bald wahr werden: Das Moxi Media Center vereint digitales Fernsehen, Video, Musik über DVD- oder CD-Player sowie Computeranschluss, interaktives Fernsehen, E-Mail und Instant-Messaging in einem Gerät.

HB DÜSSELDORF. Das Media Center ist zunächst für Kabel- und Satelliten-Fernsehen ausgelegt, später sollen zudem noch Möglichkeiten für digitale Fotos und Videos dazukommen. Schon im Vorfeld Consumer Electronics Show in Las Vegas (08.01. - 11.01.2002) wurde die multimediale Set-Top-Box im Format eines klassischen Videogerätes als Renner der Internationalen Messe für Unterhaltungselektronik gehandelt.

Auf seiner 80-Gigabyte großen Festplatte soll die Wundertüte von Moxi Digital Inc. bis zu 60 Stunden Kabel- oder Satelliten-TV aufzeichnen können. Zusätzlich spielt die Box CDs oder DVDs direkt ab oder speichert sie alternativ digital auf der Festplatte. In Verbindung mit einem Modem bietet das Media Center einen Internet-Zugang über den Fernseher oder einen Computer - inklusive eMail und Instant-Messaging. „Das System nimmt alle digitalen Medien und bringt sie nicht nur zu ihrem PC, sondern auch zu Ihrer Fernseh- und Audio-Anlage“, erklärt Moxi-Gründer und ehemaliger WebTV-Chef Steve Perlman.

Eigentlicher Clou der Box ist aber ihre flexible Skalierbarkeit. Das auf dem offenen Linux-Betriebssystem basierende Konzept kann mehrere Signale gleichzeitig verarbeiten, so dass Nutzer in verschiedenen Räumen darauf zugreifen können. Jedes zusätzlich Gerät benötigt dabei keine komplett neue Set-Top-Box, sondern nur eine kleine Erweiterung, die via Kabel oder ein schnurloses Netzwerk mit dem Hauptgerät verbunden wird.

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch, denn über Preis und Markteinführung können noch keine konkreten Aussagen gemacht werden. Perlmans Unternehmen will die Hardware nämlich nicht selber produzieren, sondern die Technik stattdessen an Lizenznehmer wie Kabel- oder Satelliten-TV-Betreiber verkaufen. Somit ist der Verkaufspreis maßgeblich von strategischen Entscheidungen der Anbieter abhängig. Die Herstellungskosten sollen bei 425 US-Dollar pro Box liegen - dies ist vergleichbar mit dem Preis für digitale Kabel- oder Satelliten-Decoder. Mit der Markteinführung wird nicht vor dem kommenden Jahr gerechnet.

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Tatanka-Yotan.:

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09.01.02 09:04
CES: RealNetworks auf dem Weg ins Wohnzimmer

Anlässlich der Consumer Electronics Show (CES) hat Streaming-Pionier RealNetworks mehrere Allianzen mit Anbietern von digitalen Videorecordern und Chipherstellern bekannt gegeben. Philips, Hitachi, NEC und STMicroelectronics werden demnach digitale Signalprozessoren (DSPs) für RealMedia entwickeln, damit künftige Gerätegenerationen neben MP3 auch RealAudio/-Video wiedergeben können. Auf diese Weise erhofft sich Real ähnlich wie Microsoft den Sprung vom PC ins Wohnzimmer.

Außerdem hat Real angekündigt, dass TiVo -- der Hersteller des gleichnamigen digitalen Videorecorders (DVR) -- und auch Moxi Digital, die neue Firma des WebTV-Gründers Steve Perlman, den RealOne-Player als Standardplattform für internetbasierte Inhalte in ihre kommenden Produkte integrieren. Beide sollen zudem RealNetworks kürzlich gestarteten kostenpflichtigen Musikabodienst RealOne Music unterstützen, der angesichts der vielen kostenlosen Tauschbörsen nur schleppend in Gang kommt. (vza/c't)

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