... um dem Argument vorzugreifen, dass ich Teil der großen Verschwörung bin:
1. Ich bin Airbus long und habe nicht vor, meine Position demnächst zu veräußern.
2. Eins der Probleme im Moment ist, dass Airbus sein Ziel einer EBIT Marge von 7-8% in 2015 (ausgegeben im Frühjahr) ziemlich sicher verfehlen wird. Da wird wohl keine Sieben vor dem Komma stehen, schon gar nicht, wenn jetzt auch noch neue ungeplante Kosten für den A400 auf uns zukommen.
3. Die Dollarentwicklung hilft kurzfristig dabei nicht wesentlich, da die 2015er Umsätze überwiegend bereits zu Zeiten schwächerer Dollarkurse gehedget wurden.
4. Ich mag die Aktie trotzdem. In erster Linie ist sie in meinem Depot ein Hedge gegen eine mögliche neue (kurzfristige) Euro-Krise, die den Gesamtmarkt runterziehen würde. In einem solchen Umfeld würde Airbus zumindest kurzfristig suf Umsatzseite besser wegkommen, als die meisten anderen europäischen Werte, da die Produktionskapazitäten bei den meisten Plattformen auf Jahre ausgebucht sind. Gleichzeitig würde bei einer solchen Krise der Euro stark fallen, was es Airbus erlauben würde, zukünftige Dollar-Aufträge zu sehr hohen Euro-Preisen einzuloggen. Airbus könnte bei einer Konjunkturkrise, die überwiegend in Europa stattfindet also als eine der wenigen europäischen Firmen profitieren.
5. Auch ohne Chaos in Europa erscheint es mir wahrscheinlich, dass der Dollar weiter steigt. Perspektivisch wird das früher oder später die Wettbewerbsfähigkeit und die Bottom Line stützen. Des weiteren fallen in den nächsten 10 Jahren nur recht geringe Entwicklungskosten an (z.B. für A330 neo). Gleichzeitig können die sehr großen Entwicklungskosten für A350 et al abgeschrieben werden, so dass man Steuern spart aber hohe Cash Flows generiert. Hinzu kommt, dass ich hoffe, dass Enders die Kostenentwicklung weiter bremst. Und schließlich denke ich, dass der Dassault Verkauf viel weiteres Cash generiert, das sinnvoller verwendet werden kann. Das alles heißt aber noch lange nicht, dass die Bedenken der CS einfach nur Blödsinn sind.