Boss, verstehe einer die Börse.
Die Autoindustrie macht Druck auf die Zulieferer, die Stimmung bei den Zulieferern steigt trotzdem. Stahlunternehmen konnten früher in diesen Phasen die Preise erhöhen, aber aktuell bleiben die meisten Preise stabil, da Angebot und Nachfrage ausgeglichen sind bzw. in einigen Bereichen sogar Überkapazitäten sind. Jetzt gibt Arcelormittal (wohlgemerkt nach dem Desaster Thyssen) eine Erhöhung der Kapazitäten in Brasilien bekannt: www.steelguru.com/international_news/..._in_Brazil/321665.html
Wenn ich mir die Margen ansehe und mit unserem K+S vergleiche, dann ist das doch alles verrückt. K+S hatte vor der negativen Nachricht in 2012 eine Nettorendite von 17 %.
Rheinmetall kommt in der Prognose auf eine Bruttorendite von 8 % für den Gesamtkonzern (4,8 Mrd. € Umsatz und 200 Mio.EBIT) und in Automotive 2,5 Mrd. € und 140 Mio. € EBIT, d.h. in Automotive etwa 6 %.
Und jetzt die ANalysten:
Analyst Stephan Böhm von der Commerzbank hob vor allem die starken Margen in der Autosparte hervor. Dagegen sei die Schwäche im Rüstungsgeschäft seit den gekappten Prognosen vergangene Woche nicht überraschend. Laut Markus Turnwald von der DZ Bank fielen die Zahlen nach der überraschend deutlichen Gewinnwarnung nicht so schlimm aus wie befürchtet aus. Ähnlich äußerte sich auch Analyst Adrian Pehl von Equinet. Mit Blick auf die Rüstungssparte bleibt er aber vorsichtig, hier könnte es gerade im zweiten Halbjahr noch Risiken geben./rum/ag
Meine Meinung: Alles nur noch Glücksspiel und die Volatilität ist so hoch und die Zyklen so kurz, dass die Gefahr des zu frühen Einstiegs oder zu späten Ausstiegs aus einem Einzelwert wirklich zu groß geworden ist. Die konservativen Werte, wie unsere Eon, Telekoms und eventuell Nahrungsmittelkonzerne (Danone/Nestle) werden wahrscheinlich immer einigermaßen konstant bleiben, aber die anderen Werte werden ein Spielball bleiben.
So gesehen machen wahrscheinlich Fonds oder ETF für konservative Anleger mit geringerem Risko mehr Sinn (dauerhaft). Ok, und dann natürlich noch so Werte wie BASF, Linde oder Henkel, wenn sie in einer Krise abgestraft werden.
Eigentlich verstehe ich immer mehr warum die Leute an der Börse nur noch zocken. Ist der einzige Weg wirklich kurzfristig/mittelfristig erfolgreich zu sein und da die wenigsten in Jahren oder/Jahrzehnten denken, wird es noch ein wenig so bleiben....
Billiges Geld ruiniert traditionelles Investment!