... an E.ON/RWE-Beteiligung Urenco interessiert
Sonntag, 31. März 2013, 11:24 Uhr
Paris (Reuters) - Der französische Atomkonzern Areva liebäugelt mit dem Kauf der Atomfirma Urenco.
"Sollte sich etwas an Urencos Eigentümerstruktur ändern, dann müssten wir natürlich interessiert sein", sagte Areva-Chef Luc Oursel der französischen Tageszeitung "Le Figaro" vom Samstag zufolge bei einer Werkseröffnung. Ein Areva-Sprecher bestätigte die Aussagen.
RWE und E.ON halten gemeinsam 33 Prozent an Urenco, das Atomkraftwerke mit angereichertem Uran beliefert. Die beiden Versorger wollen ihre Beteiligung wegen des in Deutschland beschlossenen Atomausstiegs verkaufen. Auch Großbritannien und die Niederlande, die jeweils 33 Prozent halten, wollen sich von ihren Anteilen trennen. In Branchen- und Finanzkreisen variieren die Schätzungen für den Gesamtwert der Firma erheblich. Sie reichen von 2,5 bis zehn Milliarden Euro.
Bei der Bilanzpressekonferenz Ende Februar hatte sich Areva-Chef Oursel noch bedeckt gehalten. Neben dem französischen Atomkonzern hat auch der kanadische Uran-Produzent Cameco Interesse an Urenco angemeldet. Zudem wurden die japanische Toshiba, die Finanzinvestoren CVC und KKR sowie der kanadische Pensionsfonds Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB) als mögliche Käufer gehandelt. Urenco wurde Anfang der 70er Jahre gegründet.
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de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE92U00T20130331
Man darf im Leben weder sich noch Verdacht erregen.
(Heinz Erhardt)