MOSKAU, 01. Juni (RIA Novosti).
Der größte deutsche Energieversorger E.ON stellt weitere Teile seines Geschäft auf den Prüfstand.
Wie die "WirtschaftsWoche" am Samstag unter Berufung auf Konzernkreise meldete, erwägt der Düsseldorfer Konzern, die teilweise über zehn und zwanzig Jahre laufenden Gaslieferverträge mit dem russischen Energieriesen Gazprom vollständig zu kündigen. Stattdessen würde E.ON Erdgas künftig nur noch über die westeuropäischen Spotmärkte beziehen, da das russische Gas zu teuer sei und sich Gazprom als schwieriger Handelspartner erwiesen habe.
Gleichzeitig prüft der Konzern, ob er sich von seiner 54-prozentigen Beteiligung am südschwedischen Atomkraftwerk Oskarshamn im nächsten Jahr zurückzieht. E.ON betreibt den Meiler zusammen mit dem finnischen Versorger Fortum. In der Vergangenheit war es wiederholt zu Störfällen in Oskarshamn gekommen. Das Kraftwerk ist der einzige Atommeiler, den E.ON in Schweden betreibt, hieß es in dem Bericht.
