Wahrheit?
ohne die Aufnahme von neuen Schulden könnte die Dividende von 1,50€ nicht mehr gezahlt werden.
Absolut unwahr.
Im Jahr 2009 wurden zwar 10,4 Mrd € Verbindlichkeiten aufgenommen, aber auch 12,4 Mrd € Verbindlichkeiten getilgt.
Trotz einer Dividendenauszahlung von 2,8 Mrd € gab es noch eine liquiditätswirksame Erhöhung der Zahlungsmittel um 0,5 Mrd €, obwohl die Investitionstätigkeit gewohnt hoch war (fast 10 Mrd €). Im Jahr 2008 gab es übrigens einen Sonderfaktor durch eine große Übernahme. Das hättest du eigentlich beim Blick auf die Kapitalflussrechnung sofort merken müssen, denn von den Investitionen ging mehr die Hälfte in den Bereich Beteiligungen.
Fazit: Der operative Cashflow von EON ist hoch genug, um sowohl Investitionen zu tätigen, Verbindlichkeiten zu tilgen als auch Dividenden zu zahlen. Im Übrigen sollte man endlich mal begreifen, dass Verbindlichkeiten nicht immer gleich aussehen. EON muss pro Jahr gar nicht viel tilgen. Das Gros der ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind Anleihen (5% Rendite). EON ist leicht unter Buchwert bewertet, obwohl man fast 10 Mrd € operativen CF erwirtschaftet, und unterm Strich sogar noch (wenn auch nur leicht) 0,5 Mrd € übrig bleiben. Der Jahresüberschuss dürfte dabei zwischen 5,0 und 6,5 Mrd € betragen, was das aktuelle Jahr angeht.
Fenster auf, ich hör' Türkenmelodien,
ich fühl' mich gut, ich steh' auf Berlin!