DT. BANK: Ein Gespräch ist ein Gespräch ist ein...


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DT. BANK: Ein Gespräch ist ein Gespräch ist ein...

 
12.02.02 13:35
Ein Wort beziehungsweise ein Wort zu viel bei der Übernahme von Bankers Trust könnte Rolf Breuer und sein Haus teuer zu stehen kommen.

Frankfurt am Main - Was bedeutet das Wort "Übernahmegespräche"? Die Antwort auf diese Frage könnte die Deutsche Bank  250 Millionen Dollar kosten. Nämlich dann, wenn mit den "Gesprächen" im buchstäblichen Sinne Wortwechsel gemeint sind, und nicht Aushandlungen letzter Details eines bereits beschlossenen Übernahmeangebots.

In den USA lehnte ein US-Richter den Antrag der Deutschen Bank auf Abweisung einer Gruppenklage von Bankers-Trust-Aktionären ab. Die Aktionäre werfen Vorstandschef Rolf Breuer vor, sie mit dem Wort "Übernahmegespräche" in die Irre geführt zu haben. Hintergrund: 1998 dementierte Breuer in einem SPIEGEL-Interview, "Übernahmegespräche" mit Bankers Trust zu führen. Tatsächlich stand aber sein Haus mitten in den Verhandlungen mit der US-Bank.

Breuers Vertreter räumten in der Voranhörung laut "Handelsblatt" ein, dass das Wort "Übernahmegespräche" im Englischen zwar als "takeover talks" übersetzt wird, im Deutschen allerdings habe es eine sehr viel speziellere Bedeutung: Das Wort werde dann eingesetzt, wenn sich Verhandlungen in einem ganz bestimmten, fortgeschrittenen Stadium befänden. In einem solchen Stadium aber seien die Gespräche zur Zeit des Interviews noch nicht gewesen.

Nach Informationen aus Verhandlungskreisen wird die Anklageseite Schadensersatz von bis zu 250 Millionen Dollar fordern. Die Deutsche Bank wollte sich am Dienstag nicht zu dem Schadenersatzverfahren äußern. Sie bestätigte aber, dass ein US-Richter den Antrag des Instituts auf Abweisung einer Gruppenklage der Bankers-Trust-Aktionäre zurückgewiesen hat
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