Ende des Kalten KriegesObama streckt Kuba die Hand aus
Nur etwa 150 Kilometer trennen Kuba vom amerikanischen Festland. Doch ideologisch liegen zwischen den beiden Staaten Welten. Nach langen Verhandlungen zeichnet sich nun eine Kehrtwende ab.
Nach jahrzehntelanger Eiszeit schlagen die USA und Kuba ein neues Kapitel ihrer diplomatischen Beziehungen auf. In Havanna soll in den kommenden Monaten wieder eine US-Botschaft eröffnet werden, zudem sollen einige Beschränkungen beim Handel und bei Finanzgeschäften teilweise aufgehoben werden, sagte US-Präsident Barack Obama in einer Ansprache. Das Weiße Haus sprach von einem "historischen Schritt". Obama und sein kubanischer Amtskollege Raúl Castro hatten am Dienstag erstmals miteinander telefoniert. Beide Staaten unterhalten seit mehr als 50 Jahren keine diplomatischen Beziehungen.
Obama und Raúl Castro waren sich erstmals bei der Trauerfeier für Nelson Mandela in Johannesburg begegnet. Ihr Händedruck am 10. Dezember 2013 galt bereits als Anzeichen einer bevorstehenden politischen Annäherung. Obama und Raúl Castro waren sich erstmals bei der Trauerfeier für Nelson Mandela in Johannesburg begegnet. Ihr Händedruck am 10. Dezember 2013 galt bereits als Anzeichen einer bevorstehenden politischen Annäherung.(Foto: picture alliance / dpa)
Castro wies darauf hin, dass das Kardinalproblem des US-Embargos auch nach der Einigung auf eine Annäherung zwischen den USA und Kuba noch gelöst werden muss. "Wir haben die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen beschlossen", sagte Castro in Havanna - und bestätigte damit die Angaben Obamas. "Dies bedeutet aber nicht, dass das Entscheidende geklärt ist: die wirtschaftliche Blockade", sagte Castro.
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