Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB, Stefan Ortseifen, wird sich
vermutlich schon bald vor Gericht verantworten müssen. Das berichtet
das in Hamburg erscheinende Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am
Samstag vorab. Ortseifen wird Marktmanipulation vorgeworfen, weil er
wenige Tage vor der Beinahe-Pleite seiner Bank in einer
Pressemitteilung behauptet hat, keine Probleme mit US-Hypotheken zu
haben.
Kürzlich hat das Landgericht Düsseldorf laut Bericht ein Gutachten
erhalten, das einen engen Zusammenhang zwischen Presseerklärung und
Aktienkursentwicklung bei der IKB sieht. «Das Gutachten hat unsere
Überzeugung bestätigt», sagte der Düsseldorfer Staatsanwalt Nils
Bußee dem Magazin. Er rechne nun damit, dass das Gerichtsverfahren in
der nächsten Zeit eröffnet wird. Ortseifen droht eine Freiheitsstrafe
von bis zu fünf Jahren, er bestreitet die Vorwürfe.
Nur eine Woche nach der Pressemitteilung im Sommer 2007 stand die
IKB wegen ihrer Anlagen auf dem US-Hypothekenmarkt kurz vor der
Insolvenz. Als Konsequenz daraus kam es zu dramatischen
Kursverlusten.
www.financial.de/news/...-ikb-chef-muss-wohl-bald-vor-gericht/
Wen nicht fähig ist, selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.