Das Umsatzwachstum ist merklich, geht allerdings auf Kosten der Profitabilität. Aufgrund der stark gestiegenen Aufwendungen für Material lag der Konzernbilanzgewinn im 1. HJ bei nur 231 TEUR (Seite 17 HJB). Der Gewinn je Aktie liegt im ersten Halbjahr bei 0,0123 EUR. Die Konsensschätzung liegt bei 0,04 EUR fürs Gesamtjahr und ist mittlerweile als eher sportlich anzusehen.
Die Aufwendungen für Material stammen im Wesentlichen aus der Konsolidierung der UMT Peaches Mobile GmbH. UMT muss hier auf die Kostenbremse bei seiner Tochter treten.
Die Prognose zum Gesamtjahr ist ernüchtern, wenn man bedenkt, dass das dritte Quartal zumindest der Geschäftsführung bekannt ist. Man stellt Umsatz- und Ertragswachstum im hohen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht. Blöd nur: Der Umsatz hat sich mit Sicht auf Ende 2016 schon verdoppelt und der Gewinn je Aktie liegt im Halbjahr auf dem kläglichen Niveau des Jahresabschlusses 2016. Im Klartext man hat seine Ziele weitestgehend erreicht. Erwartet man einen Einbruch oder will man die Prognose später anheben?
Mein Fazit: diese Aktie ist beim jetzigen KUV und KGV hoffnungslos überteuert.
Quelle: www.umt.ag/de/investoren/finanzberichte