Die Silberspekulation der Gebrüder Hunt anno 1973


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preisfuchs:

Die Silberspekulation der Gebrüder Hunt anno 1973

 
16.05.01 20:17
Ähnlich der Gebrüder Grimm, die sehr erfolgreiche Märchen verfasst haben, so wollten die Gebrüder Hunt ( Nelson Bunker Hunt, William Herbert Hunt und Lamar Hunt) sehr reich mit Silberspekulationen werden.

Es war einmal ein kleiner und überschaubarer Silbermarkt...

Der Silberpreis war vermeintlich niedrig mit Kursen um 3 US $ je Unze. Die Gebrüder Hunt waren der Ansicht, da der Silbermarkt relativ klein ist und war, mit einigen Milliarden US $ wunderbar und nach Belieben den Markt zu beherrschen und somit die Preise zu ihren Gunsten manipulieren zu können (1973). Sie kauften große Mengen Silber, Unze für Unze - direkt oder unter Einschaltung arabischer und brasilianischer Partner - und horteten regelrecht das Silber, bis ihnen rund die Hälfte des verfügbaren Silbers gehörte und sie somit den Silbermarkt künstlich verknappt hatten. Durch die ständigen Käufe, die dadurch entstehende Knappheit und Gerüchte stieg der Unzenpreis für Silber auf knapp
50 US $.

Doch wie sooft wird bei Spekulationen erst am Ende abgerechnet:
Der überaus hohe Silberpreis war verlockend zur Gewinnmitnahme.

Tafelsilber und Schmuck wurden verkauft, Münzen eingeschmolzen um durch Verkauf des Silbers zu profitieren (1979). So kam es, dass das manipulierte Preisgebilde “Silber” zusammenbrach und die New Yorker Börse den Silberhandel stoppte bevor die Gebrüder Hunt ihre Gewinne realisieren konnten. Sie verloren bei dieser Silberpreismanipulation - die häufig auch als “Silberkomplott” oder “silber cornern”  bezeichnet wird - etwa 2 Milliarden US $.

So bleibt festzuhalten, daß nur wenige Leute “aus Silber Gold machen können” und “an der Börse nicht geleutet wird”.
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checkit:

Tulpenwahnsinn anno 1632

 
16.05.01 20:44
Auch schon damals gab es Zocker.Hier ein kurzer schöner Bericht:

Die Tulpe wurde 1560 eingeführt. Der Name wird von dem persischen Wort dulbend abgeleitet, von dem die Bezeichnung für eine orientalische Kopfbedeckung stammt: Turban. Siebzig Jahre nach ihrer Ansiedlung in Augsburg war sie schon über ganz Europa in verschiedenen Spielarten verbreitet, die sich im folgenden Jahrhundert auf über tausend vermehrten.

In den Jahren 1632 bis 1640 verursachte sie in Holland eine der merkwürdigsten Formen des Wahnsinns der europäischen Geschichte: Es entwickelte sich die »Tulpomanie«. »Der Holländer, sonst ruhig und leidenschaftslos, wurde plötzlich wie von der Tarantel der Blumenmanie gestochen... der ganze Verlauf dieser plötzlich sich einstellenden Volksneigung nur sehr ausnahmsweise von einem poetischen oder idealen Gefühle beseelt war, sonst ein rein materielles Ansehen gewann... Festtehend ist, daß die Tulpe auf den Märkten von Amsterdam, Harlem, Utrecht, Leyden, Rotterdam und anderen Orten von 1634 bis 1637 einen Handelsartikel ernstester Art ohne alle Romantik bildete«. Unzählige Anekdoten über den Tulpenirrsinn jener Zeit sind bekannt. So wurden z.B. 1632 an einer Tulpenbörse »... für eine einzige Zwiebel der Sorte Viceroy als Gegenwert: 2 Lasten Weizen, 4 Lasten Roggen, 4 fette Ochsen, 8 fette Schweine, 12 fette Schafe, 20 Hoft Wein, 4 Tonnen Bier, 2 Tonnen Butter, 1000 Pfund Käse, 1 Bett mit Zubehör, 1 Paket Kleider und 1 silberner Becher gegeben. Zu einem Gesamtpreis von 2500 Gulden.« Für die wohl teuerste Tulpenzwiebel, eine Semper Augustus, wurden sogar 13.000 Gulden bezahlt. Es ist bemerkenswert, daß die Tulpe als ein Spekulahonsobjekt zum Gelderwerb gedient hat. Aber schon im Frühjahr 1638 brach der ganze Tulpenschwindel zusammen. Die Preise fielen von 5.000 auf 50 Gulden für die schönsten Arten, und somit war mancher Traum von Reichtum zu Ende.

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kleiner Fisch:

Bemerkenswert ist doch wie immer wieder die selben

 
16.05.01 20:54
Fehler gemacht werden.

Bei den Tulpen ist mir auch mal ein Preis von 3 Tulpenzwiebeln für eine Brauerei untergekommen.

War für die Gebrüder Hunt nicht auch ein Grund sich auf das Silber zu stürzen, da sie meinten beim Gold hätten die Zentralbanken und damit die Politik zu sehr ihre Finger im Spiel anstatt das dem Markt freien lauf gelassen wird. Dennoch ist ihre Spekulation durch Interventionen am MArkt, also durch dem Stopp des freien Handelns von Silber zusammengebrochen.

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preisfuchs:

Tulpen aus Amsterdam......

 
16.05.01 20:59
Eine der denkwürdigsten Spekulationen spielte sich zwischen 1633 und 1637 in Holland ab.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren Tulpen auf Grund ihrer Schönheit beliebt bei reichen Kaufleuten, eine Art Statussymbol zur Zurschaustellung des Wohlstandes. Es gab mehr als 130 Arten dieser sehr schönen, aber eigentlich schwachen und kränklichen Blume.

Die Seltenheit der exotischen Tulpe und das Interesse an diesem Luxusgut ließ die Preise über Jahre ständig ansteigen. Irgendwann interessierten sich die ersten Geschäftemacher für die Tulpen, nein richtig gesagt, sie interessierten sich für die steigenden Preise.Der schnelle Weiterverkauf der Tulpenzwiebeln mit hohen Gewinnen entfachte einen Geschäftsrausch.
Mit nur drei Tulpenzwiebeln wurde 1633 erstmals sogar ein ganzes Haus bezahlt.

In dieser Anfangsphase der “Tulpenblüte” kamen immer neue Sorten der Tulpenzwiebel auf den Markt. Niemand wusste, ob diese schön oder besonders schön, groß oder klein, gesund oder krank waren, noch ob sie keine oder viele Brutzwiebeln hervorbringen würden.

Trotzdem kauften mittlerweile nicht mehr nur Kaufleute, Händler oder Spekulaten, sondern nahezu alle Leute vom Bauern bis zum Dienstmädchen - weil neu und vermeintlich selten - alle Tulpenzwiebeln. Große Mengen Geld, häufig zusammengekratzt oder geliehen, strömten in den Tulpenmarkt.
Hier hatte man Gewinnphantasien, die jeglichen Arbeitslohn unsinnig erscheinen ließen.

Die Preise stiegen und stiegen, alle gewannen und wollten weiter gewinnen, keiner wollte das verpassen. Dies sollte ewig so weitergehen und niemand konnte oder wollte sich ein Ende dieses Wahnsinns vorstellen. Da aber die Preise stiegen und die Tulpen immer seltener wurden, registrierten die Käufer nicht, daß inzwischen viele nahezu wertlose Tulpensorten ge- und verkauft wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Zwiebeln nur rund 3 Monate im Jahr gehandelt, nämlich in der Zeit nachdem sie ausgegraben wurden. Die Einführung von  ganzjährigem Handel auf Anrechtscheinen mit Teileinzahlung und Zwischenhandel der Anrechte bedeutete wohl den Höhepunkt dieser scheinbaren Geldvermehrung.

Teurer als Gold, gehandelt an neuen Börsenplätzen mit wenigen Regeln und vielfach überbezahlt bzw. angezahlt mit Geldern aus Kredit, so stiegen - genauso unerklärlich wie zu Beginn dieses Wahnsinns - die Preise auf einmal nicht mehr. Erste verkauften, andere hörten, daß welche verkauft haben und so wollten plötzlich alle verkaufen, aber es fanden sich keine Käufer mehr und die Preise stürtzten ins Bodenlose.
Der Februar 1637 ruinierte Tausende und beendet den holländischen Tulpenschwindel von einem Tag auf den anderen.

So bleibt festzuhalten, daß “oftmals den letzten die Hunde beißen”, und “der Schuster bei seinen Leisten bleiben soll”.
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MONG:

Steigerung von Silber ....

 
16.05.01 21:04
Silber, Tulpen ..... NeuerMarkt


MFG
MONG
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DarkKnight:

Steigerung von Mein Lehensherr:

 
16.05.01 21:23
"Mein Lehensherr" ... "Sehr geehrter Herr Vorstand" ..... "Angeklagter, erheben Sie sich"
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preisfuchs:

Abschwächung von DarkKnight

 
16.05.01 22:03
"DullMule"..."HellJackass"
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DarkKnight:

preisfuchs: DullMule = Toastmaster? hahahaha o.T.

 
16.05.01 22:07
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preisfuchs:

blastermaster hehe o.T.

 
16.05.01 22:10
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