Also ich weiß natürlich auch nicht, wie sich der Kurs von DLG in den nächsten 12 Monaten entwickeln wird.
ABER: Die Argumentationsweise hier (Lybien, Irak, Weltuntergang, die Unterhose von Angela Merkel etc.) ist genau der Grund warum Privatanleger im Durchschnitt weit schlechtere Returns mit Aktien einfahren als der Markt selbst.
Ganz ehrlich: irgendeine Krise gibt's immer. Wann in den letzten 5 Jahren hatten wir keine Risiken in der Luft? Denkt an die Finanzkrise, Eurokrise, Griechenland, Euro-Aus usw. Was ist in der Zeit passiert: Kurse massiv rauf.
Ich persönlich denke, dass man solche Dinge ausblenden sollte. Glaubt jemand er kann Lybien/Putin etc. besser timen als der Markt? Erscheint mir extrem abwegig, also sollte man es auch nicht versuchen. Das einzige was dann passiert ist, dass man Aktien nach einer heftigen Korrektur bei niedrigen Kursen verkauft, nur um dann später (wenn die Risiken sich aufgelöst haben) bei höheren Kursen wieder einzusteigen, weil ja jetzt die Luft rein ist. Man kann bei Aktien kein Geld verdienen, wenn man dauernd Sicherheit haben will. Und Krisen kommen und gehen.
Was Lybien/irak usw. angeht: das hat alles nichts mit Dialog zu tun. Wenn Dialog Gewinne macht, wird sich dies früher oder später auch in den Kursen wiederspiegeln. Ich würde daher dringend davon abraten, nach Kursrutschen wie dem der letzten Wochen zu verkaufen, wenn diese gar nichts mit dem zugrundeliegenden Unternehmen zu tun haben. Tatsächlich lässt sich gut Geld damit verdienen, wenn man gerade zu diesen geopolitisch "angespannten" Zeiten reingeht.
Nochmal zur Sicherheit: ich will damit KEINE Anlageempfehlung geben und kann auch nicht sagen, was mit Lybien, Putin, Merkels Unterhose etc. passiert. Vielleicht was ganz schlimmes. Und vielleicht schmiert DLG auch nochmal so richtig ab. Ich weiß es nicht, also wette ich am Aktienmarkt nicht durch market-timing darauf. Aber eins weiß ich: Dialog hat nix mit Lybien zu tun und wenn sich DLGs Gewinne gut entwickeln wird auch die Aktie wieder steigen.
Also: Blick auf das Unternehmen und nicht hektisches Ein- und Aussteigen zur falschen Zeit wenn die Kurse volatil sind. Volatilität und Fehlbewertungen sind unser Freund, denn sie erlauben uns gute Aktien zu günstigen Preisen zu kaufen--und sie nachher wieder zu verkaufen, wenn andere nach Auflösung der Lybien-Situation verspätet auf den Zug aufspringen, obwohl der Kurs schon wieder heißgelaufen ist.