Deutschland steckt bereits in einer leichten Rezession
Die Konjunkturrisken sind im dritten Quartal 2001 gewachsen.
FRANKFURT (reuter). Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal 2001 im Vergleich zum zweiten Quartal etwas geschrumpft und steckt damit nach Einschätzungen von Volkswirten schon in einer leichten Rezession. Das Statistische Bundesamt teilte gestern, Donnerstag, in Wiesbaden mit, im Quartalsvergleich sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereinigt um 0,1 Prozent gesunken. Analysten hatten mit null gerechnet. Im zweiten Quartal hatte das BIP ebenfalls stagniert.
Laut deutschem Finanzministerium sind die Risiken für die Konjunkturentwicklung größer geworden. "Die wirtschaftliche Schwäche dürfte jedoch bald überwunden werden. 2002 werden die wirtschaftlichen Auftriebskräfte wieder die Oberhand gewinnen", heißt es. Die wirtschaftlichen Fundamentalfaktoren seien günstig. Außerdem sei 2002 mit Impulsen von außen zu rechnen, da eine Erholung von US-Konjunktur und Weltwirtschaft zu erwarten sei. Das schwache dritte Quartal führt das Finanzministerium auf Sonderfaktoren und auf die vergleichsweise starke Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von der US-Konjunktur zurück.
Keine Budget-Extrawurst
Trotz der trüben Konjunkturaussichten muß sich Deutschland nach den Worten von EU-Währungskommissar Pedro Solbes strikt an die Obergrenze für das Haushaltsdefizit von drei Prozent halten. Die deutsche Defizitquote wird der jüngsten EU-Kommissionsprognose zufolge im kommenden Jahr mit 2,7 Prozent des BIP auf den höchsten Stand in der EU steigen und sich damit der im Stabilitätspakt festgelegten Obergrenze von drei Prozent nähern.
Die Konjunkturrisken sind im dritten Quartal 2001 gewachsen.
FRANKFURT (reuter). Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal 2001 im Vergleich zum zweiten Quartal etwas geschrumpft und steckt damit nach Einschätzungen von Volkswirten schon in einer leichten Rezession. Das Statistische Bundesamt teilte gestern, Donnerstag, in Wiesbaden mit, im Quartalsvergleich sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereinigt um 0,1 Prozent gesunken. Analysten hatten mit null gerechnet. Im zweiten Quartal hatte das BIP ebenfalls stagniert.
Laut deutschem Finanzministerium sind die Risiken für die Konjunkturentwicklung größer geworden. "Die wirtschaftliche Schwäche dürfte jedoch bald überwunden werden. 2002 werden die wirtschaftlichen Auftriebskräfte wieder die Oberhand gewinnen", heißt es. Die wirtschaftlichen Fundamentalfaktoren seien günstig. Außerdem sei 2002 mit Impulsen von außen zu rechnen, da eine Erholung von US-Konjunktur und Weltwirtschaft zu erwarten sei. Das schwache dritte Quartal führt das Finanzministerium auf Sonderfaktoren und auf die vergleichsweise starke Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von der US-Konjunktur zurück.
Keine Budget-Extrawurst
Trotz der trüben Konjunkturaussichten muß sich Deutschland nach den Worten von EU-Währungskommissar Pedro Solbes strikt an die Obergrenze für das Haushaltsdefizit von drei Prozent halten. Die deutsche Defizitquote wird der jüngsten EU-Kommissionsprognose zufolge im kommenden Jahr mit 2,7 Prozent des BIP auf den höchsten Stand in der EU steigen und sich damit der im Stabilitätspakt festgelegten Obergrenze von drei Prozent nähern.