Traurig aber wahr was uns in sachen internet hier im "telekomunikations" land geboten wird.Denen (vor allem der T-dumm) wäre es am liebsten jeder von uns bezahlt noch für die internet-minute 3 pf.
Gruss Mio.
Das Ende der Flatrate-Ära oder: Deutschland auf dem Weg ins Internet-Steinzeitalter Teil 1
Samstag, den 24.11.01 10:38
www.onlinekosten.de
Wir schreiben das Jahr 2 nach dem Flatratesommer. Die letzten Hoffnungen auf einen bezahlbaren, ungetakteten Internetzugang schwinden mit jeder eingestellten Flatrate und mit jeder Hiobsbotschaft über die kundenausnutzenden Machenschaften mancher Flatrateanbieter. Auch der so oft beschworene Silberstreifen am Horizont hat sich viel zu oft als absichtliche Luftspiegelung derer erwiesen, die die Fäden in der Hand halten und die Chance hätten etwas zu verändern.
Selbst der Traum vom Internetzugang via DSL scheint zu bröckeln: Immer weider aufkochende Gerüchte um die Einstellung oder die Änderung des T-DSL-Flat-Tarifs, sowie das Auskoppeln des DSL-Modems aus dem T-DSL-Paket, die unzureichende Verfügbarkeit von T-DSL, aber vor allem die Beschränkung des 1&1-Grenzenlos-Tarifs in dem viele die Alternative zur T-DSL-Flat sahen und die regelrechte Blockade des Marktes für andere Mitbewerber durch Stammhalter Deutsche Telekom.
Hinzu kommt noch die derzeitige Marktsituation bei ISDN/Modem-Flatrates: Erst diesen Freitag stellte der Pannenprovider Internet Professionell seinen Dienst anscheinend ein. Die enttäuschten User fragen sich derzeit sicherlich zurecht "Wohin noch gehen?" Die Rockenstein-Flatrate ist derzeit auch nicht mehr verfügbar und zu MuchMoreTele.Com erreichten uns schon ein ganzer Berg Lesermails, die nichts Gutes über diesen Anbieter zu berichten hatten. Bleibt also nur noch eine kleine Zahl Anbieter, die man sich an einer Hand abzählen kann.
Wie alles begann...
Gegen Ende des Jahres 1999 zeichnete sich eine Wende auf dem deutschen Internetmarkt ab. Angestoßen von dem einstigen Pionier in Sachen Flatrate Surf1 zogen immer mehr Anbieter nach und boten Flatrates zu immer günstigeren Preisen an. Dabei wurde die 100DM-Grenze oftmals unterschritten und manch einer wagte schon von einem neuen Zeitalter des Internets zu sprechen. Tatsächlich kündigte Anfang 2000 auch Branchenprimus T-Online einen ungetakteten Pauschaltarif für sensationelle 79 DM / Monat an. Dieser Schritt brachte die Flatrate-Lawine erst richtig ins Rollen. Innerhalb weniger Wochen überboten sich die Anbieter mit ihren Angeboten und neue Anbieter, von denen vorher noch niemand etwas gehört hatte, schossen wie Pilze aus dem Boden.
Dem großen Boom folgte der Super-GAU: Die meisten Anbieter mussten einsehen, dass man aufgrund nur geringfügige geänderter Interconnection-Gebühren wie noch Monate davor nicht auf einmal dem Endkunden einen Flatratetarif verkaufen kann, wenn man selbst noch pro Minute Gebühren zahlen muss. Es kam wie es kommen musste: Die Anbieter grenzten ihre Dienste ein, sowohl Einwahlmöglichkeit als auch Geschwindigkeit litten enorm. Anfang Oktober, nach gerade einmal 3 Monaten, was der Mindestvertragslaufzeit entsprach, musste auch NGI - einer der zuverlässigtsen Anbieter - die Segel streichen und ging als einer der letzten Anbieter als Konkurrent zur übermächtigen T-Online geschlagen aus dem Ring. Viele Anbieter hatten vorher schon schon aufgegeben, weil sie dem Kundenansturm einfach nicht gewachsen waren.
Als einer der wenigen günstigen Tarife blieb die T-Online Flatrate zurück. Schaaren von Usern strömten zum vermeintlichen Retter. Doch dieser änderte kurz darauf die Geschäftsbedingungen für diesen Tarif und stellte ihn schließlich ohne mit der Wimper zu zucken Anfang diesen Jahres ein. Die letzten Jahresverträge sind in diesem Monat ausgelaufen.
Was folgte war eine Zeit der Depression in denen die User krampfhaft nach günstigen Alternativen suchten. Viele fanden ihr Glück bei einem der doch DSL-Anbieter, welche aber alle keine bundesweite Verfügbarkeit vorweisen können. Oft sind die Anschlüsse nur in Ballungsgebieten zu haben. Anbieter wie Arcor oder QSC machen sich dafür stark, den Kunden ein DSL-Angebot anbieten zu können, welches kein rosa T im Namen trägt. Den Wunsch nach einem ungetakteten Internetzugang und gleichzeitigem "Highspeed-Internet" erfüllt auch die Telekom derzeit mit ihrem T-DSL Anschluss und dem dazu passenden Tarif T-DSL flat. Die massiven Werbekampagnen und die Blockade anderer Mitbewerber haben dazu geführt, dass sich der rosa Riese auch hier ein quasi-Monopol aufgebaut hat. Inwieweit man die Geschichte der ISDN-Flatrate auf die der T-DSL flat übertragen kann, ist noch unklar, jedoch wurden die AGBS für den DSL-Tarif bereits Mitte des Jahres entsprechend angepasst und die Mindestvertragslaufzeit auf einen Monat heruntergeschraubt...
Lesen Sie morgen in unserem zweiten Teil alles über die Alternativen zu den eingestellten / eingeschränkten Flatrates und unsere Prognose für den Flatrate-Markt im kommenden Jahr.
(cde)
Gruss Mio.
Das Ende der Flatrate-Ära oder: Deutschland auf dem Weg ins Internet-Steinzeitalter Teil 1
Samstag, den 24.11.01 10:38
www.onlinekosten.de
Wir schreiben das Jahr 2 nach dem Flatratesommer. Die letzten Hoffnungen auf einen bezahlbaren, ungetakteten Internetzugang schwinden mit jeder eingestellten Flatrate und mit jeder Hiobsbotschaft über die kundenausnutzenden Machenschaften mancher Flatrateanbieter. Auch der so oft beschworene Silberstreifen am Horizont hat sich viel zu oft als absichtliche Luftspiegelung derer erwiesen, die die Fäden in der Hand halten und die Chance hätten etwas zu verändern.
Selbst der Traum vom Internetzugang via DSL scheint zu bröckeln: Immer weider aufkochende Gerüchte um die Einstellung oder die Änderung des T-DSL-Flat-Tarifs, sowie das Auskoppeln des DSL-Modems aus dem T-DSL-Paket, die unzureichende Verfügbarkeit von T-DSL, aber vor allem die Beschränkung des 1&1-Grenzenlos-Tarifs in dem viele die Alternative zur T-DSL-Flat sahen und die regelrechte Blockade des Marktes für andere Mitbewerber durch Stammhalter Deutsche Telekom.
Hinzu kommt noch die derzeitige Marktsituation bei ISDN/Modem-Flatrates: Erst diesen Freitag stellte der Pannenprovider Internet Professionell seinen Dienst anscheinend ein. Die enttäuschten User fragen sich derzeit sicherlich zurecht "Wohin noch gehen?" Die Rockenstein-Flatrate ist derzeit auch nicht mehr verfügbar und zu MuchMoreTele.Com erreichten uns schon ein ganzer Berg Lesermails, die nichts Gutes über diesen Anbieter zu berichten hatten. Bleibt also nur noch eine kleine Zahl Anbieter, die man sich an einer Hand abzählen kann.
Wie alles begann...
Gegen Ende des Jahres 1999 zeichnete sich eine Wende auf dem deutschen Internetmarkt ab. Angestoßen von dem einstigen Pionier in Sachen Flatrate Surf1 zogen immer mehr Anbieter nach und boten Flatrates zu immer günstigeren Preisen an. Dabei wurde die 100DM-Grenze oftmals unterschritten und manch einer wagte schon von einem neuen Zeitalter des Internets zu sprechen. Tatsächlich kündigte Anfang 2000 auch Branchenprimus T-Online einen ungetakteten Pauschaltarif für sensationelle 79 DM / Monat an. Dieser Schritt brachte die Flatrate-Lawine erst richtig ins Rollen. Innerhalb weniger Wochen überboten sich die Anbieter mit ihren Angeboten und neue Anbieter, von denen vorher noch niemand etwas gehört hatte, schossen wie Pilze aus dem Boden.
Dem großen Boom folgte der Super-GAU: Die meisten Anbieter mussten einsehen, dass man aufgrund nur geringfügige geänderter Interconnection-Gebühren wie noch Monate davor nicht auf einmal dem Endkunden einen Flatratetarif verkaufen kann, wenn man selbst noch pro Minute Gebühren zahlen muss. Es kam wie es kommen musste: Die Anbieter grenzten ihre Dienste ein, sowohl Einwahlmöglichkeit als auch Geschwindigkeit litten enorm. Anfang Oktober, nach gerade einmal 3 Monaten, was der Mindestvertragslaufzeit entsprach, musste auch NGI - einer der zuverlässigtsen Anbieter - die Segel streichen und ging als einer der letzten Anbieter als Konkurrent zur übermächtigen T-Online geschlagen aus dem Ring. Viele Anbieter hatten vorher schon schon aufgegeben, weil sie dem Kundenansturm einfach nicht gewachsen waren.
Als einer der wenigen günstigen Tarife blieb die T-Online Flatrate zurück. Schaaren von Usern strömten zum vermeintlichen Retter. Doch dieser änderte kurz darauf die Geschäftsbedingungen für diesen Tarif und stellte ihn schließlich ohne mit der Wimper zu zucken Anfang diesen Jahres ein. Die letzten Jahresverträge sind in diesem Monat ausgelaufen.
Was folgte war eine Zeit der Depression in denen die User krampfhaft nach günstigen Alternativen suchten. Viele fanden ihr Glück bei einem der doch DSL-Anbieter, welche aber alle keine bundesweite Verfügbarkeit vorweisen können. Oft sind die Anschlüsse nur in Ballungsgebieten zu haben. Anbieter wie Arcor oder QSC machen sich dafür stark, den Kunden ein DSL-Angebot anbieten zu können, welches kein rosa T im Namen trägt. Den Wunsch nach einem ungetakteten Internetzugang und gleichzeitigem "Highspeed-Internet" erfüllt auch die Telekom derzeit mit ihrem T-DSL Anschluss und dem dazu passenden Tarif T-DSL flat. Die massiven Werbekampagnen und die Blockade anderer Mitbewerber haben dazu geführt, dass sich der rosa Riese auch hier ein quasi-Monopol aufgebaut hat. Inwieweit man die Geschichte der ISDN-Flatrate auf die der T-DSL flat übertragen kann, ist noch unklar, jedoch wurden die AGBS für den DSL-Tarif bereits Mitte des Jahres entsprechend angepasst und die Mindestvertragslaufzeit auf einen Monat heruntergeschraubt...
Lesen Sie morgen in unserem zweiten Teil alles über die Alternativen zu den eingestellten / eingeschränkten Flatrates und unsere Prognose für den Flatrate-Markt im kommenden Jahr.
(cde)
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