da bin ich ganz gelassen, denn Commerzbank mit 740 Mio. EBIT (Ohne 42-43 Cent EpS) und Equinet (Ergebnis wird über den Markterwartungen liegen) sind gar nicht in diesen befragten Analystenhäusern enthalten.
Und wie ich schon sagte, passt das EpS gar nicht zu den anderen Zahlen. Dafür sind selbst 42 Cent zu hoch. Nur weil sich jeder ausrechnen kann, wie hoch das Ergebnis für das ganze Jahr sein wird, kann sich auch jeder ausrechnen, wie groß die Gefahr für diese Analysten ist selbst bei nur 1 Cent im zweiten Quartal daneben zu liegen, weil das eben ab sofort aufs Jahr hochgerechnet werden kann. Dafür jedoch war das erste Quartal zu hoch. Denn momentan hat der Markt noch 200 Cent eingepreist. Die aber können mit 43 Cent nicht gehalten werden, weil nur ein Ergebnis von höchtens 57 Cent im vierten Quartal das halten könnte. Da aber liegen selbst die niedrigsten Schätzungen bei 70 Cent.
Und liesst man sich die einzelnen Analysen genau durch, so haben fast alle "sicherheitshalber" Abzüge vorgenommen, sei es Frachtsparte um 300 Mio. Umsatz reduziert trotz 3 Werktagen mehr, angebliche Einmaleffekte aus Immobilienverkäufen im ersten Quartal, irgendwelche noch nicht erledigten Restrukturierungskosten usw. Nur war davon nirgends in den Meldungen etwas berichtet worden. Die Konjunkturdaten waren alle immer mindestens gleichbleibend gut. Der Einzelhandel sogar sehr gut. Zuviele Analysten waren auf Halten vor den Zahlen und haben so einen Bombeneinstieg nicht erkannt, wenn die Zahlen auch nur normal (eben 42-43 Cent) sind.
Damit ist die Sache aber noch nicht vorbei, denn wegen der Strategie 2020 schliessen sich die nachfolgenden Zahlen für 2017 und später daran an. Und das liegt dann alles höher als zu Beginn der Strategie 2020 erwartet und in 2015 voreilig als verdorben bewertet.
Ich rechne deswegen nur mit 39 Cent, das ist ordentlich und der richtige Wert für ein Jahresergebnis von 200 Cent. Alles über 39 bis 43 Cent ist richtig gut, alles über 45 Cent ist sehr gut, alles Über 47 Cent ist super, alles über 49 Cent ist eine Bombe.
Deswegen gehe ich auch nicht davon aus, dass das Ergebnis eingebrochen ist oder noch einbrechen wird. Rechnet man aber das Ergebnis des ersten Quartals statistisch auf das zweite Quartal hoch (Paralellverschiebung), so ist das etwas ungenau, aber erreicht 44 bis 47 Cent. Der bislang größte Unterschied vom ersten zum zweiten Quartal betrug 92 mio. EBIT. Die durchschnittliche Erwartung beträgt jetzt 144 mio. EBIT. Die Frage ist nur, ob sich aus dieser Statistik auch das tatsächliche Wachstum errechnen lässt. Aber ohne erkennbaren Sondereffekt diese Differenz um 50% zu erhöhen ist doch etwas zu spekulativ.
Alles Gute
Der Chartlord