Zur von Timo vertretenen akademischen Welt: der finanzielle schaden, der durch unzureichende und teilweise falsche Anreize setzende risikomodelle über die Welt gebracht wurde, ist in Hunderten Milliarden Euro nicht zu bemessen. Ob die jetzigen Versuche, die den Banken tendenziell fast die Luft abschnüren und zur aktuellen Misere im bankensektor beitragen, sich bewähren, muss sich auch erst noch zeigen.
Kein Kommentar zu den überkomplexen und teilweise widersinnigen Darlegungen von chartlord.
Auch kein Kommentar zu dem opportunistischen geschreibsel von ralfine.
Zum Risiko beim investieren im allgemeinen: wenn das Risiko einer Investition durch den Markt im allgemeinen realistisch bewertet wäre, wäre es sehr schwer bis unmöglich, dauerhaft überrenditen zu erzielen. Es gibt aber genug Beispiele, dass dies möglich ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Risiko durch den markt oft grob falsch bewertet wird. Das fängt schon mit der Definition des Risikos an: was soll das 'risiko' sein? Gibt es dafür überhaupt eine einheitliche Definition oder ist das nicht vom Anleger selbst und seinen spezifischen Rahmenbedingungen (anlagehorizont, Psyche bzgl. Buchverlusten) abhängig?
Die heute im akademischen Umfeld übliche Verwendung der volatilität ist in meinen Augen im Einzelfall (bezogen auf eine spezifische Aktie) unsinnig. Warum sollte das ein Maß für das Risiko sein? Gibt es dazu statistische Untersuchungen? Und nochmals: unter Verwendung welcher Risikodefinition? Ein temporärer buchverlust ist m.e. kein echtes Risiko, wenn ich nicht verkaufen muss, was für mich immer eine Prämisse beim Aktienkauf ist.
Genießt das Leben.