Es ist ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten und der Notwendigkeit, Verluste klein zu halten und Gewinne laufen zu lassen.
Nim die Thyssen-Krupp, die ich gerade im Depot habe. Die Chartstruktur signalisiert seit geraumer Zeit Stärke, wir haben ein Aufwärtstrendkanal und gleichzeitig immer höhere Hochs unf höhere tiefs. Der kurs wird zur zeit gedeckelt durch das letzte hoch bei 20,50.
Die Spekulation lautet: Fliegt der Deckel weg, wird die Aktie einen dynamischen Schub nach oben kriegen, weil viele Trader nach diesen Chartstrukturen und auf den Zug aufspringen werde handeln. Der Trend ist spätestens dann im Eimer, wenn die gelbe Aufwärtstrendlinie signifikant gebrochen wird und zusätzlich das nächste zyklische Tief unter dem letzten Tief liegt. Hieraus ergeben sich sinnvolle Stop-loss-Marken.
Ich muss immer schmunzeln, wenn Charttechnik als Humbug abgetan wird; ich kenne ein paar Leute, die sich einen feuchten Kehrricht um Fundamentals und Hintergrundinfos kümmern, sondern nur nach dem handeln, was ein Chart ihnen zeigt, denn im Chart steckt die ganze Historie des Verhaltens der Marktteilnehmer. Die begnadeten unter diesen Leuten machen dir mit ziemlicher Garantie jedes Jahr einen Superschnitt, weil sie das Spiel in beide Richtungen (long/short) perfekt beherrschen.

