www.welt.de/wissenschaft/article206672079/...Jahr-dauern.html
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 4,97 | 10,01 | 15,01 | |
| Fallender DAX-Kurs | 5,00 | 10,00 | 15,01 | |
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... die Amerikaner mit dieser Krise umgehen werden in den nächsten 2-4 Wochen. Es steht tatsächlich zu befürchten, dass wir dort die mit Abstand größten Verluste an Menschenleben zu befürchten haben. Der "American Way of Life" ist für so eine Pandemie (bis auf die Inszenierung in Hollywood) sicherlich nicht vorbereitet. Trump versucht ja bereits jetzt, die Schuld für das drohende Dilemma auf die Chinesen zu schieben, indem er das Virus in den Medien nur noch das "Chinesische Virus" nennt. Möglicherweise aber schaffen es die Virologen ja doch noch rechtzeitig, ein Mittelchen gegen die weitere Ausbreitung zu finden!? Das ist die Wette, die alles von jetzt auf gleich verändern könnte. Wie hoch ist wohl Wahrscheinlichkeit, dass das passiert?
Die aktuellen Daten aus Deutschland geben jedoch Hoffnung, dass man hierzulande zumindest in Sachen "Lebensrettung" verhältnismäßig gute Entscheidungen getroffen hat: Nur noch ca. 12% Neuinfektionen gegenüber ca. 30% in den 2 Tagen zuvor zeigen eine schnelle Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen. In Italien wurde offenbar leider zu spät gehandelt, aber man sollte hierfür den Politikern nicht die Schuld zuschieben. Solche Situationen gab es zuvor noch nicht und gerade auch die südlichen Länder in der EU konnten aufgrund der Sparzwänge in den letzten Jahren ganz bestimmt kein Geld in den Auf- und Ausbau ihrer Sozial- und Gesundheitssysteme stecken. Wir (und insbesondere auch der alte Mann im Rollstuhl) sind ja alle so sehr beseelt von der Idee der schwarzen Null, dass wir die Menschen in diesen Ländern (und auch die wirtschaftlich Schwachen im eigenen Land) schlichtweg vernachlässigt haben. Die vielen toten Italiener und Spanier sind somit zum Teil auch unsere Schuld. Schulden sind nicht schlimm, wenn man hierfür substanzielle Gegenwerte (u. a. Arbeitsplätze oder Krankenhäuser) schafft. Solchen Ausgaben stürzen unsere Nachkommen eben nicht in eine Schuldenfalle, sondern bewahren uns vielmehr vor dem Verlust unserer Menschlichkeit. Leider tragen die vielen Lücken und Ausnahmen in unserem Finanz- und Wirtschaftssystem dazu bei, dass die Gelder bereits lange vor einer sinnvollen Investition in die falschen Kanäle und Hände umgeleitet werden, wie beispielsweise auch in mysteriöse schwarze Koffer mit dubiosen Parteispenden ,...
... aber genau dieses Problem wird möglicherweisedafür sorgen, dass die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise noch deutlich mehr Menschenleben kosten werden, als der Virus bis zum Ende seines Wütens dahinraffen wird. Ich spreche hier z. B. von Menschen, deren schlechte Lebensumstände für einen früheren Tod sorgen werden. Auch werden vermutlich sehr viel weniger Menschen neu geboren, wenn Armut und Hunger um sich greifen. Unser System unterstützt leider solche Tendezen. Meine Erwartung ist daher, dass die Märkte noch längst nicht am unteren Ende angekommen sind und dass auch leider sehr viele Menschen in den USA sterben werden, wenn nicht bald ein Wunder geschieht. Ich selbst habe mich in den letzten Tagen mit (noch mehr) Gold und Silber eingedeckt. Für mich war der jüngste Preisverfall dieser Assets einerseits (bezüglich meiner Bestände) ärgerlich, andererseits aber auch eine gute Gelegenheit zum Nachkaufen.
Auch Aktien sind nach wie vor eine Option, aber ich würde jetzt weniger spekulativ als vielmehr fundamental investieren: Lebensmittel, Medizin und Kommunikation sind die Branchen im Bereich der Grundversorgung, die man sich schon jetzt so langsam anschauen könnte. Banken, die noch immer nicht den Weg ins 21. Jahrhundert gefunden haben, werden wohl eher (weiterhin) zu den Verlierern gehören. Ich schätze nach wie vor, dass die nächsten Zielmarken noch etwa 20% unterhalb des aktuellen Kursniveaus liegen und selbst dann könnte es sein, dass die Märkte noch deutlicher abgeben. Weiterhin plädiere ich für ein BGE (zzgl. Sozialversicherungsabgaben) für jeden einzelnen EU-Bürger für die Dauer der Krise (+4 Wochen). Gleichzeitig sollen Unternehmen, die ihre Mitarbeiter weiterbeschäftigen, diesen Betrag vom Gehalt abziehen dürfen. Damit wären sie ebenfalls ausreichend entlastet, sofern sie ihre Mitarbeiter noch einsetzen können. Unternehmen, bei denen die Einnahmen komplett wegbrechen, bräuchten darüber hinaus noch stärkere Hilfen. Die einzige Frage, die ich nicht allerdings nicht beantworten kann, ist wie man dafür sorgt, dass die Menschen das so ausgezahlte Geld in dieser Zeit auch für Alltagsgegenstände und laufende Kosten ausgeben und eben nicht für Aktien, Gold oder Silber?
Die aktuell geplante Ausweitung der Geldmenge für den Ankauf von Unternehmensanleihen zum Nulltarif werden eher dafür sorgen, dass die daraus ermöglichten Gewinne (durch die Ablösung von teureren Anleihen aus früheren Jahren) über kurz oder lang wieder in die Taschen der ohnehin wohlhabenden Menschen fließen. Es sollten nur Unternehmensanleihen von Unternehmen gekauft werden, die ihre Mitarbeiter weiterbeschäftigen und dann ggf. auch zu deutlichen Negativzinsen, um die Unternehmen noch stärker zu entlasten. Momentan überfordern solche Ideen aber alle an solchen Maßnahmen beteiligten Parteien, so dass die Ausgabe von Lebensmittelmarken und Mietgutscheinen die vermutlich effizienteren Lösungen wären. Wir sollten damit schon jetzt beginnen und nicht erst dann, wenn sich bereits Schlangen vor den Suppenküchen bilden. Um so schneller lassen wir dann auch diesen Spuk hinter uns und können gemeinsam überlegen, wie wir so einen Schlamassel wie jetzt zukünfitg vermeiden. Das Weltbild eines Donald Trump scheint durch die Folgen dieser Pandemie jedenfalls deutlich überholt und aus der Zeit gefallen zu sein: Der Wilde Westen ist ein für allemal Geschichte ...
... die beiden Wirkstoffe als Lösung des Problems in einem Tweet verkauft. Was soll da noch schiefgehen? Sein genialer Onkel John G. Trump, der ja quasi in ihm weiterlebt, hat ihm die Rezeptur aus seinem Grab heraus direkt in seine Träume hineingerufen und er selbst hat noch am gestrigen Samstagvormittag vor dem Frühstück im heimischen Labor die korrekte Zusammensetzung der Wirkstoffe ermittelt und schenkt diese nun selbstlos dem amerikanischen Volk, so dass niemand an einer Infektion mit Coronaviren sterben muss. Wer dennoch stirbt, der hat dann eben die Packungsbeilage nicht richtig gelesen, die aufgrund der gottgleichen Bedeutung dieses Medikaments und seines Schöpfers ausschließlich in aramäischer Sprache gedruckt wird.
Zurück zum Ernst der Lage: Ich denke, dass wir in den letzten Jahren alle gesehen haben, dass die Menschen einfach nur Geld auf dem Konto brauchen, um weiter existieren zu können. Den meisten Menschen wird es dabei mehr oder weniger egal sein, ob der Dow Jones bei 40.000 oder bei 10.000 steht. Zumindest das hat Trump sehr gut begriffen und handelt mit dem schnellen Helikoptergeld (meines Erachtens) gut und richtig. Sein Problem wird vielmehr sein, den 99% der überlebenden Amerikaner nach dieser Pandemie zu erklären, warum 3,5 Mio. Menschen im reichsten und tollsten Land der Erde sterben mussten und weshalb es zu wenige Krankenbetten, Ärzte und Pfleger gab, um den hilfsbedürftigen Menschen zu helfen. Wenn das US-Gesundheitssystem tatsächlich derart rückständig ist, wie insbesondere Bernie Sanders es in seinen Wahlkampfreden hinstellt, wird es den Amerikanern demnächst links und rechts um die Ohren fliegen und sie werden an dieser Stelle wohl einen verhältnismäßig hohen Preis bezahlen, wenn Trump bezüglich seiner Ankündigung unrecht behält und kein Wundermittel die Situation rettet. Im Moment scheint die Lage ja noch nicht derart eskaliert zu sein, wie man sich das als Außenstehender auf Basis der Horrormeldungen bezüglich der Verfassung des US-Gesundheitssystems vorstellen könnte. Mich persönlich schockieren die Bilder von Transportern des italienischen Zivilschutzes auf den Friedhöfen und ähnliche Bilder erwarte ich auch aus den USA sehen zu müssen, weil dort das durchaus vorhandene Geld lieber zum Anfachen globaler Konflikte verbrannt wird als zum Aufbau einer stabilen und menschengerechten Infrastruktur für die Bürger des Landes, die dieses Geld letztlich auch erwirtschaften.
Meine ersten (frühen) Erwartungen bezüglich DAX und Dow sind inzwischen eingetreten: Der Dow hat die 20.000 Punkte unterboten und der DAX die 10.000 Punkte. Meine nächsten Zielmarken liegen bei 15.000 Punkte bzw. 7.500 Punkte und vor einer Woche hätte ich noch gedacht, dass das dann wirklich das Ende der Fahnenstange erreicht sein müsste, aber nach den schlimmen Bildern aus Italien, dem Herumgeeiere der deutschen Regierung in Sachen Soforthilfen für Selbständige und Kleinstunternehmer sowie der nach wie vor zur Schau getragenen Sorglosigkeit des US-Präsidenten kann man inzwischen auch mit einem flächendeckenden Kollaps der Märkte rechnen, einfach weil die Mathematik hinter dem Ganzen einfach keinen Sinn mehr ergibt. Ich wäre jetzt insbesondere bei Hebelpapieren vorsichtig, denn sobald der erste größere Emittent seine Zahlungsunfähigkeit erklärt, stürzt das gesamte Kartenhaus (wie 2008) in sich zusammen und man kann seine Wettscheine abschreiben. Möglicherweise ist es aber noch nicht zu spät, die Börsen(kurse) auf unbestimmte Zeit einzufrieren und eine Normalisierung der Verhältnisse abzuwarten. Auf diese Weise könnte man die Akteure im Finanzsystem dazu bewegen, ihre jeweiligen Risiken zu den aktuellen Fixpreisen (so gut es eben geht) zu minimieren, also ein Handel ohne Kurbewegungen, auch um eine (aktuelle) Standortbestimmung zu ermöglichen und potenzielle Hilfen gezielt dorthin zu leiten, wo sie nötig sind, statt mit der Gießkanne das Gesamtproblem ertränken zu wollen. Das ist nur noch ein Grund mehr, kurzfrisitg auf Puts und Leerverkäufe zu verzichten und kommt der Idee eines Verbots von Leerverkäufen und Wetten auf fallende Kurse schon relativ nah. Von meiner Seite gibt es daher keine Empfehlung für Hebelpapiere (insbesondere zu Wetten auf fallende Kurse) zu diesem Zeitpunkt, da die Gesamtsituation im Moment absolut undurchsichtig ist. Wichtig ist jetzt vor allem, weiter die Ruhe zu bewahren und darauf zu bauen, dass rechtzeitig wirksame Entscheidungen gefällt werden. Man darf und soll sich ruhig in die Diskussion mit einmischen und konstruktive Beiträge leisten. Da gibt es z. B. ein paar ganz sinnvolle Petitionen bei change.org, an denen man sich beteiligen könnte, um seiner Meinung auch einen zählbaren Aspekt zu verleihen. Was ich in der momentanen Situation aber eher als abscheulich empfinde ist, dass man die Krise zu parteipolitischen Auseinandersetzungen missbraucht, Einzelinteressen (z. B. von Branchen) in den Vordergrund schiebt oder die Pandemie mit Themen vermischt, die rein gar nichts damit zu tun haben, wie zum Beispiel "Fridays for future" oder aber die Flüchtlingskrise. Hier zeigt sich dann aber auch die relative Ahnungs- und Hilflosigkeit von Menschen, die zwar gerne angehört werden wollen, aber letztlich nur ein mitleidiges Lächeln ernten.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 4,97 | 10,01 | 15,01 | |
| Fallender DAX-Kurs | 5,00 | 10,00 | 15,01 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 55 | 43.742 | Deutsche Bank - sachlich, fundiert und moderiert | BiJi | Highländer49 | 18.03.26 16:12 | |
| 8 | Deutsche Bank seit 6 Monaten ohne Performance | Terminator100 | mexel | 23.05.24 15:58 | ||
| 100 | 17.836 | wer traut sich heute Deutsche Bank zu kaufen? | Jabl | ExcessCash | 12.03.24 13:00 | |
| 68 | Zunächst... | RobertController | Lionell | 02.01.24 14:19 | ||
| Banken | Karlchen_V | 18.12.23 16:26 |