Geringe Kapitalausstattung
Die Deutsche Bank ist bei weitem nicht in einem so guten Zustand, wie Ex-Vorstandschef Josef Ackermann bis zu seinem Abschied immer behauptet hatte. So musste die Deutsche Bank die vorläufigen 2012er-Ergebnisse nachträglich korrigieren, weil die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten um 0,6 Mrd. Euro auf 2,4 Mrd. Euro erhöht worden waren. Entsprechend ist der Gewinn vor Steuern auf 0,8 Mrd. Euro eingebrochen. Das entspricht einer Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital von mickrigen 1,1 Prozent. 2011 standen noch 5,4 Mrd. Euro zu Buche. Unter dem Strich blieben 2012 sogar nur 0,3 Mrd. Euro übrig.
Investoren bemängeln zudem regelmäßig die schwache Kapitalausstattung des Konzerns. So liegt die Kernkapitalquote derzeit zwar bei 11,4 Prozent. Laut den Basel-3-Regeln liegt die Quote aber nur mehr bei 7,8 Prozent. Das ist ein im Branchenvergleich niedriger Wert. Durch die Verringerung der Risikoaktiva von zuletzt 334 Mrd. Euro um mehr als 20 Mrd. Euro bis zum Ende des ersten Quartals 2013 soll die Kernkapitalquote auf mindestens 8,5 Prozent erhöht werden.