Verschärfte Reularien bedeuten für die DB und andere Banken, das mehr Sicherheiten hinterlegt werden müssen und somit das Vertrauen gesteigert werden soll. Denn ohne Vertrauen funktionieren unsere Systeme nicht. Die Eigenkapitalquote der Deutschen Bank war allerdings vor Lehmann sträflich niedrig, da sie in der damaligen Zeit somit als besonders rentabel galt und die Eigenkapitalrendite von 25% war unter den damligen Bedingungen durchaus erreichbar.
Jetzt werden halt die System und anforderungen seit einigen Jahren umgestellt. Ein bisschen zu radikal und abrubt, die ursprünglich geplante allmähliche Umstellung bzw. Einführung von Basel III innerhalb von 9 Jahren hielt ich für sehr sinnvoll. Dieser politisch gekürzte Fahrplan mit Stresstests usw. hat die Krise bei den Banken eher verschärft. Doch bald werden alle neuen Forderungen schon erfüllt werden sein und somit kommt dann langsam wieder ruhigeres Fahrwasser in sicht. Allerdings sind die Banken die Sündenböcke von heute, die Euroschuldenkrise droht zusehens zu eskalieren, weswegen es bei den Kursen der europäischen Kreditinstitute noch zu keiner beruhigung kommt. Mittlerweile zweifelt doch die Mehrheit der Börsianer an der Existenz des Euros in der heutigen Form in 10 Jahren. Diese Währungsunsicherheit führt auch langsam zu einer Systemkrise. Auch der zeitliche Abstand der vergangenen Krisen ist leider auf einen fast nahtlosen Übergang von Subprime-, Finanz-, Banken-, Immoblilien-, Staatsanleihen-, Euroschuldenkrise geschrumpft. Jetzt droht die Wirtschaftskrise zu folgen.
Sollten sich also diese beiden Grundprobleme Währung und Vertrauen in die Banken lösen, werden wir hier auch endlich wieder adäquate Kurse sehen. Mittlerweile verstehe ich auch, warum eine Finanzkrise ca. 10 Jahre benötigt, um bewältigt zu werden. Es Folgen aus einer solchen einfach zu viele nachfolgende Probleme, die anfangs nicht zusamenhängend erkannt worden sind bzw. viele schon existierende jedoch unbemerkte Probleme werden in einer Finanzkrise offenbart.
Aus fundamentaler Sicht weiß jeder, das Kurse unter 30 grotesk sind, unter 40 maßlos unterbewertet sind und selbst unter 50 sehr niedrig sind, bei unter 20 stehen wir kurz vor dem Zusammenbruch des derzeitigen Systems. Aber in absehbarer Zeit sehe ich leider auch noch keine Normalisierung kommen. Und bekanntlich liebt die Börse nichts mehr als Unsicherheit!
Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!