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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Gold-Kurs | 4,98 | 10,60 | 15,13 | |
| Fallender Gold-Kurs | 6,51 | 9,92 | 14,98 | |
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Die Deutsche Bank hat die Fusion mit der Postbank abgeschlossen.Nach Medienberichten ist ein Stellenabbau um zehn bis 15 Prozent angedacht.So zählt das gesamte deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank damit mehr als 20 Millionen Privatkunden. Rund die Hälfte davon nutzt das Online-Angebot der Bank. Das verwaltete Vermögen einschließlich der Sichteinlagen soll mehr als €331 Milliarden betragen
Dass Deutschland sich noch enger an China binden will, wird den USA sicher nicht gefallen.Rund 200 deutsche Firmen sind bereits in chinesischer Hand. Droht Deutschland der Ausverkauf?
... alles in allem Vermögenswerte von $225 Mrd. Dollar und hat aktuell über 43 Mio. Aktien der Deutschen Bank leerverkauft. Das jetzt so abzutun, als ob es jetzt keinen Grund gäbe, weswegen die Deutsche Bank noch weiter in Richtung neuer Tiefststände sinken könnte, finde ich höchst fahrlässig.
Leerverkäufe mit derart hochen Volumina sind weit davon entfernt, als "Zockerei" verstanden zu werden. Es gibt sehr gute Gründe dafür, weshalb der Kurs auf 6,00 (oder tiefer) fallen könnte, denn die Risikovorsorge der Bank scheint nicht zu funktionieren und die erwirtschafteten Gewinne werden seit Jahren vorzugsweise an die Belegschaft und nicht an die Aktionäre verteilt, weshalb sich diese auch von ihren Anteilen zu immer tieferen Kursen getrennt haben und trennen. Zudem nähern wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach dem Ende einer sehr langen Hausse, was sowohl Zinserhöhungen in Europa als auch damit verbundene Einnahmequellen für Banken (IPOs, Kapitalerhöhungen, Finanzierungen von Unternehmen) möglicherweise für (weitere) Jahre nach hinten schiebt. Zudem haben die großen Fintechs den Großbanken jede Menge operatives Geschäft abgenommen und sie besetzen inzwischen zahlreiche (ehemals lukrative) Nischen, was den Großbanken mehr und mehr Umsatz (und somit Ertrag) kostet. Auf diese Entwicklungen haben beide großen Finanzinstitute viel zu spät reagiert und laufen nun mit ihren Kosteneinsparungen dieser Entwicklung hinterher.
Ich habe keine Ahnung, weshalb man nicht die Ansicht vertreten sollte, dass die seit Jahren stetig sinkenden Erträge der Deutschen Bank nun plötzlich zu einem Ende kommen sollten? Die Bank ist in der Vergangenheit den Beweis schuldig geblieben, sich neu (und anders) auf veränderte Marktgegebenheiten einzustellen. Die Fintechs und die Mitbewerber werden auch weiterhin nicht darauf warten, dass die Deutsche Bank ihre Hausaufgaben "rechtzeitig" erledigt und die Q1-Zahlen haben es ja auch deutlich gezeigt: Die Bank verliert (bereinigt um Sonderfaktoren) auf Jahressicht (weitere) satte 7% ihrer Ertragskraft und kümmert sich erst jetzt um eine entsprechende Kostensenkungen und baut ihr Geschäft um, was jedoch erneut sinkende Erträge zur Folge haben wird in einem sich nicht dramatisch veränderndem Umfeld.
Ich wäre auch sehr vorsichtig mit solchen Milchmädchenrechnungen wie oben, nämlich dass die Bank ja nicht noch einmal 20 Euro verlieren kann und man mit Shorts nichts mehr verdienen kann. An der Börse gewinnst und verlierst Du mit den relativen Bewegungen der Aktien. Ein Anstieg von 40,00 Euro auf 80,00 Euro bei der einen Aktie ist gleichbedeutend mit einem Anstieg von 1,25 auf 2,50 bei der anderen Aktie (jeweils +100%). Mein Einsatz wird nicht durch den Wert der einzelnen Aktuie bestimmt, sondern durch das Geld, dass ich für meinen Einsatz zur Verfügung habe. Man kann heute ebensoviel Geld mit einem Fall der Deutschen Bank von 10,00 auf 5,00 verdienen wie damals, als sie von 100,00 auf 50,00 gefallen ist (jeweils -50%). Wer bei 17,00 short gegangen gegangen ist, hat bei entsprechenden Hebeln (Zertifikate, Optionsscheine) bis heute einige 100% Gewinn gemacht. Die Aktie selbst leerzuverkaufen mindert nur das Risiko (weil kein Hebeleffekt) und verschafft den Leerverkäufern wie AQR die Möglichkeit, bei signifikanten Mengen auch selbst Einfluss auf den Kurs zu nehmen. Wenn man $225 Mrd. verwaltet, dann "spielt" man nicht mit Optionsscheinen, sondern nutzt diese ausschließlich zur Absicherung eigener Positionen. Wer damit "zockt", der hat heute wie damals (bei 100 Euro je Aktie) diesselben Chancen und Risiken, viel Geld zu verdienen (oder auch zu verlieren) ...
... und dass der Kurs bei E.ON dann bei 6,00 doch noch drehte, hat nichts mit dem Preis an sich zu tun gehabt, sondern mit sich verändernden Rahmenbedingungen (hier: betüglich der Haftungsrisiken bei der Abschaltung von Kernkarftwerken sowie einer angepassten Geschäftsstrategie mit der Auslagerung von Geschäftseinheiten). Die Deutsche Bank ist bis heute den Beweis noch schuldig geblieben, dass sie ihr Business den Gegebenheiten des Jahres 2018 angepassen konnte und im Umfeld der Bank (Wettbewerbssituation, Gesetze, Regulatorik, Rating) spricht aktuell auch nichts dafür, dass es der Bank schon morgen 10% oder 20% besser gehen wird als heute. Ich will mit meinen Ausführungen aber niemanden davon abhalten, gegen den aktuellen Trend zu wetten ...
... guter Ratgeber. Solange Leerverkäufe nicht verboten sind, ist das ein probates Mittel, auf das Versagen von Unternehme(r)n zu setzen. Käufer von Aktien setzen (umgekehrt) auf Wachstum und bestenfalls Outperformance. Die Bank kann das schon lange nicht mehr bieten, oder liege ich da falsch? Mit dem Abarbeiten der größten Rechtsrisiken haben viele Anleger angenommen, dass die Deutsche Bank wieder auf die Erfolgsspur wechselt. Das ist jedoch nicht geschehen und somit ist der jüngste Kursverfall auch berechtigt.
Der Markt ist kein Wunschkonzert und die Deutsche Bank hat viel Vertrauen verspielt und immer wieder neue "Ausreden", weshalb Quartalsergebnisse (wiedholt) nicht die gewünschte Performance erzielen konnten. Ich finde es daher auch gerechtfertigt, wenn man Aktien leerverkaufen kann. Möglicherweise sitzt die Enttäuschung über die aktuellen Kursverluste hier und da doch tiefer, als man es sich selbst eingestehen möchte, oder? Ihr hättet besser verkaufen oder Eure Positionen mit Puts absichern sollen, statt Euch über diejenigen zu ärgern, die auf's richtige Pferd gesetzt und auf diese Weise dicke Gewinne einfahren konnten, während Ihr darauf hofft, dass Eure Verluste irgendwann wieder aufgefangen werden. Die Börse ist leidenschaftslos ...
Die Personalkosten der Deutschen Bank sinken zu langsam
Bei der Deutschen Bank sind die Hälfte der Kosten Personalkosten. Im Privatkundengeschäft kommen auf einen Mitarbeiter 750 Kunden. Andere Institute sind effizienter. Auch der neue Chef geht das Problem zögerlich an.
https://www.nzz.ch/wirtschaft/...en-bank-sinken-zu-langsam-ld.1389528
Deutsche Bank verwirft Plan für Digitalbank
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/...ne-a-1209992.html
Dieser geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung, aber er kostet (weiteres und unnötiges) Geld, weil man bereits monatelang in die falsche Richtung investiert hat. In diesem Artikel wird auch die inzwischen herausragende Stellung der ING vorgestellt, die die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und sich entsprechend positioniert hat, während die Deutsche Bank erst im 4. Quartal 2018 ihre neuen Pläne vorstellen möchte. Es bleibt zu hoffen, dass deren Umsetzung dann auch schon unmittelbar bevorsteht, da die Welt nicht wartet, bis die hohen Herren der Deutschen Bank sich bequemen, den neuen Herausforderungen des Marktes zu begegnen.
Verdi zweifelt an Stellenabbau bei Deutscher Bank
https://www.finanznachrichten.de/...nabbau-bei-deutscher-bank-003.htm
Klar, dass insbesondere der Stellenabbau im Ausland auch ohne das Zutun von Verdi durch die dortigen Gesetze schneller umgesetzt werden kann, aber für den geplanten Abbau in Deutschland gibt es offenbar noch keine konkreten (Umsetzungs-)Pläne, Betriebsräte wurden über die Pläne nicht in Kenntnis gesetzt und betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2021 aufgrund einer Tarifvereinbarung nicht möglich. Kein Wunder also, dass weite Teile der Belegschaft verunsichert sind, aber das hatte ich bereits kurz nach der HV-Rede von Sewing geschrieben. Das sind natürlich alles ganz hervorragende Voraussetzungen, um die anvisierten Kostenziele bis 2019 zu erreichen!
Ich bleibe also dabei: Momentan ist die Deutsche Bank bestenfalls ein "Hold"-Kandidat, wobei die Tendenz zu einer "Sell"-Empfehlung schon deutlich ausgeprägter scheint als zu einer "Buy"-Empfehlung. Die Bank steckt in einer Kostenfalle, in die sich hauptsächlich durch falsche strategische Entscheidungen selbst hineinmanövriert hat. Ich würde ihr dringend zur Übernahme geeigneter Fintechs raten, damit sie ihre Ziele schneller und möglicherweise auch günstiger erreichen kann. Der Stellenabbau muss besser und vor allem langfrisitger geplant und umgesetzt werden. Die Bank benötigt vor allem mehr (eigenes) IT-Know How, effizientere Prozesse und deutlich weniger "Verwaltungskräfte". Im Bereich der Serviceorientierung müssen die Skills der Mitarbeiter auf die neuen Anforderungen angepasst werden. Da sind Investitionen in Aus- und Weiterbildung nötig, die weit über eine eLearning-Präsentation hinausgehen. Ein Kulturwandel muss vollzogen und gelebt werden. Auch das geht nicht von heute auf morgen und es wird viel Geld kosten, die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen, um mit den Wettbewerbern gleichzuziehen.
Da die Commerzbank auch in einer vergleichbaren "Zwickmühle" steckt, wäre eine Fusion, die Zusammenlegung identischer Sparten und eine anschließende Aufspaltung in kleinere und schlagkräftigere Einheiten möglicherweise ein Plan, mit dem die Investoren beider Institute gut leben könnten. Die Deutsche Bank wäre dann eher eine Holding mit unterschiedlichen, rechtlich eigenständigen und unabhängigen Geschäftseinheiten, die dann ggf. auch einzeln veräußert oder an die Börse gebracht werden könnten. Ich habe nach diesen 3 Meldungen (an nur einem Abend!) nicht mehr das Gefühl, dass die Deutschen Bank in ihrer jetzigen Form eine gute Zukunft vor sich hat. Jahrelang konnten die Erfolge des Investmentbankings die Versäumnisse im Hintergrund gut kaschieren. Seitdem aber diese Sparte nicht mehr so erfolgreich ist, wie sie es einst war, kommen mehr und mehr Baustellen und die Versäumnisse der Vergangenheit zum Vorschein: Man hat es schlichtweg versäumt, rechtzeitig neue Produkte zu entwickeln und zur Marktreife zu führen. Offenbar dachte man in den beiden Großbanken, dass diese Zyklen und ein funktionierendes PLM für den Bankensektor so nicht gelten? Willkommen in der Gegenwart!
sollte der Weg nun mal auslaufen dürfen, 10 sind kein Traum mehr
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Gold-Kurs | 4,98 | 10,60 | 15,13 | |
| Fallender Gold-Kurs | 6,51 | 9,92 | 14,98 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 55 | 43.723 | Deutsche Bank - sachlich, fundiert und moderiert | BiJi | Moritz2 | 02.03.26 11:06 | |
| 8 | Deutsche Bank seit 6 Monaten ohne Performance | Terminator100 | mexel | 23.05.24 15:58 | ||
| 100 | 17.836 | wer traut sich heute Deutsche Bank zu kaufen? | Jabl | ExcessCash | 12.03.24 13:00 | |
| 68 | Zunächst... | RobertController | Lionell | 02.01.24 14:19 | ||
| Banken | Karlchen_V | 18.12.23 16:26 |