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Meldung des Tages: Fundamental stark, Kurs zu niedrig – Chance beim Krebs-Impfstoff-Pionier!
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Der USA Bären-Thread


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metropolis:

Was Bankexperten erwarten

6
13.06.08 15:55
...ist bislang selten eingetroffen. Daher sind sie ja noch Bank(!)experten und keine Privatiers.

Die Ölhausse wurde schon so oft totgeredet, dass sie nur weitergehen kann. Erst, wenn alle (!) Experten 200 USD/brl (oder eine beliebige andere Zahl weit über dem aktuellen Preis) "in nächster Zeit" erwarten wird die Blase platzen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg (s. Permanent-Posting)  
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metropolis:

Jeden Tag dieselbe Früh-Latte

8
13.06.08 16:00
langsam wird es langweilig, dass die Bullen es nicht schnallen: HALLLLLO! Aufwachen! Wir sind im Downtrend! Hochkaufversuche im frühen Handel werden immer abverkauft!

*sigh*
Der USA Bären-Thread 168848
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michi976:

Verbrauchervertrauen

2
13.06.08 16:03
...jetzt werden auch diese schlechten Zahlen gefeiert...
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michi976:

23178

 
13.06.08 16:04
...und es heißt dann, diese wurden ja noch schlechter erwartet...
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metropolis:

Nu kommt der fiese Shortsqueeze dazu

3
13.06.08 16:07
Da heißt es abwarten und Tee trinken. Mal sehen wie hoch die Shortiequote war.
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Anti Lemming:

Konsumentenstimmung sinkt, Aktien steigen

3
13.06.08 16:07
exakt, Michi: Konsumentenstimmung runter, Aktien rauf (Café latte)...


Veröffentlichung der Zahlen zum Verbrauchervertrauen ("Consumer Sentiment") des Conference Boards für Juni 2008

Der vorläufige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan für die USA notiert im Juni bei 56,7. Erwartet wurde er im Bereich 57,5 bis 59,5. Im Vormonat hatte der Index noch bei 59,8 notiert.
Der USA Bären-Thread 168850
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metropolis:

Kann auch sein

 
13.06.08 16:11
dass da ein paar Shorties die News verkauft haben. Mit einer zu hohen Shortiequote kommt dann eins zu anderen. Das kann heite abend wieder anders aussehen, da die News ja im Prinzip schlecht ist und keine Anschlusskäufe auslösen dürfte.
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permanent:

@metropolis

2
13.06.08 16:25
Ich lasse mich gerne eines besseren belehren aber heute scheint der Markt tatsächlich stark nach oben laufen zu wollen.
Bei den heutigen Daten kann ich das nicht nachvollziehen aber Märkte sind eben nicht logisch.

Ich werde mich für einige Stunden ausklinken und später nachsehen ob es tatsächlich nur eine Morgenlatte war.

Eine Positionierung traue ich mir nicht zu wenn auch alles für Shorts spricht.

Gruß

Permanent
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Casaubon:

Ach, bloss keine Aufregung hier an Board

5
13.06.08 16:37
heute ist einfach nur Freitag. Ich kenne Leute, die freitags nie traden. Eben weil unberechenbarer Markt.

"Tschuldigung - dachte ich sei im TTT" (Zitat AL :-))))))))))))))))))))))))

Ich mache Feierabend für heute und schau mir gleich Fussball an. Hoffe, dass wir nicht noch ein azzurrblaues Wunder erleben müssen. Ihr wisst ja seit gestern aucgh wie das geht. Wir mussten die Erfahrung schon am Montag machen, wenngleich unsewre Wunden (3:0 auaaaaaaa) noch etwas tiefer als ihr mit eurem 2:1 liegen.

Naja - hoffen wir mal, dass wir uns im Finale wiedersehen. (Dann iss aber vorbei mit meinen Sympathiebekundungen hier ;-)
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louisaner:

Zum Wochenausklang...

4
13.06.08 16:50

Eine nie genutzte Hotline

Veröffentlich am 13.06.2008 09:36 Uhr von Bill Bonner

 



Sie erinnern sich vielleicht, liebe Leser, dass ich eine Hotline eingerichtet habe. Ich habe angeboten, Zentralbankern und Staatschefs Ratschläge zu geben - kostenlos." Nun, ich warte immer noch darauf, dass das Telefon klingelt. Und wenn das Telefon endlich klingeln sollte, dann werde ich bereit sein. Ich kann mir den Anruf heute schon gut vorstellen."

Ben: Ach Bill, ich stecke in der Patsche. Ich habe steigende Verbraucherpreise auf der einen Seite... und einen fallenden Immobilienmarkt auf der anderen. Ich sollte die Zinssätze anheben, um die Inflation zu bekämpfen. Aber wenn ich das tue, dann riskiere ich, dass ich die Wirtschaft in eine Rezession schicke.

Dann werde ich für alles verantwortlich gemacht. Die Republikaner werden das Weiße Haus verlieren - und natürlich mich dafür verantwortlich machen. Die Wirtschaft wird fallen - genauso wie in Japan in den Neunzigern - und auch dafür wird man mich verantwortlich machen. Es ist nicht fair."

Bill: Nun,... Sie..."

Ben: Einen Augenblick noch... es ist sogar noch schlimmer als es klingt. Denn egal welche Richtung ich einschlage, ich sitze in der Klemme. Wenn ich die Zinssätze senke, dann wird der Dollar fallen und die Rohöl-Cowboys" werden die Preise auf 200 Dollar anheben - und die gesamte Weltwirtschaft wird in eine Krise geraten.


Wenn ich die Zinssätze anhebe, dann werde ich fast sicher die gesamten knappen Hausbesitzer in den Ruin treiben. Sie alle leben von Krediten. Und die Kosten für Kredite steigen... sie werden heftig in der Klemme sitzen. Wir sind wirklich gerade am unteren Ende des Kreditzyklus. Die Kosten für Kredite werden steigen, ganz egal, was ich auch tue."

Und fangen Sie jetzt gar nicht erst an, Paul Volckers Namen zu nennen. Ich bin es leid, seinen Namen zu hören. Wir wollen der Tatsache ins Auge sehen. Er war kein Genie. Er hatte einfach nur Glück, auf der richtigen Seite des Kreditzyklus zu sein.

Die Kreditzinsen haben am Anfang seiner Amtszeit bei der Zentralbank den Gipfel überschritten... er konnte den Rest des Weges rollen lassen. Meine Situation ist genau anders herum. Die Zinssätze erreichen die Talsohle... und das zu einem Zeitpunkt, zu dem ich gerade erst angefangen habe. Von hieraus wird es bergan gehen... und ich bin derjenige, der dasteht und die Taschen tragen muss."

Haben Sie gesehen, was in der jüngsten Zeit an den Märkten los war? Die zehnjährigen Schatzanleihen gingen auf über 4%... und sie sind nicht wieder gefallen, ehe die Spekulanten nicht anfingen, auf einen Anstieg der Zinssätze zu setzen."

Was kann ich tun? Ich sitze wohl in der Klemme? Aber wenn ich nichts tue... und es einfach aussitze... dann werde ich noch mehr Kritik bekommen. Die Leute werden einem vergeben, wenn man das Falsche tut. Aber sie werden einem nie vergeben, wenn man nichts tut. Nichts zu tun ist keine Möglichkeit."

Bill: Nun... ich sehe hier ziemlich genau das, mit dem man rechnen konnte, oder nicht? Ist es nicht genau das, was passiert, wenn..."

Ben: Wissen Sie... ich brauche hier wirklich keine Vorträge... Ich will einfach nur wissen, an welchem Hebel ich ziehen muss. An dem, auf dem steht Inflation bekämpfen" oder an dem, auf dem steht Rezession bekämpfen?"

Bill: Es tut mir leid, Benny,... aber so einfach ist das nicht."

Ben: Was meinen Sie damit? Es gibt nur zwei Hebel. Ich möchte einfach nur wissen, an welchem ich ziehen muss."

Bill: Darum geht es doch nicht wirklich, oder?"

Ben: Was soll das heißen?"

Bill: Es ist genau so, wie sie gesagt haben. Sie sitzen in der Patsche. Wenn Sie die Zinssätze anheben, während die Hauspreise fallen und das Bruttoinlandsprodukt flach ist... dann wird es fast sicherlich eine Inflation geben. Aber wenn Sie die Zinssätze senken, dann wird der Ölpreis steigen... die Inflation wird steigen... die Anleihen werden fallen und die Zinssätze werden trotzdem steigen. Egal was Sie tun, es wird zu einer Wirtschaftsabschwächung kommen."

Ben: Ja... was soll ich also tun?"

Bill: Nun... Sie müssen ganz anders darüber nachdenken. Die Menschen machen Fehler. Sie bauen zu viele Häuser. Sie haben zu viel für diese CDOs und MBS bezahlt und für all die anderen Anlagen. Sie haben Unternehmen für mehr gekauft, als sie wert waren. Man kann gegen diese Fehler nichts machen... außer den Leuten dabei zu helfen, sie so schnell wie möglich zu bereinigen."

Man tut niemandem einen Gefallen, wenn man jemanden noch mehr Geld gibt, der schon zu tief in den Schulden steckt. Und Sie werden einer Wirtschaft keinen Gefallen tun, die von geborgter Zeit und geborgtem Geld lebt. Was das ganze System wirklich braucht, ist eine Korrektur. Warum sollte man ihr die nicht geben?"

Heben Sie die Zinssätze an - um eine ganze Menge. Das wird die Botschaft unter das Volk bringen. Das war, was Vol... ach, egal.

Geben Sie den Leuten einen Grund, wieder zu sparen.

Und geben Sie den Spekulanten einen ordentlichen Schlag auf den Allerwertesten. Lassen Sie die Leute die Schulden für die Häuser zahlen. Lassen Sie die Banken ihre Schulden begleichen. Lassen Sie die Farmer ihre Schulden bezahlen. Wickeln Sie den Aktienmarkt ab. Lassen Sie die Verbraucher ihre Schulden zahlen. Und auch die die gesamte verdammte Bande."

Und wenn Sie schon einmal dabei sind, dann stellen Sie sich auch vor die Fernsehkameras und sagen sie der Öffentlichkeit die Wahrheit, dass das moderne Zentralbankenwesen ein ebensolcher Betrug ist, wie der Freudianismus... und dass man von jetzt an kein leichtes Geld mehr herausgeben wird."

Ben: "Einen Augenblick... Sie wissen, dass ich das nicht tun kann..."

Bill: "Dann steigen Sie aus, solange es noch gut möglich ist. Vielleicht können sie ja einen Herzinfarkt vortäuschen oder irgendetwas anderes und früher in den Ruhestand gehen... das würde Ihnen noch etwas Sympathie von Seiten der Öffentlichkeit einbringen... während der nächste die Taschen tragen muss."

Das Telefon steht immer noch still.


© Bill Bonner

 

www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php

diesistkeineaufforderungzuirgendetwas
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Anti Lemming:

Wenn's die Woche über

6
13.06.08 16:51
- fällt, steigt es am Freitag, weil Trader ihre Shortgewinne vor dem WE glattstellen

- steigt, fällt es am Freitag, weil Trader ihre Longgewinne vor dem WE glattstellen


Da die Indizes in dieser Woche überwiegend fielen, sollte es demnach heute im Plus enden.

Allerdings sind wir in einem Hirnriss-Tradermarkt, der sich kaum noch an den zuvorliegenden Tag erinnert. Wie soll er dann eine ganze Woche rückblickend in Erinnerung behalten?

Fuzzball scheint eine gute Interimslösung, und in der Halbzeitpause das .... nicht vergessen!
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metropolis:

Hä?

6
13.06.08 17:14
@Casaubon: Spielt Lux mit? Oder meinst du F?

@permanent: Wir haben ja schon darüber geredet: Short ist kein leichter Weg, aber der richtige. So'n Shortsqueeze kann einen schon nervös machen, da helfen nur weite (!) SLs und ein kühler Kopf. Die News ist schlecht, auch objektiv ohne Bärenbrille, daher wird der Pfad nach unten früher oder später wieder aufgenommen werden. Die Kunst ist "das später" finanziell und nervlich durchzustehen.

Und aussderdem gibt es Schlimmeres als einen Blutsturz im Depot: Podolski ist verletzt! ;-)  
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Katjuscha:

Herzinfarkt vortäuschen 'lol'

3
13.06.08 17:14
Aux Armes!
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Nous sommes Babelsberg!
Et nous allons gagner!
Allez blau-weiß !
Allez blau-weiß !
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Malko07:

Ich habe gehört,

7
13.06.08 17:35
dass die Spekulanten zugreifen da die Wirtschaft schlechter als erwartet läuft. Denn wenn die Wirtschaft schlechter läuft kann Benny die Zinsen nicht erhöhen. Würde er das tun, würde die Wirtschaft schlechter laufen und das wäre schlecht für die Aktien ... Ääähhh ...

;o)
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Malko07:

Kein Scherz - oder doch?

4
13.06.08 17:38

AP
Wall Street rises as data point to stable rates
Friday June 13, 11:04 am ET
By Tim Paradis, AP Business Writer  

 
Wall Street rises as consumer sentiment, inflation readings point to stable rates

NEW YORK (AP) -- Wall Street extended its gains Friday after a pair of economic reports pointed to the Federal Reserve keeping interest rates stable when it meets later this month. The Dow Jones industrials rose more than 100 points and Treasury prices rose after the reports.

...................

biz.yahoo.com/ap/080613/wall_street.html

 

Antworten
felli808:

Glaube

 
13.06.08 17:47
periodisch wird das heute das selbe in Amerika wie gestern. EInfach absurd denken, dann wirds auch mit dem Traden...lg
Arroganz und Gier vernebeln unseren Verstand!
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Katjuscha:

23189, warst du gerade in der Eckkneipe?

 
13.06.08 17:58
Aux Armes!
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metropolis:

Was macht eigentlich WTI?

10
13.06.08 18:01
WTI läuft quasi täglich gegen den Widerstand 138 an, um jedes Mal zu scheitern. Wobei auffällt, dass die Rücksetzer täglich kleiner werden. ME ist das eher als Luftholen vor den Durchbruch der Wand als als Ende einer Fahnenstange zu interpretieren. Eine Fahnenstange bricht eher aprupt und überraschend aus dem vollen Lauf.

Sollten die 138 geknackt werden wird es schnell deutlich höher gehen. In den letzten Tagen hat sich da einiges angestaut:
Der USA Bären-Thread 168881
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Malko07:

Katjuscha, war da aber sicher nicht zu lang.

9
13.06.08 18:05

Deshalb weitere Kneipenergüsse:

Finanzmärkte

Keine Angst vor Blasen

Von Chris Farrell

 Der USA Bären-Thread 4399883

13. Juni 2008 Möchten Sie Ihren Kollegen am Arbeitsplatz oder ihren Freunden beim Abendessen die Sprache verschlagen? Dann singen Sie ein Loblied auf Spekulanten - und die Marktblasen, an deren Entstehung sie beteiligt sind.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Blasen mögen für Otto Normalanleger und viele Finanzkommentatoren ein Reizthema sein, doch Entscheidungsträger wie Währungshüter sollten den Spekulanten Beifall zollen und wirtschaftliche Boomphasen mit offenen Armen empfangen. Und wenn sich die Dinge abwärts entwickeln, sollten sich ihre Maßnahmen auf die Begrenzung der durch die Krise verursachten Schäden konzentrieren.

Nach dem Boom kommt die Krise ...

Entsprechend dieser Sichtweise ist die Kritik am ehemaligen Fed-Präsidenten Alan Greenspan, er hätte nichts unternommen, um die während seiner Amtszeit entstandenen Blasen auf dem Aktien- und dem Häusermarkt zu verhindern, größtenteils nicht nur deplatziert, sondern falsch.

Der USA Bären-Thread 4399883

Angesichts in den Himmel steigender Rohstoffpreise sorgen Blasen gegenwärtig für erhitzte Gemüter. Kein Wunder, stieg doch der Rohölpreis in der vergangenen Woche in nur zwei Tagen um 13 Prozent auf 138,54 Dollar. Gewiss, der Ölpreis hat zwischenzeitlich etwas nachgegeben, befindet sich aber noch immer über 130 Dollar - und damit erheblich höher als noch im Januar, als der Barrelpreis bei 100 Dollar notierte, ganz zu schweigen von den 26 Dollar, die ein Fass Öl noch vor fünf Jahren kostete. Bei den Preisen für Metalle und Lebensmittel zeigt sich ein ähnliches Bild.

Wir haben diese Art des anhaltenden horrenden Preisanstiegs und der Spekulationsmanie bereits früher erlebt und wissen, wie die Geschichte ausgeht. Der atemberaubende und Vermögen aufbauende Boom wird in einer furchteinflößenden und Vermögen vernichtenden Krise enden.

Der USA Bären-Thread 4399883

So geschehen auf dem Häusermarkt. Die Eigenheimpreise stiegen zwischen 1995 und 2005 inflationsbereinigt um durchschnittlich vier Prozent pro Jahr, was dem Vierfachen der jährlichen Zuwachsraten der vorangegangenen 10 Jahre entsprach. Wall Street und Hypothekenbanken zogen an einem Strang, um den Hauskäufern enorme Geldmengen zur Verfügung zu stellen, nachdem ihnen suggeriert wurde, dass ein Eigenheim ein „risikoloses“ Investment sei. Das anschließende Platzen der Häusermarktblase hat die Wirtschaft ins Taumeln gebracht und die Fed gezwungen, mit außerordentlichen Maßnahmen einen Finanzkollaps abzuwenden.

Betrachtet man das finanzielle und wirtschaftliche Blutbad nach dem Platzen einer Blase aus der Retrospektive, dann stellt man sich jedes Mal die Frage, wie so viele kluge Menschen so töricht mit ihrem Geld umgehen konnten. Charles Mackay, Autor des erstmals 1841 veröffentlichten Klassikers „Extraordinary Popular Delusions and the Madness of Crowds“ fing den Wesenskern dieser Dynamik ein. „Menschen, so heißt es sehr bezeichnend, denken in Herden; es wird sich zeigen, dass sie in Herden dem Wahn verfallen, während sie nur langsam wieder zu Verstand kommen, und zwar einer nach dem anderen.“

Blasen-Hasser versteifen sich auf das Negative und ignorieren das Positive, das mit spekulationsgetriebenen Kursanstiegen einhergehen kann. Spekulationsfieber setzen oftmals in Zeiten großer Innovationen und technologischer Veränderungen ein. Die Folgen von Innovationen lassen sich natürlich nicht vorhersagen. Der Kapitalismus bedient sich einer Blase als Vehikel zur raschen Transformation einer Volkswirtschaft. Alan Greenspan war sich dessen sehr wohl bewusst.

.... aber in der Realwirtschaft bleibt am Schluss immer etwas übrig

Zudem haben sich einige Nutznießer von Blasen letzten Endes am Markt bewährt. Während des Dot.Com-Booms und -Crashs ging der Online-Supermarkt Webvan Pleite, während der Internet-Buchhändler Amazon überlebte und schließlich den Weg in die solide Profitabilität fand. Der Internetbrowser-Pionier Netscape verschwand von der Bildfläche, während Google zum Triumphmarsch ansetzte.

Blasen-Moralprediger unterschätzen die entscheidende Rolle von Spekulanten und spekulativen Märkten bei der Allokation von Ressourcen weg von stagnierenden und hin zu schnell wachsenden Sektoren einer Wirtschaft. „Die Dinge, die im Verlauf von Infrastrukturblasen entstehen, beispielsweise der Telegraf, die Eisenbahn und das Glasfaserkabel, verschwinden nicht, wenn ihre Vermarkter bankrott gehen“, schreibt Daniel Gross in seinem Buch „Pop! Why Bubbles Are Great for the Economy“.

Zurück in die Gegenwart. Der Preisanstieg bei Öl (und Agrarrohstoffen) spiegelt größtenteils das Wachstum in Indien und China wider. Man denke an all die Warnungen vor dem Eifer der Industrienationen, in China, Indien, Vietnam und anderen Schwellenländern des globalen Kapitalismus' zu investieren. Die Warner, die hierin alle Merkmale einer Blase feststellen, werden am Ende Recht behalten; in die Schwellenländer fließt zu viel Geld.

Doch während das „heiße Geld“ in diese Länder strömt, knüpfen die Investitionen immer engere und stärkere wirtschaftliche Verbindungen zwischen den Industrie- und Schwellenländern, wodurch in beispiellosem Tempo der Wohlstand gefördert wird, um Brücken zu bauen, die in den kommenden Jahrzehnten immer tragfähiger werden. Und es ist die zunehmende ökonomische Vitalität einer erheblich robusteren Weltwirtschaft, die zum Anstieg der Rohstoffpreise führt. Diese höheren Preise begünstigen eine enorme Ausweitung der Investitionen in alternative Energien und eine Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion.

In der Zwischenzeit sollten die Fed und andere Zentralbanken ihre Expertise und Befugnisse bei der Eindämmung der durch abrupte Kursstürze am Finanzsystem und an der Realwirtschaft entstehenden Schäden ausbauen und weiterentwickeln. Ben Bernanke spielt hierbei eine Vorreiterrolle

Wird der Boom in einer Krise enden? Mit Sicherheit. Vermögen werden gewonnen und verloren. Investments zahlen sich entweder in barer Münze aus oder sie verschwinden. Doch vieles von dem, was bleibt, wird real und von dauerhaftem Wert sein. Den Spekulanten sei Dank!

 

Chris Farrell ist Redakteur der Business Week.



Text: Business Week Online
Bildmaterial: FAZ.NET

Antworten
metropolis:

China tickt jetzt komplett aus

3
13.06.08 20:51

Olympische Spiele

China unterbindet den freien Warenverkehr

Von Christoph Hein

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Geschäfte mit China - zur Zeit alles andere als einfach

13. Juni 2008 Die Industrie in China leidet immer mehr unter den bevorstehenden Olympischen Spielen in Peking. Denn nun schränken die Chinesen den Warenverkehr auf allen Ebenen ein. Batterien, chemische Produkte oder Datenträger dürfen aus Angst vor Terroranschlägen nicht mehr frei importiert oder transportiert werden, warnen Verbände, Kammern und Botschaften. „Stimmt, was wir hören, dann ist das eine Katastrophe. Dann könnten wir unser Geschäft schließen und Anfang Januar 2009 wieder öffnen, falls wir diese einnahmelose Zeit überstehen“, sagt der China-Chef der Tochtergesellschaft eines deutschen Daxkonzerns. „Das nimmt ein Ausmaß an, das die Industrie nur schwer akzeptieren kann. Und es wird teuer“, warnt Kurt Fasser von der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Schanghai. Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in China sagt im Gespräch mit der F.A.Z.: „Zieht der Sicherheitsapparat diese rauen Methoden durch, wird das einen volkswirtschaftlichen Einfluss auf die betroffenen Regionen haben.“

Die ausländischen Hersteller in China werden besonders von Ein- und Ausfuhrbeschränkungen betroffen: „Ab Ende Juni wird der Import und der Export aller Chemiestoffe aus und nach China verboten, bis zum Ende der Olympiade“, vermutet die Deutsche Botschaft in Peking in einem der F.A.Z. vorliegenden Schreiben an die Kammer. „Der Inlandstransport von Gefahrstoffen, egal welche, wird ab Ende Juni in China verboten.“ Schon seit dem 1. Juni dürfen keine Datenträger – CD oder USB-Stick – mehr innerhalb Chinas versandt werden. Die Botschaft warnt zudem: „Ab dem 20. Juni sollen in allen Gebieten, die auch nur im Entferntesten etwas mit Olympia zu tun haben, sämtliche Bautätigkeiten unterbunden werden, und zwar bis zum 1. Oktober.“ Dies führt zu Verzögerungen bei Industriebauten und Lagerkosten für Baumaterial. Zugleich müssen bis zum 20. Juni alle Wanderarbeiter die Olympiastädte verlassen haben.

 

Höchste Hürde: die völlige Ungewissheit

Die höchsten Hürden aber sind nicht die Beschränkungen selber – es ist die völlige Ungewissheit: „Bis heute haben wir nichts Schriftliches in der Hand“, heißt es bei der Botschaft. Damit wiederholen sich nun die Schwierigkeiten, die es schon seit April mit dem Austeilen von Einreisevisa nach China gibt. „Unter unseren Mitgliedern macht sich die Sorge breit, dass die restriktiven Maßnahmen den Produktionsablauf behindern könnten und zu unnötigen Verlusten durch Produktionsunterbrechungen oder Abschaltungen führen“, hatte Wuttke Mitte Mai dem Ministerium für Öffentliche Sicherheit geschrieben. Trotzdem kam es bislang nicht zu dem erbetenen Gespräch. Im Gegenteil: Viele der drastischen Einschränkungen gelten augenscheinlich schon, ohne dass darüber im Vorhinein informiert wurde. Mühsam versuchen die Kammern nun, Erfahrungen ihrer Mitgliedsunternehmen zusammenzutragen. Einige Chemieunternehmen haben eine „vorläufige, inoffizielle“ Liste mit 257 „kontrollierten Chemikalien“. „Das sind keine Beschränkungen, die sich gegen ausländische Unternehmen richten, sondern sie lähmen die gesamte Industrie“, betont Wuttke.

Zum Thema   

Schon jetzt haben deutsche Unternehmen in China ihre ausländischen Lieferanten angewiesen, zumindest bis Ende August keine Chemikalien mehr zu liefern. Sie werden im Ausland zwischengelagert. Warenlager für chemische Produkte sollen in China während der olympischen Periode versiegelt werden. Zugleich berichten Manager, komme es am Zoll des chinesischen Einfuhrhafens immer wieder vor, dass sie aufgefordert würden, importierte Produkte wissentlich falsch zu deklarieren: „Die Zöllner dort kennen viele Waren gar nicht und fordern die Umdeklarierung. Weigern wir uns, bleiben die Sachen im Hafen. Gehen wir darauf ein, machen wir uns strafbar.“

Selbst die Einfuhr von Werbebroschüren ist nicht mehr erlaubt

Damit nicht genug. Die Botschaft warnt auch: „Außerdem wurde berichtet, dass die Einfuhr von Werbebroschüren und diversen Werbeartikeln nicht mehr erlaubt sei.“ Der Deutschen Kammer wiederum liegt ein Beispiel vor, dass von sofort an alle Batterien für Solarlampen, die nach Afrika ausgeführt werden, zum Test einem Institut vorgelegt werden müssen. „Nicht nur ist offen, was für Regeln derzeit und bis nach Olympia gelten werden“, sagt Fasser. „Wir fragen uns ganz besonders, was dann nach den Spielen für Regeln angewandt werden.“

Verunsicherung und Ärger der Investoren - allein die europäische Chemie hat mit Partnern mehr als 15 Milliarden Euro in China investiert - zeigen sich schon im Titel einer Veranstaltung, zu der die Kammer ihre Mitgliedsunternehmen in Schanghai kommende Woche einlädt: „Weckruf: Olympiade – Einschränkung unseres Geschäftes beginnend Juni 2008 bis ?“ heißt es da provokant.

 

faz.net

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Katjuscha:

hähä

2
13.06.08 21:13
Wenn sie was absetzen können, ist es ihnen egal, obs ne kommunistische Partei ist, die dort regiert, aber wenn die Kommunisten dann mal ihre Macht auch in wirtschaftlichen Fragen zeigen, ist das Gemecker groß.

Na ja, muss man sich halt drauf einstellen. In 3 Monaten ist alles vorbei. Außerdem ist das mit den Baumaßnahmen und Automobilverbot ja bei dem Smog nachzuvollziehen. Die Terrorgefahrgründe sind natürlich vorgeschoben.
Aux Armes!
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Sitting Bull:

Fremdschämen: Spiegel

2
13.06.08 21:28
-Journalist macht der Welt klar, wie dumm Journalisten sein können (ist das peinlich):

Die Iren stimmen ab, und die Börse reagiert sofort: Nach dem Nein zum EU-Reformvertrag ist der Euro-Kurs um anderthalb Cent abgestürzt, manche Händler wetten schon auf eine lange Schwächephase. Doch die meisten Ökonomen sind gelassen - die Wirtschaft wird das Votum wohl rasch wegstecken.

Hamburg - Negative Nachrichten schlagen sich an den Finanzmärkten sofort in den Kursen nieder. So auch an diesem Freitagnachmittag: Nach dem Nein der Iren zum EU-Reformvertrag ist der Euro Chart zeigen innerhalb weniger Minuten auf den tiefsten Stand seit einem Monat gefallen. Die Gemeinschaftswährung kostete nur noch 1,5320 Dollar, rund anderthalb Cent weniger als am Vortag.

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,559603,00.html
Antworten
Sitting Bull:

seit 16:27 Uhr online

7
13.06.08 21:31
... und keiner merkts. Und das beim Spiegel.

... der Euro fällt von 1,55 auf 1,53 USD ... Hilfe!!!

er STEIGT, Du I....!
Antworten
Sitting Bull:

Immer auf den Unterstützungen (1,54 etc)

5
13.06.08 21:34
will man uns weißmachen, dass der Dollar wieder erstarkt. Kopfschüttel. Die Iren haben mit ihrem Votum m.E. Null Einfluss auf die Währungsentwicklung.
Antworten
wawidu:

Jetzt wird´s teuer (1)

3
13.06.08 22:47
für alle Kreditnehmer, insbesondere bei Hypotheken- und Consumer-Krediten. Das Bild zeigt sich ja beim Bund Future. Beginnt nun der Exodus aus den Treasuries?
Zinssatz der 30yr Bonds aktuell 4,80 % (am Tief 4,15 %)
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 168938
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