Der aktuelle Spin lautet, dass die Fed Kursrückgänge an den Börsen "nicht zulassen darf", weil sonst eine Rezession ausbricht (siehe unten, fett).
Diese Aussage ist äußerst fragwürdig. Börsenstände sind schon seit langem kein Gradmesser mehr dafür, ob ein Land in einer Rezession steckt. Denn die US- und die Weltwirtschaft stecken ganz klar - bedingt durch Covid - in einer Rezession. Die Börsen hingegen sind auf ATHs.
Eine gewisse Berechtigung hat obigen Aussage allein dadruch, dass die Börsenhöchstände dafür sorgen, dass in USA, wo die Rente von den Börsenständen abhängt, die Konsumstimmung nicht einbricht.
USA braucht daher widersinniger hohe Börsenstände, um ebendiese hohen Börsenstände (die eine Funktion des reibungslos laufenden Konsums sind) beizubehalten.
Damit haben die Börsen freilich ihre einstige Eigenschaft, ein Gradmesser für die wirtschaftlichen Gesundheit zu sein, gänzlich verloren. Sie sind nur noch reines Casino, mit der Fed als Croupier.
Wer in diesem Börsen-Roulette auf irgendeine Zahl setzt, muss damit rechnen, dass irgendwann die "Null" kommt.
www.marketwatch.com/story/...et-strategist-argues-11609327887
...After the 2008-09 financial crisis and during the COVID-19 pandemic, “interest rates are glued to the floor.” But even as inflation is under control, Juckes says it is obvious economies aren’t in equilibrium, as low interest rates have sent “asset prices into orbit. And while that is lovely for those who own assets, it increases inequality, fuels political division between asset-rich and asset-poor, and leaves the Fed hostage to equity markets because they can’t afford to trigger a correction in indices that would send the U.S. economy back into recession [LOL, A.L.]. That gives markets far too much power over policy,” he says.
The next rate hike cycle will peak even lower than the last one — the effective Fed funds rate was 2.4% in 2019 — “because equity valuations will make it so.” Juckes says this disequilibrium will leave the global economy fragile and prone to another crisis.