Weise reale Werthaltigkeit. Denk nur mal an den Neuen Markt, der stieg ebenfalls "wie verrückt" (im wahrsten Wortsinn), ehe er im Nirwana versank.
Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen: Okay, ich bin Charti und orientiere mich ausschließlich an Kursverläufen. D.h. wenn das Momentum (und der "Glaube") da ist, dann steigt etwas, das schon lange gestiegen ist, höchstwahrscheinlich noch weiter. Aber das ist reines Ausnutzen Marktdynamik.
Ich bin bekanntlich Fundi und kaufe nicht aufgrund von Charttechnik, sondern weil ich reale Wertsteigerungen für möglich halte.
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Ähnlich wie bei Bitcoin lief es in Hollands Tulpenzwiebeln: Tulpenzwiebeln waren im 16. Jhdt. eine Zeitlang "wertvoller" als ein Gutshaus. Der Kollaps ließ auch da nicht lange auf sich warten.
de.wikipedia.org/wiki/Tulpenmanie
Tulpen waren seit ihrer Einführung in die Niederlande in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Liebhaberobjekt. Sie wurden in den Gärten der sozial gehobenen Schichten des gebildeten Bürgertums, der Gelehrten und der Aristokratie kultiviert. Zu den auf Tauschhandel gegründeten Beziehungen dieser Liebhaber kam zum Ende des 16. Jahrhunderts der kommerzielle Handel mit Tulpen hinzu. In den 1630er Jahren stiegen die Preise für Tulpenzwiebeln auf ein vergleichsweise extrem hohes Niveau, bevor der Markt zu Beginn des Februars 1637 abrupt einbrach.
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In England folgte ein knappes Jahrhundert später die ähnlich substanzlose Südsee-Blase, in welcher der Physiker Isaac Newton mit Longpositionen ein Vermögen verlor, obwohl er die Schwerkraftgesetze entdeckt hatte. ;-)
de.wikipedia.org/wiki/Südseeblase