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Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen, spricht im Interview über unlogische Regeln, weggesperrte Alte und unverantwortliche Empfehlungen.
"Das Virus ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch es wird uns über Jahre begleiten. Deshalb müssen die Schutzmaßnahmen so pragmatisch und vernünftig sein, dass sie von der Bevölkerung akzeptiert und eingehalten werden können. Akzeptanz ist das Wichtigste. Dazu gehört auch, nicht permanent seine Strategie zu ändern. Und auch nicht, aus medizinischer Sicht unlogische Maßnahmen zu ergreifen.
Was sind unlogische Maßnahmen?
Maskenpflicht im Freien, zum Beispiel. Oder das Beherbergungsverbot. Man kann Deutschland nicht über einen Kamm scheren, muss auch innerhalb der Bundesländer die Lage individuell beurteilen. Aber wenn jetzt wieder der Blick auf die reinen Infektionszahlen fällt, wird erneut Panik geschürt, und wir haben das gleiche Problem wie im Frühjahr. Bei der normalen Grippe, der Influenza, haben wir auch nicht anlasslos getestet. Auch da wissen wir nicht, wie viele Leute asymptomatische Virusträger waren oder sind. Wir testen jetzt anlasslos viele, viele Leute und finden deshalb auch mehr Virusträger. Wir wissen aber nicht, ob sie falsch positiv sind oder wirklich infektiös. Viele Leute werden in Quarantäne geschickt, obwohl nichts passiert, wenn sie Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten.
Die AHA-Regel ist sinnvoll, lüften auch. ...."